Der Stadtwald Werne ist vor allem bei Sportlern beliebt, die nicht in Vereinen organisiert sind. Foto: Wagner
Der Stadtwald Werne ist vor allem bei Sportlern beliebt, die nicht in Vereinen organisiert sind. Foto: Wagner
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Werne. Die SPD-Fraktion beabsichtigt, dass auch Breitensportler und nicht in einem Verein organisierte Sportler ein breites und attraktives Angebot an Sportstätten vorfinden. Deshalb möchte sie einen Outdoor-Sportpark am Stadtwald errichten und kündigt einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Betriebsausschusses KBW an, mit dem sie die Verwaltung damit beauftragen will, einen geeigneten Standort zu bestimmen, die Anlage zu planen, Zuschüsse zu beantragen und anschließend zu realisieren.

Der Stadtwald ist bei Sportlern als sehr beliebt. Täglich kann man Läufer antreffen, die dort trainieren. Dabei wird der Stadtwald als Sportstätte gerade von Menschen genutzt, die lieber unabhängig von einem Verein und festen Zeiten trainieren. In Zeiten der Coronapandemie meist allein oder zu zweit; in besseren Zeiten auch in ganzen Gruppen und Lauftreffs. Die SPD-Fraktion will das Angebot für diese Sportler und Sportlerinnen erweitern und dabei an eine Tradition anknüpfen, die vor 50 Jahren ihren Ursprung nahm.

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Damals wurden überall in Deutschland Trimm-dich-Pfade eingerichtet, so auch im Werner Stadtwald. Nach vielen Jahren der Nutzung wurden die aus Holz gebauten Geräte schadhaft und wurden nach und nach abgebaut. „Unter anderen Vorzeichen und mit anderen Inhalten kommt der Trend, draußen Sport zu treiben, seit einigen Jahren als Outdoor-Fitness zurück“, erläutert Dirk Pohl, sportpolitischer Sprecher der SPD. Aber die modernen Trimm-dich-Pfade heißen nicht nur anders, sie sehen auch anders aus. Sie stehen nicht vereinzelt im Wald, sondern als Outdoor-Fitnesspark auf einem Platz. Wurden auf den alten Pfaden stets Ausdauer und Kraft zusammen trainiert, wird nun gezielter und effizienter geübt.

„Entscheidend ist eigentlich nur, dass die richtigen Stangen da sind, nicht zu dick, nicht zu hoch. Dann lässt sich im Grunde fast jede Übung aus dem Fitnessstudio mit dem eigenen Körpergewicht nachahmen“, meint Dirk Pohl. Die Corona-Pandemie verleihe dem Trend noch einen Extraschub. Denn viele suchen nach Möglichkeiten, im Freien zu trainieren. „Die SPD-Fraktion will, dass auch die Bürgerinnen und Bürger in Werne einen Ort haben, wo sie draußen an frischer Luft verschiedene Stationen mit Übungen zu Ausdauer, Kräftigung und Stabilisation vorfinden“, erklärt Dörte Oesterschulze, Sprecherin im Kommunalbetriebsausschuss. Am Stadtwald ließe sich so eine Fläche schaffen. Wer jetzt schon dort läuft, wird die Ausweitung der Trainingsmöglichkeiten begrüßen. Nördlich des St. Christophorus-Krankenhauses wäre z.B. ein guter Platz. Die Physiotherapie des Krankenhauses könnte den Platz ebenfalls gut verwenden.

Finanziert werden soll die Maßnahme im Wesentlichen mithilfe von Fördergeldern. Die Landesregierung NRW hat das Programm Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung aufgelegt. Damit fördert es Kommunen, die Sportstätten sanieren oder neu schaffen. Für das Programmjahr 2020 waren Mittel aus dem Programm für eine Sanierung der Turnhalle an der Horster Straße (ehemaliger Standort der Wiehagenschule) beantragt worden. Aus Sicht der SPD-Fraktion sollte für das Programmjahr 2021 eine Anmeldung für den Outdoor-Fitnesspark erfolgen, und zwar zusätzlich zu von der Verwaltung bereits vorgeschlagenen Maßnahmen im Bereich von Sanierungsmaßnahmen im Turnhallenbereich. Einen entsprechenden Antrag wird die SPD für die nächste Sitzung des Kommunalbetriebsausschusses stellen, der am 8. Dezember über die Maßnahmenbestimmung für den Förderantrag entscheidet.

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