Dienstag, September 27, 2022

Fördermittel: Turnhalle an der Stockumer Straße nun erste Wahl

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Wer­ne. Im Betriebs­aus­schuss des Kom­mu­nal­be­triebs Wer­ne (KBW) setz­ten die Mit­glie­der am Diens­tag Prio­ri­tä­ten für Wer­ner Pro­jek­te, als es um Mit­tel für die För­de­rung von Sport­stät­ten ging, also wel­che Maß­nah­me – bei einer För­de­rung von 90 Pro­zent – für das Jahr 2021 ins Ren­nen geschickt wird.

Ein Blick in die Nach­bar­schaft ver­rät: Asche­berg erhielt bei­spiels­wei­se 119.000 Euro zur Moder­ni­sie­rung der Sport­stät­ten an der Nord­kir­che­ner Stra­ße, Coes­feld 569.000 Euro für die Moder­ni­sie­rung der Drei­fach­turn­hal­le des Schul­zen­trums Coes­fed und Frön­den­berg 913.000 Euro zur Auf­wer­tung des Graf-Adolf-Sta­di­on zu einem öffent­li­chen Sport­park. Die Stadt Wer­ne ging mit der anvi­sier­ten Sanie­rung der Sport­hal­le an der Hors­ter Stra­ße (ehe­ma­li­ger Stand­ort der Wie­ha­gen­schu­le) in der ers­ten Run­de des NRW-Inves­ti­ti­ons­pakts zur För­de­rung von Sport­stät­ten dage­gen leer aus.

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Nach den neu­en Bera­tun­gen ent­schie­den sich die Aus­schuss­mit­glie­der letzt­lich bei drei Ent­hal­tun­gen der SPD-Frak­ti­on für den Vor­schlag der Ver­wal­tung, dies­mal der Sport­hal­le an der Sto­cku­mer Stra­ße (neu­er Stand­ort der Wie­ha­gen­schu­le) den Vor­rang zu geben. Durch die Kom­bi­na­ti­on von Schul- und Ver­eins­sport ver­spre­che sich KBW-Lei­ter Frank Ada­mietz grö­ße­re Chan­cen auf die För­der­zu­sa­ge. Jede Stadt habe die Mög­lich­keit, meh­re­re Pro­jek­te zu bean­tra­gen, müs­se dabei aber auch Prio­ri­tä­ten set­zen. Schließ­lich beschloss der Aus­schuss, der Hal­le an der Hors­ter Stra­ße an Posi­ti­on zwei eine erneu­te Chan­ce zu geben. Die Prio­ri­tät liegt aber am aktu­el­len Schulstandort.

„Wir unter­stüt­zen bei­de Anträ­ge mit der von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­ge­nen Prio­ri­sie­rung. Wenn wir zwei Maß­nah­men ins Ren­nen schi­cken, viel­leicht stei­gen dann die Chan­cen, wenigs­tens eine rea­li­sie­ren zu kön­nen”, mein­te FDP-Chef Artur Rei­chert. Uta Lei­sen­tritt (CDU) pflich­te­te ihm bei: „Wir haben immer die­sen Stand­ort favo­ri­siert, hier sind Schü­ler vor Ort.” Eben­so argu­men­tier­te Klaus Schlü­ter (Bünd­nis 90/Die Grü­nen), der aber die Hal­le an der Hors­ter Stra­ße nicht gänz­lich fal­len las­sen woll­te: „Die soll­ten wir mit auf­neh­men. Wer weiß, viel­leicht haben wir wie­der Glück und bei­de Vor­ha­ben wer­den geför­dert.” Die SPD um den Aus­schuss­vor­sit­zen­den Lars Hüb­chen woll­te sich auf den Stand­ort Hors­ter Stra­ße beschränken.

Pla­nun­gen für Out­door-Park noch in der Anfangsphase

Der SPD-Antrag für die Errich­tung eines Out­door-Sport­parks am Ran­de des Stadt­wal­des stieß auf gro­ße Zustim­mung aller Par­tei­en. Die Absicht, die­ses Pro­jekt auch noch für die nächs­te Inves­ti­ti­ons­pakt-Bewil­lings­pha­se anzu­mel­den, berei­te­te KBW-Lei­ter Frank Ada­mietz Schwie­rig­kei­ten. „Die Maß­nah­me an sich wird posi­tiv bewer­tet, zeit­lich ist es aber nicht mehr zu schaf­fen”, ver­wies er auf die Antrags­frist 15. Janu­ar 2021. „Das krie­gen wir nie und nim­mer bis zu die­sem Zeit­punkt gere­gelt. Wir brau­chen mehr Details über Kos­ten, Aus­stat­tung und Plat­zie­rung der Anla­ge”, stimm­te Artur Rei­chert der Ver­wal­tung zu.

Sport­de­zer­nent Alex­an­der Ruhe ver­si­cher­te, „nun die ers­ten Schrit­te ein­zu­lei­ten und ein aus­ge­reif­tes Kon­zept unter Betei­li­gung der Sport­ver­ei­ne vor­zu­le­gen”, aller­dings nicht mehr bis zur gefor­der­ten Frist. Da das För­der­pro­gramm noch bis 2024 lau­fe, schlug Ruhe vor, den Out­door-Park zum 30. Sep­tem­ber 2021 ins Ren­nen zu schi­cken. Die SPD stimm­te die­sem Vor­schlag zu.

Damit hofft die Stadt Wer­ne, bei der nächs­ten Ver­ga­be der För­der­mit­tel berück­sich­tigt zu wer­den. Prio­ri­tät eins genießt die Turn­hal­le an der Sto­cku­mer Stra­ße mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von rund 1,2 Mil­lio­nen Euro. An zwei­ter Stel­le rückt der zuletzt geschei­ter­te Antrag zur Sanie­rung der Hal­le an der Hors­ter Straße.

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