Aus praktischen Gründen ist der Verein
Aus praktischen Gründen ist der Verein "Hilfe für Senegal" auf 25-Kilo-Säcke umgestiegen. Die einzelnen Familien erhalten aber weiterhin 50 Kilo Reis, um die Ernährung für rund vier Wochen zu sichern. Foto: Privat
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Lüdinghausen. „Die Reis-Aktion ist jetzt wichtiger denn je. Die Corona-Pandemie hat die arme Bevölkerung besonders getroffen.“ Kein Wunder, dass Gudula Gotzes, Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Senegal“, in diesem Jahr besonders nachdrücklich um Spenden für die Aktion „1.000 Sack Reis für 1.000 Familien“ wirbt. In der Tat: Die Einschränkungen der Bevölkerung aufgrund der Pandemie waren im Senegal besonders rigoros. Das führte letztlich zu großer wirtschaftlicher Not der „kleinen Leute“.

Diejenigen, die ohnehin schon am Hungertuch nagen, leben mittlerweile am Existenzminimum. Daher sei die humanitäre Aktion des Vereins, der ansonsten nachhaltige Entwicklungshilfe in Westafrika leistet, in diesem Jahr besonders wichtig, so die Vorsitzende des Vereins. Auf der anderen Seite sind dem Verein viele „Einnahmequellen” während der Corona-Pandemie weggebrochen. Beispielsweise fanden in diesem Jahr keine Sponsorenläufe statt. In der Vergangenheit führte auch das Anne-Frank-Gymnasium in Werne regelmäßig Sponsorenläufe durch, um damit die Arbeit von „Hilfe für Senegal” zu unterstützen.

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Die Verteilung der Reisspenden ist mit enormem Aufwand für den in Lüdinghausen ansässigen Verein verbunden. Normalerweise erfolgt die Verteilung der Spenden beim Frühjahrseinsatz des Vereins im Senegal. Ob diese Reise im kommenden Jahr stattfinden kann, steht angesichts von Corona noch in den Sternen.

Aber der Verein kann auf die Organisationstalente der vor Ort lebenden Mitarbeiter Cheikh Maba Mbengue sowie Assan Ndione zurückgreifen. Darüber hinaus sind die karitativen Organisationen und Sozialbehörden in diese Aktion eingebunden. „Die Logistik steht. Daher werden die Spenden auch ohne uns an die betroffenen Familien gelangen“, ist sich die Vorstandssprecherin sicher. Gesichert ist auch, dass die Familien der Schulpaten-Kinder eine Reisspende erhalten. Und: Mit der Aktion unterstützt „Hilfe für Senegal“ auch die dortige Landwirtschaft und den Handel, denn der Reis wird vor Ort eingekauft.

Für 35 Euro hat eine große Familie ausreichend Reis für etwa vier Wochen. Wer spenden will, kann diesen Betrag auf das Konto von „Hilfe für Senegal“ bei der Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE 69 4015 4530 0020 0417 29 überweisen. Weitere Informationen unter www.hilfe-fuer-senegal.de.

Der Verein macht gleichzeitig auf eine weitere Hilfsaktion aufmerksam: Es wird wieder Baby- und Kleinkinder-Bekleidung gesucht, die direkt über die Gesundheits- und Geburtshilfe-Stationen an die Mütter verteilt werden soll. Durch die Verteilung der Babykleidung will der Verein den Müttern einen zusätzlichen Anreiz geben, regelmäßig die Gesundheitsstationen mit ihren Kindern zu besuchen. Wer Babykleidung spenden kann, wird gebeten, mit „Hilfe für Senegal“ telefonisch unter 02591/7661 oder per E-Mail unter info@hilfe-fuer-senegal.de Kontakt aufzunehmen.

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