Da auf dem Gelände der Wiehagenschule keine Doppelturnhalle mehr gewünscht wird, soll die Bestandshalle mit Fördermitteln umfassend saniert werden. Foto: Wagner
Da auf dem Gelände der Wiehagenschule keine Doppelturnhalle mehr gewünscht wird, soll die Bestandshalle mit Fördermitteln umfassend saniert werden. Foto: Wagner
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Werne. Im Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne (KBW) setzten die Mitglieder am Dienstag Prioritäten für Werner Projekte, als es um Mittel für die Förderung von Sportstätten ging, also welche Maßnahme – bei einer Förderung von 90 Prozent – für das Jahr 2021 ins Rennen geschickt wird.

Ein Blick in die Nachbarschaft verrät: Ascheberg erhielt beispielsweise 119.000 Euro zur Modernisierung der Sportstätten an der Nordkirchener Straße, Coesfeld 569.000 Euro für die Modernisierung der Dreifachturnhalle des Schulzentrums Coesfed und Fröndenberg 913.000 Euro zur Aufwertung des Graf-Adolf-Stadion zu einem öffentlichen Sportpark. Die Stadt Werne ging mit der anvisierten Sanierung der Sporthalle an der Horster Straße (ehemaliger Standort der Wiehagenschule) in der ersten Runde des NRW-Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten dagegen leer aus.

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Nach den neuen Beratungen entschieden sich die Ausschussmitglieder letztlich bei drei Enthaltungen der SPD-Fraktion für den Vorschlag der Verwaltung, diesmal der Sporthalle an der Stockumer Straße (neuer Standort der Wiehagenschule) den Vorrang zu geben. Durch die Kombination von Schul- und Vereinssport verspreche sich KBW-Leiter Frank Adamietz größere Chancen auf die Förderzusage. Jede Stadt habe die Möglichkeit, mehrere Projekte zu beantragen, müsse dabei aber auch Prioritäten setzen. Schließlich beschloss der Ausschuss, der Halle an der Horster Straße an Position zwei eine erneute Chance zu geben. Die Priorität liegt aber am aktuellen Schulstandort.

„Wir unterstützen beide Anträge mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Priorisierung. Wenn wir zwei Maßnahmen ins Rennen schicken, vielleicht steigen dann die Chancen, wenigstens eine realisieren zu können“, meinte FDP-Chef Artur Reichert. Uta Leisentritt (CDU) pflichtete ihm bei: „Wir haben immer diesen Standort favorisiert, hier sind Schüler vor Ort.“ Ebenso argumentierte Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen), der aber die Halle an der Horster Straße nicht gänzlich fallen lassen wollte: „Die sollten wir mit aufnehmen. Wer weiß, vielleicht haben wir wieder Glück und beide Vorhaben werden gefördert.“ Die SPD um den Ausschussvorsitzenden Lars Hübchen wollte sich auf den Standort Horster Straße beschränken.

Planungen für Outdoor-Park noch in der Anfangsphase

Der SPD-Antrag für die Errichtung eines Outdoor-Sportparks am Rande des Stadtwaldes stieß auf große Zustimmung aller Parteien. Die Absicht, dieses Projekt auch noch für die nächste Investitionspakt-Bewillingsphase anzumelden, bereitete KBW-Leiter Frank Adamietz Schwierigkeiten. „Die Maßnahme an sich wird positiv bewertet, zeitlich ist es aber nicht mehr zu schaffen“, verwies er auf die Antragsfrist 15. Januar 2021. „Das kriegen wir nie und nimmer bis zu diesem Zeitpunkt geregelt. Wir brauchen mehr Details über Kosten, Ausstattung und Platzierung der Anlage“, stimmte Artur Reichert der Verwaltung zu.

Sportdezernent Alexander Ruhe versicherte, „nun die ersten Schritte einzuleiten und ein ausgereiftes Konzept unter Beteiligung der Sportvereine vorzulegen“, allerdings nicht mehr bis zur geforderten Frist. Da das Förderprogramm noch bis 2024 laufe, schlug Ruhe vor, den Outdoor-Park zum 30. September 2021 ins Rennen zu schicken. Die SPD stimmte diesem Vorschlag zu.

Damit hofft die Stadt Werne, bei der nächsten Vergabe der Fördermittel berücksichtigt zu werden. Priorität eins genießt die Turnhalle an der Stockumer Straße mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro. An zweiter Stelle rückt der zuletzt gescheiterte Antrag zur Sanierung der Halle an der Horster Straße.

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