Samstag, November 26, 2022

Spielplätze in Werne: Klettertürme halten Bauhof auf Trab

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Wer­ne. Auf dem Spiel­platz Fürstenhof/Schomberger Weg klafft eine häss­li­che Lücke. Die Turm­kom­bi­na­ti­on fehlt – einer von ins­ge­samt 39 Män­geln, die bei der Jah­res­haupt­in­spek­ti­on der Anla­gen fest­ge­stellt wurden.

„Die aus­ge­wie­se­nen Män­gel stel­len zur­zeit kei­ne aku­te kon­kre­te Gefähr­dung für den Spiel­be­trieb dar.” Zu die­sem Ergeb­nis kommt die Ver­wal­tung nach dem Bericht der qua­li­fi­zier­ten Spiel­platz­prü­fe­rin Syl­via Wel­zel, der in der nächs­ten Sit­zung des Jugend­hil­fe-Aus­schus­ses (03.11.2022) Poli­tik und Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wird.

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Einen beson­de­ren Blick rich­ten die Bau­hof­mit­ar­bei­ter auf die Turm­kom­bi­na­tio­nen; an sie­ben von ihnen gab es Män­gel, die durch eine Fir­ma beho­ben wur­den. Sie kön­nen schon wie­der bespielt wer­den, heißt es sinn­ge­mäß in der Vor­la­ge. Anders sieht es dage­gen am Nibe­lun­gen­ring und am Fürstenhof/Schomberger Weg aus, hier sei­en die Tür­me abge­rüs­tet worden. 

Seit dem Früh­jahr ver­mis­sen die Mäd­chen und Jun­gen im Wohn­ge­biet Fürs­ten­hof zwi­schen Lüt­ke­hei­de und Loh­stra­ße ihren Klet­ter­turm mit Rut­sche. „Mei­ne Toch­ter Romy ist ent­täuscht. Das High­light des Spiel­plat­zes fehlt jetzt schon sehr lan­ge, er hat deut­lich an Attrak­ti­vi­tät ein­ge­büßt”, klagt Vari­nia Sie­per­mann, die vor rund zwei Jah­ren in das Wohn­ge­biet gezo­gen ist. Vie­le wür­den aus­wei­chen und zur Anla­ge an der Jugend­hil­fe (ehe­ma­li­ges Fami­li­en­netz) fah­ren. „Aber für klei­ne­re Kin­der ist das kei­ne Opti­on”, sagt die 33-Jährige.

Ein neu­er Klet­ter­turm für den Spiel­platz am Fürs­ten­hof ist geplant. Foto: Wagner

„Der Klet­ter­turm war morsch. Aus die­sem Grun­de wur­de er ent­fernt”, bestä­tig­te Bau­hof-Mit­ar­bei­te­rin Moni­ka Bier­mann auf Anfra­ge von WERN­Eplus schon Ende Juli 2022 zu die­sem Spiel­platz. Nun ist klar: Ersatz ist unter­wegs. In Abstim­mung mit dem Pla­nungs­bü­ro UMOTO wird ein neu­er Spiel­turm instal­liert. Eine gute Nach­richt für Romy Sie­per­mann und die Nachbarskinder.

Van­da­lis­mus- und Kaninchenprobleme 

Sor­gen berei­tet dem städ­ti­schen Bau­hof die Spiel­flä­che am ehe­ma­li­gen Cen­ter an der Hor­ne. „Der Spiel­platz fällt immer wie­der durch Van­da­lis­mus und star­ke Ver­un­rei­ni­gun­gen mit Glas auf”, heißt es. Inzwi­schen wer­de die Anla­ge täg­lich kontrolliert.

Tie­ri­sche Stö­ren­frie­de erschwe­ren die Arbeit an den Bolz­plät­zen an der Water­fohr (Horst) und im Nie­land (Sto­ckum). „Dem Kanin­chen­pro­blem kann dau­er­haft nur durch eine mas­si­ve Zaun­an­la­ge mit einem in der Erde ein­ge­brach­ten Draht­zaun begeg­net wer­den. Für die bei­den Plät­ze sind dafür aber Mit­tel in einer Grö­ßen­ord­nung von jeweils min­des­tens 20.000 Euro anzu­set­zen”, steht in der Ver­wal­tungs­vor­la­ge. Bis­lang sei hier­von Abstand genom­men wor­den, da die Plät­ze durch den Bau­be­triebs­hof zur­zeit ent­spre­chend ver­kehrs­si­cher gehal­ten wer­den können.

Ab dem Frühjahr 2022 soll das Patenkonzept für Spielplätze in Werne umgesetzt werden. Foto: Volkmer
Der Spiel­platz am Hor­ne­cen­ter hat ein Van­da­lis­mus-Pro­blem. Foto: Volkmer

Gra­dier­werk-Spiel­platz zum The­ma „Salz und Kohle”

Im Rah­men der Spiel­platz­ent­wick­lungs­pla­nung soll die Neu­ge­stal­tung am Gra­dier­werk als Modell wir­ken. Auch hier ist das Büro UMOTO mit an Bord.

Zum The­ma „Salz und Koh­le“ lädt die Ver­wal­tung ein, Ideen zur Umset­zung bei­zu­tra­gen.
Neben der Ein­bin­dung der Boule-Spie­ler und Fami­li­en vor Ort, sei ein Ideen­wett­be­werb in den
Kitas sowie die Ein­bin­dung des Senio­ren- und Behin­der­ten­bei­ra­tes in Vor­be­rei­tung. Dar­über hin­aus fin­de eine Zusam­men­ar­beit mit dem Stadt­mu­se­um statt, um die Geschich­te der Sole als auch des Berg­baus in Wer­ne aufzugreifen. 

Das gan­ze Are­al wird bar­rie­re­frei zugäng­lich sein. Das The­ma „Inklu­si­on“ wird in den
Pla­nungs­pro­zess für das gesam­te Gelän­de ein­be­zo­gen. Der Spiel­platz rich­tet sich wie bis­her an
die Ent­wick­lungs­stu­fen 0–3 und 3–6 Jah­re, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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