Mitte Juni wird Impfstoff für Geflüchtete, die in Übergangswohnheimen in Werne wohnen, in der Linderthalle bereit gestellt. Die Vorbereitungen für die Aktionen laufen derzeit im Team Asyl. Foto: Volkmer
Am 13. Juni wird Impfstoff für Geflüchtete, die in Übergangswohnheimen in Werne leben, in der Linderthalle bereit gestellt. Die Vorbereitungen für die Aktionen laufen derzeit im Team Asyl. Foto: Volkmer
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Werne. Bewohner/innen von Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen gehören nach den bundeseinheitlichen Regeln in Sachen Impfungen zur Priorisierungsgruppe 2 mit hoher Dringlichkeit. In Werne wird nun eine Aktion für diesen Personenkreis vorbereitet.

Sieben größere städtische Unterkünfte gibt es noch in der Lippestadt, unter anderem das ehemalige Möbelhaus Reuter-Tönies an der Burgstraße und die Containeranlage am Sportzentrum Lindert. 121 Geflüchtete leben derzeit in diesen Übergangswohnheimen, berichtete Dezernent Frank Gründken am Mittwoch (19. Mai) im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion. Der Termin für die Erstimpfung stehe auch fest: Es ist der 13. Juni, ein Sonntag.

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„Das Land NRW muss uns ‚grünes Licht‘ geben. Bislang war der Impfstoff nicht vorhanden“, so Gründken weiter. Nun ist er lieferbereit. Das Vakzine Moderna werde verimpft, berichtete Katja Disse aus dem Bereich Flüchtlingshilfen. Für die Aktion stehe das Impfzentrum in der Linderthalle zur Verfügung. „Wir hätten die Impfungen auch direkt in den Wohnheimen durchführen können, haben aber festgestellt, dass dort die hygienischen Voraussetzungen überwiegend nicht gewährleistet sind“, erläuterte der Dezernent.

Das Team Asyl bereitet die Impfaktion nun vor. Die Ehrenamtlichen der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge (AGF) helfen bei der Ansprache der Geflüchteten. „In den Unterkünften leben viele Menschen beengt unter einem Dach. Da ist das Risiko einer Ansteckung natürlich größer. Daher freuen wir uns, dass wir die Impfungen jetzt anbieten können“, sagte Katja Disse.

Im Ausschuss betonte Dezernent Frank Gründken, dass das Infektionsgeschehen in Werne seit Ausbruch der Pandemie sehr heterogen sei. Hotspots in städtischen Flüchtlingsunterkünften habe es bislang glücklicherweise nicht gegeben.

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