Am Sonntagabend waren Landwirte aus der Region mit ihren ungewohnt festlich geschmückten Landmaschinen unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ in Teilen von Kamen und Bergkamen unterwegs. Foto: Volkmer
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Kamen/Bergkamen. Leuchtende Kinderaugen und weihnachtlich leuchtende Traktoren: Am Sonntagabend waren Landwirte aus der Region mit ihren ungewohnt festlich geschmückten Landmaschinen unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ in Teilen von Kamen und Bergkamen unterwegs. Das sorgte bei den Zuschauern am Straßenrand für Begeisterung.

„Lasst die Hupen aus – heute ist Weihnachten und keine Demo“, gab der Kamener Landwirt Frank Bowinkel, den 38 Teilnehmern aus Hamm, Bergkamen, Bönen, Werne und Kamen kurz vor dem Start in Heeren-Werve noch mit auf den Weg. Er hatte die besondere Fahrt mit dem Untertitel „Wir bringen Euch zum Strahlen“ zusammen mit dem Pelkumer Landwirt Michael Köster vorbereitet.

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Die Verschönerung hatten die Landwirte mit viel Liebe zum Detail vorgenommen, so fanden sich Tannenbäume mit Lichterketten ebenso auf dem Gabelbaum wie Weihnachtsfiguren. Selbst die Radkappen leuchteten an vielen Fahrzeugen und auch für Weihnachtsmusik war gesorgt. Die Route wollten die Landwirte eigentlich geheim halten, weil es nicht zu großen Menschenansammlungen am Straßenrand kommen sollte. Das gelang offensichtlich nicht, denn schon beim Start wollten Hunderte sich das besondere Spektakel nicht entgehen lassen. Die Schaulustigen hielten aber Abstand, sodass die Aktion – im Gegensatz zu einem zeitgleich in Bochum stattfindenden Umzug – nicht durch die Polizei abgebrochen werden musste.

In Bergkamen rollte der Licht-Konvoi unter anderem über die Bamberg-, Landwehr- und Hüchstraße. „Wir konnten dieses Mal aus zeitlichen Gründen nicht jede Straße abfahren, aber die überwältigende Resonanz an der Straße und hinterher in den Sozialen Medien spricht dafür, eine solche Lichtertour im nächsten Jahr noch einmal in ähnlicher Weise zu wiederholen“, zog Landwirt Henrik Wortmann am Montag ein positives Fazit.

„Ein Funken Hoffnung“ hat auch einen ernsten Hintergrund. Mit der Aktion wollen die Landwirte auf die schlechte wirtschaftliche Lage auf vielen Höfen aufmerksam machen. Bekanntlich leiden viele Landwirte unter den niedrigen Erzeugerpreisen, die die Einzelhandelsketten für ihre Lebensmittel bezahlen.

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