Die Einfachturnhalle an der Stockumer Straße sowie das Gelände mit Soccerfeld, Klettergerüsten und Sandspielkasten sollen bleiben. Der Bau einer Doppelturnhalle am neuen Standort der Wiehagenschule ist damit wohl vom Tisch. Foto: Wagner
Die Einfachturnhalle an der Stockumer Straße sowie das Gelände mit Soccerfeld, Klettergerüsten und Sandspielkasten sollen bleiben. Der Bau einer neuen Zweifach-Turnhalle könnte auf dem geplanten Wohngebiet gegenüber entstehen, schlägt die SPD nun vor. Foto: Wagner
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Werne. Für den Investitionspakt Sportstättenförderung hatte die Stadt Werne für das Jahr 2020 die Sanierung der Turnhalle an der Horster Straße (ehemaliger Standort der Wiehagenschule) in das Antragsverfahren gebracht. Die Hoffnung auf eine hundertprozentige Förderung zerschlug sich. Vom NRW-Bauministerium gab es eine Absage. Im Betriebsausschuss für den Kommunalbetrieb Werne (KBW) fällt am Dienstag, 8. Dezember, die Entscheidung, welche Maßnahme 2021 ins Rennen geschickt wird. Es könnte die Turnhalle an der Stockumer Straße (neuer Standort der Wiehagenschule) sein oder der zweite Versuch mit der Halle an der Horster Straße. Hier steht eine 90-prozentige Förderung im Raum. Bis zum 15. Januar 2021 muss beantragt werden.

Der neue Vorschlag der Verwaltung fokussiert sich also erneut auf eine Hallensanierung. Dem liegt eine Neuausrichtung der Wiehagenschule zugrunde. Denn Schulleitung und Lehrerschaft haben sich entschieden, dauerhaft den Schulbedarf mit der Bestandshalle auf dem Schulgelände sowie der fußläufig zu erreichenden Barbara-Turnhalle zu decken. Damit scheint die angedachte Lösung einer Doppelhalle auf dem Schulgelände vom Tisch. Vielmehr solle die Bestandshalle grundlegend saniert und damit der Außenbereich uneingeschränkt weitergenutzt werden, heißt es aus Schulleitung und Lehrerschaft.

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Nicola Buschkotte, Leiterin der Wiehagenschule, informierte dazu bereits in einem Elternbrief und spricht heute (8. Dezember) vor den Ausschussmitgliedern: „Wir haben die Entscheidung aus allen Blickwinkeln beleuchtet und sind einhellig zu dem Ergebnis gekommen, dass wir hier vor Ort eine Einfachturnhalle bevorzugen.“ Hintergrund ist, dass man beim Bau einer Doppelhalle „den wunderschön hergerichteten Schulhof, insbesondere den Teil hinter der Turnhalle“ verlieren würde. Die gesamte Spielfläche hinter der existierenden Turnhalle mit Soccerfeld, Klettergerüsten, Sandspielkasten und Tunnelgelände wolle die Schule nicht aufgeben.

Die Bedarfe an der Halle sind folgende: Erneuerung der Unterdecke (einschließlich Beleuchtung), Austausch der Lüftungsanlage, Änderung des Heizsystems, Umbau der Duschen, Erneuerung der Fassadenverglasung und Einbau einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage. Die Kosten sind noch nicht abschließend ermittelt. „Wir gehen aber in etwa von 1,2 Millionen Euro aus“, so KBW-Leiter Frank Adamietz auf Anfrage von WERNEplus.

Weiterer Vorteil dieser Maßnahme: Übertragbare Antragsunterlagen zur technischen Sanierung liegen mit den baugleichen Hallen an der Uhlandschule und an der Horster Straße bereits vor und könnten fristgerecht aufbereitet werden, heißt es weiter in der Vorlage.

Vor einigen Wochen fand auch die Besichtigung der Außensportanlagen statt. Das Konzept des Werner Sport-Clubs 2000 e.V., das Sportzentrum Lindert zu erweitern, wurde zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund von „offenkundiger Klärungsbedarfe sowie erbetener Hinzuziehung der weiteren Nutzergruppen der Außensportanlagen“ nicht berücksichtigt.

Die Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Schule soll im Jahr 2021 mit Fördermitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz saniert werden.

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