Zum wahrscheinlich ersten Mal in der Geschichte wurde der Turm der Kirche St. Christophorus von innen beleuchtet. Foto: Wagner
Nach dem harten Lockdown werden auch die Kirchen in Werne Veränderungen an ihrem Programm zu Weihnachten vornehmen. Foto: Wagner
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Update, 16.12.2020, 14 Uhr

Werne. Wie zuvor von WERNEplus berichtet sagt die katholische Pfarrgemeinde St. Christophorus alle Krippenfeiern ab. Auch die geplante Open-Air-Christmette auf dem Kirchplatz der Pfarrkirche wird gestrichen. Das teilte Dechant Jürgen Schäfer soeben mit.

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Statt der Krippenspiele erweitert die Gemeinde das Angebot für Familien, sich auf einem Krippenweg interaktiv die Weihnachtsgeschichte zu erschließen – mit dem Friedenslicht aus Bethlehem. In allen Kirchen (Ausnahmen: St. Konrad und Horst) ist der Krippenweg von 14 bis 17 Uhr am Heiligen Abend (24. Dezember) erlebbar. Zudem stehen Seelsorger für Gespräche zur Verfügung und sprechen den Weihnachtssegen.

Die Christmetten der katholischen und evangelischen Kirche, die nacheinander auf dem Kirchplatz vor St. Christophorus stattfinden sollten, wurden abgesagt. Draußen findet eine Christmette nur vor St. Konrad (17 Uhr) statt, weitere werden zur gleichen Zeit in der Marienkapelle Horst und in der Kirche St. Sophia gefeiert. Um 18 Uhr beginnen Christmetten in St. Christophorus, Maria Frieden und St. Johannes und um 18.30 Uhr in St. Sophia sowie in der Marienkapelle. In St. Johannes ist zudem auch um 22 Uhr Christmette, die Kapuziner feiern die Ucht in der Pfarrkirche zur gleichen Zeit. „Die Messen werden sehr kurz gehalten. Gemeindegesang ist nicht erlaubt. Aber die Orgel wird gespielt“, sagte Pfarrdechant Schäfer. Im Bistum Münster war zuletzt das Singen noch zulässig, jetzt nicht mehr.

Ins Internet gestreamt werden die Christmette in St. Christophorus am 24. Dezember um 18 Uhr sowie das Hochamt am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag (25./26. Dezember) jeweils um 11.15 Uhr.

„Wir sind froh, in dieser besonderen Zeit überhaupt offen haben zu dürfen“, so Schäfer abschließend mit dem Hinweis, dass ab Donnerstag (17. Dezember) die Anmeldungen entgegen genommen werden, telefonisch im Pfarrbüro oder über die Internetseite der Gemeinde. Zu folgenden Messen am Heiligen Abend sind Anmeldungen erforderlich: St. Christophorus (18 Uhr), Maria Frieden (18 Uhr), St. Johannes (18 Uhr), St. Sophia (17 Uhr und 18.30 Uhr), Horst (17 und 18.30 Uhr).

An den beiden Weihnachtstagen sind Festmessen um 8.45 Uhr in Maria Frieden, 9 Uhr in Horst, 9.30 Uhr in St. Johannes, 10.30 Uhr in Maria Frieden, St. Konrad und St. Sophie sowie um 11.15 Uhr in der Pfarrkirche St. Christophorus. Hier ist keine Anmeldung erforderlich. Vom 24. bis 27. Dezember sind alle Kirchen zudem bis 20 Uhr geöffnet.

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat am 15. Dezember ihren Kirchengemeinden empfohlen, auf Präsenzgottesdienste bis zum 10. Januar zu verzichten. Demnach bietet die Evangelische Kirchengemeinde ausschließlich Online-Gottesdienste an. Mehr dazu hier.

Ursprüngliche Meldung

Werne. Vor knapp einer Woche stellten die katholische Pfarrgemeinde St. Christophorus und die evangelische Kirchengemeinde Werne ihre Angebote an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen vor. Doch der harte Lockdown, der seit diesem Mittwoch (16. Dezember) gilt, macht auch vor der Kirche nicht Halt.

Ab 12 Uhr informiert Pfarrdechant Jürgen Schäfer die Presse über Änderungen im Weihnachtsprogramm. Bereits sicher ist nach Informationen von WERNEplus, dass die vorgesehenen Krippenspiele vor St. Konrad, Maria Frieden und auf dem Sportplatz in Stockum nicht stattfinden. „In diesen Zeiten wäre es als Kirche das falsche Zeichen, die Krippenspiele wie geplant durchzuführen“, berichtete Pastoralreferentin Maria Thiemann. Eine Probe hat schon stattgefunden, bei einigen Kommunionskinder, die in die Rollen von Maria, Josef, Hirten, Engel und Co. schlüpfen sollten, flossen die Tränen. „Es geht aber leider nicht anders“, so Thiemann.

Nach Informationen aus dem Generalvikariat für das Bistum Münster dürften auch die Open-Air-Gottesdienste vor den Kirchen auf der Kippe stehen. Auch die Sternsinger-Aktion sei unter diesen Voraussetzungen nicht durchführbar, solle möglichst digital stattfinden.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer berichtet am Mittwochmittag ausführlich über die Änderungen und was möglich bleiben wird. Auch die evangelische Kirchengemeinde hat für heute (16. Dezember) eine Update ihrer Weihnachtsplanungen angekündigt.

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