Zu einer „kleinen Festung
Einer „kleinen Festung" gleiche das Stadthaus, monierte Christian Thöne (FDP) in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsauschusses. Foto: Wagner
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Werne. Thema im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss waren auch die Mehraufwendungen im Verwaltungsservice aufgrund der Corona-Pandemie. Mit den zusätzlichen Kosten in Höhe von 150.000 Euro zeigten sich die Ausschussmitglieder einverstanden, nicht immer aber mit der Arbeit des Sicherheitsdienstes.

Die Verwaltung musste für die Gesundheitssicherstellung im laufenden Betrieb u.a. vermehrt Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe bestellt werden. Um eine Ausbreitung weiter zu umgehen, wurde der Bürgerverkehr im Stadthaus bekanntlich stark reduziert, sodass es  Bürgerinnen und Bürgern nur mit vorher vereinbartem Termin möglich ist, diesen im Stadthaus wahrzunehmen. Dies wurde und wird auch noch immer an der Eingangstür vom Sicherheitspersonal des BAK kontrolliert.

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„Das Stadthaus gleicht einer kleinen Festung, Bürgerinnen und Bürger werden durch den Sicherheitsdienst verschreckt”, berichtete Christian Thöne von der FDP. Bürgermeister Lothar Christ versicherte, dass ihm eine Lockerung der Regelungen am Herzen liege, machte aber auch klar: „Wenn zuviele Menschen gleichzeitig kommen, brauchen wir jemanden, der sagt: Stopp, wir schließen jetzt!” Willi Jasperneite (CDU) forderte dabei aber ein, „kundenfreundlich” und „höflich” zu sein. Lothar Christ versprach, die Kritik weiterzugeben.

Weiter mussten auch im Zusammenhang mit den stattgefundenen Wahlen die gestiegenen Sicherheitsvorkehrungen gegen eine Infektion eingehalten und umgesetzt werden, wodurch enorme Mehraufwendungen angefallen sind. Es mussten beispielsweise Plexiglasscheiben als Spuckschutz, aber auch weitere Desinfektionsmittel angeschafft werden. Diese nicht voraussehbaren Faktoren ließen und lassen die Kosten enorm in die Höhe steigen, heißt es weiter in der Vorlage. Um diese angefallenen Kosten zu decken aber auch um handlungsfähig zu bleiben, stimmte der Ausschuss der Bereitstellung von bis zu 150.000 Euro zu. Eine Deckung dieser Kosten erfolgt über Mehrerträge/Mehreinzahlungen bei der Gewerbesteuer.

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