Ein Corona-Schnelltest für Schulklassen könnte eine mögliche Quarantäne für negative getestete Kontaktpersonen abkürzen. Darüber informierte Dezernent Alexander Ruhe im Schul- und Sportausschuss. Foto: Volkmer
Ein Corona-Schnelltest für Schulklassen könnte eine mögliche Quarantäne für negative getestete Kontaktpersonen abkürzen. Darüber informierte Dezernent Alexander Ruhe im Schul- und Sportausschuss. Foto: Volkmer
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Werne. Im Ausschuss für Schule und Sport berichtete am Dienstag der zuständige Dezernent Alexander Ruhe über die aktuelle Situation an den städtischen Schulen in Bezug auf die Corona-Pandemie. „Wir bemerken eine verantwortungsvolle Elternschaft, eine aufgeräumte Situation“, gab Ruhe seinen Eindruck wieder.

Der Schuldezernent berichtete bei einer Zahl von 2.453 Mädchen und Jungen an den städtischen Schulen über insgesamt acht Coronafälle nach Ausbruch der Pandemie, vier sind aktuell noch mit SARS-CoV-2 infiziert. Das seien 0,3 Prozent. Hubertus Steiner, Leiter der Marga-Spiegel-Schule, erklärte, dass es sich bei der zunächst positiv getesteten Lehrerin an seiner Sekundarschule um einen Fehltest gehandelt habe. Uta Leisentritt (CDU) regte an, auch die Zahlen des bischöflichen St. Christophorus Gymnasiums mit in diese Statistik auf zu nehmen. Dort sind seit dem Frühjahr insgesamt drei Fälle bei 725 SchülerInnen registriert worden, berichtet GSC-Schulleiter Thorsten Schröer auf Nachfrage von WERNEplus am Mittwoch. Das Berufskolleg Werne verzeichnete noch keinen Coronafall.

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„Infektionen lassen sich nicht verhindern und es werden weitere Fälle hinzukommen“, prophezeite Alexander Ruhe. Dennoch würden die Hygienekonzepte funktionieren, da zwischen den positiv Getesteten keine Zusammenhänge bestanden hätten. Er nannte als Beispiel die drei Coronafälle am Anne-Frank-Gymnasium, die in jeweils unterschiedlichen Stufen festgestellt wurden.

Lernen auf Distanz – Endgeräte sollen im Dezember kommen

303 Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler sowie 220 für die Lehrkäfte seien bestellt und werden im Dezember erwartet, teilte Alexander Ruhe außerdem mit. Am Anne-Frank-Gymnasium sei bislang noch nicht die Q2 mit iPads ausgestattet worden, das werde im Zuge des Förderprogramms jetzt nachgeholt. Die 54 AFG-Lehrkräfte kommen in den Genuss eines Dienstgerätes, hatten sie sich zuvor das iPad privat angeschafft.

Gestaffelter Unterrichtsbeginn könnte kommen

Mit Blick auf die am Mittwoch zu erwartenden verschärften Corona-Beschränkungen durch die Länder-Chefs und Kanzlerin Merkel rechnet der Dezernent mit schulfreien Tagen am 21. und 22. Dezember. Klausuren dürften in diesem Zeitraum aber geschrieben werden. Eine Notbetreuung für die Klassen eins bis sechs werde eingerichtet. „Hier gilt wegen der Durchmischung eine durchgängige Maskenpflicht – auch im Primarbereich“, erläuterte Ruhe, der auch mit einer Entzerrung des Schulbeginns (Start zwischen 7 und 9 Uhr) rechnet. „Das ist die nächste organisatorische Herausforderung für unsere Schulen“, so der Dezernent weiter. Im Gespräch sei am Mittwoch auch eine Neu-Regelung der Quarantäne. So müsste bei einem positiven Coronafall die gesamte Klasse in Quarantäne, die bei einem negativen Schnelltest aber bereits nach fünf Tagen enden könnte. „Die Lage bleibt dynamisch. Wir warten die Beschlüsse der Politik ab“, meinte Alexander Ruhe.

Im Gegensatz zu Ausschussmitgliedern habe das Schuldezernent keine Informationen über unzureichenden Vorsichtsmaßnahmen in den Schulbussen. Ruhe bat darum, mit konkreten Anliegen an das Schulamt heranzutreten. Und letztlich wurde im Ausschuss der Sportunterricht in den Turnhallen während der Pandemie kritisch gesehen.

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