Der Kunstrasenanlage im Lindert ist voll ausgelastet. Foto: Kreativshooting/Thomas Schütte
Der Kunstrasenanlage im Lindert ist voll ausgelastet. Foto: Kreativshooting/Thomas Schütte
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Werne. Der Werner SC möchte der Stadt bis Ende des Jahres ein Konzept zur Ausweitung der Sportanlage im Lindert vorstellen. Das Ziel: mehr Kapazitäten für die Fußballmannschaften – und damit vielleicht keine mehr für den TV Werne Hockey, der ebenfalls im Lindert zuhause ist.

„Wir sind mit unseren über 300 Jugendspielern an unsere Grenze angelangt. Eine ausgeweitete Anlage würde uns den Druck nehmen“, sagt Oliver Grewe, Vorsitzender des Werner SC. Um diese Ausweitung zu erreichen, sieht er im Moment nur einen Ausweg: „Die Hockeymannschaften müssten in Zukunft im Sportzentrum Dahl trainieren.” Dort entsteht im Mai/Juni 2021 eine weitere Kunstrasenanlage.

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Jeden Freitag zwischen April und Oktober trainieren rund 120 aktive Mitglieder des TV Werne Hockey auf den Hockeyfeldern im Lindert. „Wir haben dort zwei große Tore, passende Hockeylinien und einen kürzeren Rasen“, erklärt Jugendwart und Herrenspieler Alexander Osterkemper. Auch spezielle Container stehen dort für die Hockeyspieler bereit. Ein Umzug würde bedeuten, der Verein müsste neue Materialien anschaffen. „Soweit ich weiß, ist im Dahl ein Langflor-Platz geplant, die Hockeylinien gibt es dort nur auf einem Kleinfeld“, so Osterkemper. Das bestätigt Norbert Hölscher vom Sportamt auf Anfrage von WERNEplus. Die Senioren- und älteren Jugendteams der Hockeyspieler benötigen aber ein Großfeld – und das wird es für sie im Sportzentrum Dahl (zunächst) eben nicht geben.

Dass der TV Werne seine Heimat nicht aufgeben will, kann Grewe gut verstehen. Vor allem, weil die Mannschaften von November bis März auch in der Lindert-Sporthalle trainieren. „Es ist nur so, dass wir mit unseren 25 Mannschaften nicht umziehen könnten. Aber es gibt nur etwa zwölf Hockeymannschaften. So wären auf beiden Anlagen etwa gleich viele Spieler“, sagt der WSC-Vorsitzende.

Zu den Wünschen des Werner SC gehört auch eine Aufwertung des Sportplatzes. Ob und wie viele Fördergelder der Verein nach Abgabe des Konzepts erhält, entscheidet der Sportausschuss. „Das Ganze kann zwei bis drei Jahre dauern. Aber die Anlage ist aus den 80er Jahren, da gibt es Renovierungsbedarf“, ist sich Oliver Grewe sicher. Rund um den Kunstrasenplatz, fast auf den Tag genau zehn Jahre alt, gebe es auch grundlegende Mängel, wie der Werner SC der Stadt Werne mitgeteilt hat. Diese hat bereits Handwerker informiert, die sich in der nächsten Zeit um eine neue Beleuchtungs- und Heiztechnik, sowie kaputte Tür- und Fensterklinken kümmern sollen.

Das Konzept, das den Umzug des TV Werne enthalten soll, wird der Stadt bis Ende des Jahres übermittelt. Norbert Hölscher vom Sportamt der Stadt Werne ist sich sicher: „Die Veränderungen stehen noch ganz am Anfang. Die Stadt wartet noch auf Konkretisierungen der Wünsche des Vereins, bevor überhaupt etwas entschieden werden kann. Wir werden aber den Blick für alle behalten und können keinem Verein die Grundlage wegnehmen.“

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