Nicht in neuem Glanz, sondern notdürftig geflickt präsentiert sich das Haus an der Südmauer 27. Foto: Gaby Brüggemann
Nicht in neuem Glanz, sondern notdürftig geflickt präsentiert sich das Haus an der Südmauer 27, das ebenfalls Thema im Ausschuss war. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Die sorgfältige Renovierung der Klosterkirche belegte Denkmalpflegerin Petra Göbel im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) anhand von Fotos. Seit dem 14. Februar erstrahlt die Kirche in neuem Glanz und wurde pünktlich zum 350. Jubiläum mit einer feierlichen Messe wiedereröffnet.

Die geplante Jubiläumsfeier in diesem Jahr musste wegen der Corona-Pandemie allerdings verschoben werden. Für die Klostergemeinschaft um Guardian Romuald Hüsken gab es zudem einen nächsten, unerwarteten Sanierungsschock. Aus der Heizungsanlage gingen täglich bis zu 1.000 Liter Wasser verloren, umriss Göbel das Problem. Eine rund 80.000 Euro teure Sanierung ist unausweichlich. Hier sprangen die Werner Bürger/innen, Firmen und Banken mit zum Teil hohen Summen in die Bresche. „Die Spendenbereitschaft für das Kapuzinerkloster war enorm“, schilderte sie zum Spendeneingang. Die Rohrleitungen für die neuen Anlage sollen nicht durch die dicke Deckschicht im Boden, sondern über die Dachebene des Klosters erfolgen, hieß es.

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Einen „Haken“ machte Petra Göbele auch an die Restaurierung der Nepomuk-Statue, die im März wieder in ihr angestammten Heiligenhäuschen an der Horne (Burgstraße/Ecke Münsterstraße) zurück ist. Das gilt ebenso für das Marienbildnis (Münsterstraße/Ecke Butenlandwehr).

Sehr beeindruckt zeigte sich die Denkmalpflegerin schließlich von der stilvollen Neugestaltung der Kapelle St. Konrad, die nach dem Abriss des alten Kirchenschiffs nun im besonders atmosphärischen Kirchenraum des Turms angesiedelt ist. „Das ist wirklich toll“, lobte sie und gab Interessierten einen Tipp: „Wenn Sie dort vorbeikommen, halten Sie an und gehen einmal hinein“.

Südmauer 27: Holzbretter schließen Loch in Fassade

Immerhin neu befestigt ist seit kurzem das riesige Loch in der Fassade des Hauses Südmauer 27. Das denkmalgeschützte aber marode Gebäude hat sich längst zum Dauer-Schandfleck in der Innenstadt entwickelt. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung berichtete Denkmalpflegerin Petra Göbel von der raschen Reaktion durch den Hauseigentümer. So wurde die bis dato nur durch eine Folie gesicherte Öffnung im Mauerwerk der hinteren Fassade nach Intervention der Denkmalamtes nun mit einer Holzverkleidung verschlossen. „Die Umsetzung ging schnell“, kommentierte sie im Ausschuss.

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