Mittwoch, August 17, 2022

Sola-Camp 2022: Auf den Spuren der drei Musketiere

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Werne/Selm. 43 Jun­gen und Mäd­chen im Alter zwi­schen neun und 13 Jah­ren aus der Umge­bung der Nach­bar­städ­te Wer­ne und Selm wis­sen jetzt ganz genau, wer die drei Mus­ke­tie­re sind und wie sie den König von Frank­reich retteten. 

Die Roman­vor­la­ge von Alex­and­re Dumas lie­fer­te den Hand­lungs­rah­men für das 22. Som­mer­la­ger (Sola), zu dem der christ­li­che Ver­ein „Kin­der- und Jugend­frei­zei­ten mit Vit­amin C e.V.“ in der Vor­wo­che ein­ge­la­den hatte.

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Dem über­ört­li­chen Ver­ein, dem Mit­glie­der aus Wer­ne, Selm und Nord­kir­chen ange­hö­ren, ging es, wie Frank Ulrich vom Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee erklärt, dar­um, den Kin­dern Weg­zei­chen zu Jesus anzu­bie­ten Ulrich: „Wir woll­ten den Jun­gen und Mäd­chen Anstö­ße ver­mit­teln, sich selbst Gedan­ken über Leben, Glau­ben und Gott zu machen.“

Dazu bot die Geschich­te der drei Mus­ke­tie­re schon durch die deren Leit­spruch „Einer für alle, alle für einen“ einen guten Ein­stieg. Für die nöti­ge Action sorg­ten eini­ge der  Hel­fer, die sich in ent­spre­chen­den Kos­tü­men und aus­ge­rüs­tet mit Thea­ter­de­gen regel­rech­te Gefech­te lie­fer­ten. Natür­lich gab es auch den schein­hei­li­gen Kar­di­nal, der eigent­lich König wer­den woll­te, und den König selbst, der sogar ent­führt wur­de und von den Mus­ke­tie­ren erst befreit wer­den musste.

Das Sola-Gelän­de am Stadt­rand von Selm gehört einem Mit­glied des Ver­eins, der sein Grund­stück Jahr für Jahr kos­ten­los zur Ver­fü­gung stellt. Um den Kin­dern eine erleb­nis­rei­che Woche zu bie­ten, hat­ten die Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten schon in der Weih­nachts­zeit begonnen.

Das Abwa­schen des eige­nen Geschirrs gehör­te zu den täg­li­chen Pflich­ten im Sola-Camp. Foto: Sola

Wie es sich für eine Geschich­te aus der Welt des fran­zö­si­schen Adels gehört, begann das Zelt­la­ger mit der Anmel­dung im Schat­ten von Schloss Nord­kir­chen. Die acht Kilo­me­ter bis zum Zelt­platz muss­ten die Kin­der zu Fuß bewäl­ti­gen. Selbst die Orga­ni­sa­to­ren hat­ten nicht damit gerech­net, mit wel­cher Aus­dau­er sich die Schü­ler auf den Weg mach­ten. Sie tra­fen näm­lich deut­lich frü­her im Camp ein, als die Pro­gramm­ma­cher geplant hat­ten. Das Gepäck war vom Sola-Ser­vice bereits mit Motor­kraft in die Zel­te gebracht wor­den. Die Feri­en­kin­der muss­ten jetzt nur noch alles auf- und einräumen.

Zwar waren die Mus­ke­tie­re die Haupt­at­trak­ti­on des Sola 22. Aber für die übri­ge Zeit stan­den sehr vie­le Geschicklichkeits‑, Gelän­de- und Ball­spie­le bereit.  Der ers­te Tag im Sola-Zelt­camp zeig­te es – das inter­ne Alarm­sys­tem muss drin­gend über­ar­bei­tet wer­den. Was war gesche­hen? Zwei dunk­le Gestal­ten, Insi­der behaup­ten, es sei­en die fal­schen Mus­ke­tie­re gewe­sen, nutz­ten einen güns­ti­gen Augen­blick und brach­ten Schu­he und Bän­ke durch­ein­an­der. Zunächst wur­den eini­ge Jungs ver­däch­tigt, das Schuh­cha­os ange­rich­tet zu haben. Sie beteu­er­ten ihre Unschuld.

Viel Spaß machte den Campkindern die große Wasserschlacht. Foto: Sola
Viel Spaß mach­te den Camp­kin­dern die gro­ße Was­ser­schlacht. Foto: Sola

Wei­te­re Nach­for­schun­gen der ech­ten Mus­ke­tie­re rück­ten schließ­lich das Bild zurecht – eini­ge Jun­gen und Mäd­chen hat­ten zwar die dunk­len Gestal­ten gese­hen, sich aber offen­bar nicht getraut, den am Vor­mit­tag ver­ein­bar­ten Alarm­plan umzu­set­zen. Immer­hin gab es jetzt zwei Steck­brie­fe, auf denen, im Kin­der­stil gezeich­net, die Por­träts der Unhol­de öffent­lich aus­hin­gen. Die Kin­der hat­ten nun alle die Auf­ga­be, sofort Alarm zu schla­gen, wenn einer oder gleich bei­de Unhol­de das Camp betreten. 

Der Höhe­punkt des lan­gen Feri­en­la­ger­ta­ges führ­te die Kin­der in ein Wald­stück. Mit Erlaub­nis der Stadt Selm als Eigen­tü­mer durf­ten sich Camp­kin­der beim abend­li­chen Gelän­de­spiel ordent­lich aus­to­ben. Der abend­li­che Tagesaus­klang am Lager­feu­er oder der Besuch im Sel­mer Frei­bad gehör­ten eben­falls zur Campwoche.

Nach dem Ende der Feri­en­wo­che sind sich die Ver­ant­wort­li­chen einig. Soll­te nichts Unvor­her­seh­ba­res ein­tre­ten, wird es 2023 wie­der eine Sola-Woche geben.

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