Oliver Fromms Werkzyklus „Homeoffice“ beschäftigt sich mit der symbolträchtigen Wirkung des Sars-CoV-2-Virus‘. Foto: © Oliver Fromm
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In Zeiten der Corona-Pandemie ist auch den Kunstverein Werne e.V. gezwungen, die Ausstellungen im Stadthaus-Foyer Werne auf zunächst unbestimmte Zeit auszusetzen.

Doch COVID-19 kann der Kreativität der Kunstfreunde nichts anhaben. Die erste virtuelle Online-Ausstellung des Kunstverein Werne e.V. ging am 9. Mai an die digitale Öffentlichkeit. Aus aktuellem Anlass präsentieren sie Tusche-Zeichnungen des Hammer Künstlers Oliver Fromm.

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Sein Werkzyklus „Homeoffice“ beschäftigt sich mit der symbolträchtigen Wirkung dieses – von Weitem betrachtet – außerordentlich ästhetischen Virus.

Das Virus Sars-CoV-2 hat seinen Namen „Corona“ vom lateinischen Wort für Krone oder Kranz. CAD-Animationen, mit denen wir seit Monaten beballert werden, zeigen es deutlich: Da dockt eine Spezies mit ihren Proteinen an menschliche Körperzellen an und bringt es fertig, dass die Zellen des gesunden „Gegenübers“ Kopien des Virus bilden.

Oliver Fromm greift ironisch, sarkastisch und zynisch in genau diesen Verlauf der Informationsverarbeitung – oder soll man besser sagen: als Betrachter– mit Informationsumdeutung ein. Dabei verschwinden logischerweise die tatsächlichen Größenverhältnisse. Das Virus macht sich den Menschen untertan. Und seltsamerweise macht sich die Angst vor dem Virus auch die (nur noch) vermeintliche Freiheit untertan.

Die Ausstellung zeigt neben den Tuschezeichnungen von Oliver Fromm auch Videos, die wie ein Making-of einen Einblick in die Entstehung der Kunstwerke bieten.

Die Ausstellung findet man unter https://www.kunstverein-werne.de/galerie

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