Dienstag, Mai 17, 2022

St. Konrad im Wandel – Abriss hier, neue Mieter da

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Wer­ne. Nach­dem das alte Kir­chen­schiff von St. Kon­rad dem Neu­bau der Zen­tral­ren­dan­tur Hamm-Nord, Lüding­hau­sen, Wer­ne gewi­chen ist und der Turm die Kapel­le beher­bergt, sind auf dem Köt­ters­berg nun auch die Tage des Bru­der-Kon­rad-Hau­ses gezählt. 

Das frü­he­re Gemein­de­haus steht seit dem Umzug der Zen­tral­ren­dan­tur mit ihren 40 Mit­ar­bei­tern in den Neu­bau seit Janu­ar leer. Vor­aus­sicht­lich Ende August ste­he der Abriss an, erläu­ter­te Pfarr­de­chant Jür­gen Schä­fer jetzt im Gespräch mit WERN­Eplus. Und auch das alte Pfarr­haus, das zuvor eben­falls von der Zen­tral­ren­dan­tur genutzt wur­de, erhält eine neue Bestim­mung. Hier wer­de nach eini­gen Reno­vie­rungs­ar­bei­ten eine Mäd­chen­wohn­grup­pe der Jugend­hil­fe Wer­ne ein­zie­hen, infor­mier­te Schä­fer. Der Miet­ver­trag sei bereits unter­zeich­net, hieß es.

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In Sachen Bru­der-Kon­rad-Haus wer­de aktu­ell das Leis­tungs­ver­zeich­nis für die Aus­schrei­bun­gen für die Abriss­ar­bei­ten erstellt. Die Pla­nungs­ho­heit lie­ge bei der Stadt Wer­ne. „Wir wol­len uns ver­klei­nern“, begrün­de­te er den Schritt. Hat der Abriss­bag­ger das Gebäu­de mit zwei Eta­gen und Sou­ter­rain besei­tigt, soll das Grund­stück in Erb­pacht ver­ge­ben wer­den. Inter­es­sen­ten, die hier ein Inves­to­ren­mo­dell ver­wirk­li­chen möch­ten, gebe es schon, ergänz­te Schäfer.

Das Bru­der-Kon­rad-Haus ist bald Geschich­te. Im August soll es abge­ris­sen wer­den. Foto: Gaby Brüggemann

Somit schrei­ten die Ver­än­de­run­gen in St. Kon­rad wei­ter vor­an. Im Turm der frü­he­ren St.-Konrad-Kirche ist nach stim­mi­gem Kon­zept ein neu­er Kir­chen­raum ent­stan­den, der über einen glä­ser­nen Zwi­schen­bau mit dem Neu­bau ver­bun­den ist. Eine Glas­tür trennt oder ver­bin­det Kir­chen­raum und Gemein­de­räu­me neben­an ganz nach Bedarf. Die Kir­chen­stüh­le sor­gen für fle­xi­ble Nut­zun­gen, hier kön­nen zur­zeit zwi­schen 35 und 60 Per­so­nen Platz fin­den. Nach Abschluss letz­ter bau­li­cher Details wer­den es bis zu 100 sein kön­nen. Die Kir­chen­fens­ter in der Höhe des Turms und ein aus­ge­klü­gel­tes LED-Beleuch­tungs­kon­zept schaf­fen mit ihrem Licht eine beson­de­re Atmo­sphä­re. Stil­vol­le Gestal­tungs­ele­men­te wur­den von Mönch und Metall­bau­meis­ter Pater Abra­ham Fischer aus der Abtei Königs­müns­ter gefer­tigt, berich­te­te Jür­gen Schäfer.

Auf der lin­ken Sei­te hin­ter den hohen schma­len Bögen befin­det sich die sorg­fäl­tig restau­rier­te Mari­en­fi­gur aus dem 15. Jahr­hun­dert. Hier ist Raum für eine stil­le Andacht. Rechts neben dem Altar­raum passt sich die Orgel genau in die Räum­lich­keit ein. Das schö­ne Kir­chen­in­stru­ment stammt von der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de in Dort­mund Lanstrop.

„Seit Weih­nach­ten fin­den in St. Kon­rad wie­der Mes­sen statt und wer­den von den Gemein­de­mit­glie­dern gut ange­kom­men“, freu­te sich der Dechant über die posi­ti­ve Reso­nanz der Gemein­de­mit­glie­der, die ein lan­ge Zeit des Wan­dels und der Ver­än­de­run­gen durch­lau­fen haben.

Die Kapel­le im Turm sind über den Zwi­schen­bau mit den mul­ti­funk­tio­na­len Gemein­de­räu­me im Neu­bau ver­bun­den. An die Sakris­tei mit prak­ti­schen Schrank­ein­bau­ten für Mess­ge­wän­der etc. schließt sich der Gemein­de­saal für Sit­zun­gen und Ver­an­stal­tun­gen etc. an. Die rück­wär­ti­ge Wand lässt sich zum räum­li­chen Gegen­stück auf Sei­ten der Zen­tral­ren­dan­tur öff­nen, sodass bei Bedarf auch grö­ße­re Teil­neh­mer­zah­len mög­lich sind. Die Sit­zungs­räu­me sind mit Bild­schirm­tech­nik aus­ge­rüs­tet, WLAN wird in die­sen Tagen installiert.

Ein Blick in die Sakris­tei im Neu­bau der Zen­tral­ren­dan­tur. Foto: Gaby Brüggemann

Alle Räu­me und Sani­tär­an­la­gen inklu­si­ve Behin­der­ten-WC mit Dusche sind bar­rie­re­frei, ein Auf­zug erspart bei Bedarf das Trep­pen­stei­gen. Vor dem Neu­bau führt einen Ram­pe zum Ein­gang hin­auf. Im Kel­ler gibt es neben der Haus­tech­nik einen wei­te­ren Raum für die kirch­li­che Grup­pen, die hier ihre Mate­ria­li­en geson­dert ver­wah­ren kön­nen. Sind die Abriss­ar­bei­ten am Bru­der-Kon­rad-Haus erle­digt, soll ein Gesamt­ent­wurf für die Gestal­tung der Außen­an­la­gen her.

Die Platt­form über den Ein­gangs­stu­fen und die Flä­che davor eige­nen sich übri­gens sehr gut, um gera­de in Coro­na-Zei­ten auch drau­ßen die Mes­se zu fei­ern kön­nen, hob der Dechant her­vor und bilan­zier­te: „Wir haben alles, was wir brauchen.“

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