Donnerstag, Mai 19, 2022

Sommer-Getreide wächst dank nasser Tage wieder wie gewünscht

Anzeige

Wer­ne. „Ein tro­cke­ner März erfreut des Bau­ern Herz“, lau­tet eine alte Bau­ern­re­gel. Tro­cken­heit und vor allen Din­gen Son­ne gab es im März reich­lich. Es folg­ten eine ganz Rei­he ziem­lich nas­ser Tage. Wie der Stand bei den Land­wir­ten der­zeit ist, und wie die Bevöl­ke­rung wie­der Bie­nen hel­fen kann, hat WERN­Eplus mit dem Vor­sit­zen­den des Land­wirt­schaft­li­chen Orts­ver­bands Wer­ne erörtert.

„Der war­me und tro­cke­ne März hat die Natur schon weit nach vor­ne gebracht“, erklärt Robert Schul­ze Kalt­hoff. Das bezieht sich nicht nur auf den Spar­gel, der an immer mehr Ecken zu bekom­men ist, son­dern auch auf das Wachs­tum von Getrei­de wie Som­mer­wei­zen und Som­mer­gers­te, für die die Zeit des schö­nen Wet­ters gut gewe­sen sei, so der Experte.

- Advertisement -

Ein ande­res Sprich­wort lau­tet „Ein nas­ser März ist Bau­ern­schmerz.“ Doch Regen gab es im drit­ten Monat des Jah­res zu wenig. Gera­de ein­mal 12 Liter pro Qua­drat­me­ter sind in Tei­len von Wer­ne gemes­sen wor­den. „In der Regel sind das sonst an die 100 Liter“, erklärt Robert Schul­ze Kalt­hoff. Daher kam die Regen­zeit mit viel Land­re­gen Anfang April gera­de rechtzeitig.

Gera­de für das Getrei­de sei der regel­mä­ßi­ge Regen not­wen­dig gewe­sen. „Die Pflan­zen waren von ihrem Wuchs her schon eher rück­läu­fig und hat­ten teils schon redu­ziert, indem älte­re Blät­ter abge­wor­fen wur­den. Die Pflan­ze schrumpft sich dann qua­si gesund, das ist wie mit den Bäu­men, die im Som­mer zu wenig Was­ser bekom­men und dann frü­her ihr Laub abwer­fen“, sagt Robert Schul­ze Kalthoff.

Blüh­strei­fen-Paten­schaf­ten ab sofort wie­der möglich

Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die hei­mi­schen Land­wir­te an 88 Stand­or­ten in Wer­ne Blüh­strei­fen ange­legt, für die ins­ge­samt 104 Men­schen und Ein­rich­tun­gen aus Wer­ne die Paten­schaft über­nom­men haben. Jetzt gibt es erneut die Chan­ce, Bie­nen, Hum­meln und Schmet­ter­lin­gen mehr Lebens­raum zu ver­schaf­fen und Blüh­strei­fen-Paten­schaf­ten zu erwerben.

Knapp 18 Kilo­me­ter lang und drei Meter breit sind die Strei­fen mit insek­ten­freund­li­chen Blu­men in 2021 gewe­sen. „Es wäre natür­lich schön, wenn wir das noch top­pen könn­ten“, hofft der Vor­sit­zen­de des Land­wirt­schaft­li­chen Orts­ver­bands. Bis­her ist der Eigen­an­teil der Land­wir­te noch immer grö­ßer gewe­sen als der durch Spen­den finan­zier­te, denn für jeden Qua­drat­me­ter Blüh­strei­fen, für den eine Paten­schaft über­nom­men wird, ver­dop­peln die Land­wir­te den Bereich auf eige­ne Kosten.

Infor­ma­tio­nen zur dies­jäh­ri­gen Akti­on gibt es unter: https://eure-landwirte-in-werne.de/

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Westnetz: Arbeiten im Bereich Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Werne

Werne. Der Versorger Westnetz kündigt die Überprüfung und Wiederherstellung von Straßen- und Gehwegoberflächen im Bereich Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Werne an. Die Arbeiten sollen rund sechs...

Stadtlauf 2022 knackt 1.000er-Marke – Seriensieger wieder dabei

Werne. Nach den pandemiebedingten Absagen 2020 und 2021 lockt der Werner Stadtlauf am kommenden Samstag (21. Mai) wieder in die Innenstadt. Es ist die...

Neuer Hilfstransport der Aktuthilfe erreicht Kiew

Werne. Erstmalig unter dem Namen Akuthilfe und mit einem ukrainischen Fahrerteam ging am vergangenen Sonntag ein weiterer Hilfstransport in die Ukraine bis nach Kiew....

Kurz notiert: Altstadtfreunde, Heimatverein und KAB

Werne. Der Altstadtfreunde-Verein nutzte den Blumen- und Spargelmarkt, um für den Denkmalschutz in Werne zu werben. Auf einem Stand neben dem Rathaus lagen auf...