Mittwoch, Oktober 5, 2022

Pfarrei St. Lambertus feiert Jubiläum und Patronatsfest mit Bischof Genn

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Asche­berg (pbm/mek). Es war ein beson­de­rer Tag für die Pfar­rei St. Lam­ber­tus in Asche­berg, und nicht nur, weil es plötz­lich Rosen­blät­ter im Altar­raum reg­ne­te. Mit ihrem Patro­nats­fest star­te­te sie in eine Rei­he beson­de­rer Jubi­lä­en: 1000 Jah­re Erwäh­nung des Kirch­spiels, im nächs­ten Jahr fei­ert das frisch reno­vier­te Pfarr­heim sein 100-jäh­ri­ges Bestehen und 2024 begeht das Kir­chen­schiff der St.-Lambertus-Kirche sei­nen 500. Geburtstag. 

Den Auf­takt zu die­ser Jubi­lä­ums-Tri­lo­gie bil­de­te am Sonn­tag (18. Sep­tem­ber) das Pon­ti­fi­kal­amt mit Bischof Dr. Felix Genn, die Seg­nung der neu­en Katha­ri­nen-Kapel­le im Kirch­turm und das ers­te gemein­sa­me Pfarr­fest der drei Orts­tei­le Asche­berg, Her­bern und Davensberg.

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Dank­bar begrüß­te Pfar­rer Ste­fan Schür­mey­er den Bischof, aber auch die vie­len Men­schen in der Pfar­rei, die sich rund um das Jubi­lä­um und die Katha­ri­nen-Kapel­le enga­giert haben. „Jetzt kön­nen wir ech­te Glau­bens­schät­ze dau­er­haft prä­sen­tie­ren. Die wert­vol­len und restau­rier­ten Votiv­ga­ben der hei­li­gen Katha­ri­na zei­gen in beson­de­rer Wei­se, dass die Men­schen Gott ver­traut haben, und er sie erhört hat“, beton­te Schürmeyer.

Der Bischof gra­tu­lier­te zu dem viel­fa­chen Jubi­lä­um. Er freue sich dar­über, dass er den gemein­sa­men Got­tes­dienst mit den Gläu­bi­gen als Dank­sa­gung für Glau­be, Hoff­nung und Lie­be fei­ern kön­ne. Von Genera­ti­on zu Genera­ti­on sei der Glau­be wei­ter­ge­tra­gen wor­den. Das sei in der heu­ti­gen Zeit nicht mehr selbst­ver­ständ­lich. „Wir spre­chen von einer tie­fen Erschüt­te­rung durch eine Ver­trau­ens­kri­se, eine Kri­se der Glaub­wür­dig­keit, die es vie­len Men­schen schwer macht, dem zu fol­gen, was von die­sem Ort aus ver­kün­det wird“, sprach Genn in sei­ner Pre­digt an. 

Über dem Pas­to­ral­plan der Pfar­rei ste­he das Leit­mo­tiv „Bleibt in mei­ner Lie­be“ aus dem Johan­nes­evan­ge­li­um. Im Kern des christ­li­chen Daseins gehe es um den Men­schen Jesus Chris­tus, der sich als Erlö­ser für alle hin­ge­ge­ben habe. „Er wird Mensch, um uns die unmit­tel­ba­re Nähe Got­tes zu zei­gen. Wir glau­ben an einen Gott, der sich gezeigt hat, der ein mensch­li­ches Gesicht bekom­men hat. Und der ein­lädt, sich zu ihm zu ver­hal­ten, wie wir uns zu jedem Men­schen ver­hal­ten: ableh­nend oder zustim­mend. Das Risi­ko geht er ein“, erläu­ter­te der Bischof. Der christ­li­che Glau­be wach­se und ent­fal­te sich und die Fra­ge nach der per­sön­li­chen Freund­schaft mit Jesus. „Dar­aus ent­wi­ckelt sich eine Lie­be, die kei­ne Gren­zen kennt, kei­ne Frem­den­feind­lich­keit, kei­nen Ras­sis­mus“, führ­te er fort. Wenn er Kir­che als Gemein­schaft von Lie­ben­den cha­rak­te­ri­sie­ren dür­fe, dann zei­ge sich auch der Abgrund des Missbrauchs.

Bischof Dr. Felix Genn fei­er­te mit der Gemein­de am Patro­nats­fest die Erwäh­nung des Kirch­spiels vor 1000 Jah­ren. Foto: Bischöf­li­che Pressestelle/Michaela Kiepe

„Die Lie­be wur­de ver­zweckt und genutzt von denen, die sie zu ver­kün­den hat­ten. Da kön­nen wir nur ent­ge­gen­wir­ken, indem wir mit unse­rem Gesicht unse­re Freund­schaft zu allen Men­schen zei­gen. Das zeigt sich vor allem auch im Gebet“, beton­te Genn. Die Votiv­ga­ben in der Katha­ri­nen-Kapel­le sei­en ein Aus­druck der Gebe­te unzäh­li­ger Men­schen. Er wür­de es nicht auf­ge­ben, in der aus­weg­lo­sen Situa­ti­on der Ukrai­ne dar­um zu beten, dass es Frie­den wer­de. Was dort pas­sie­re, wider­spre­che dem Chris­ten­tum. Er bat die Anwe­sen­den, nicht nur für die eige­nen Sor­gen und Nöte zu beten, son­dern auch für die Welt, in die­ser unglaub­lich schwie­ri­gen Situa­ti­on. Die christ­li­che Gemein­de sei eine Gemein­schaft der Lie­ben­den, Beten­den und Solidarischen.

Am Ende des Got­tes­diens­tes durch­schnitt der Bischof das Band zur neu­en Kapel­le im Kirch­turm und seg­ne­te sie. Auf dem Rück­weg zum Altar wur­de die klei­ne Pro­zes­si­on von Rosen­blät­tern begrüßt, die aus einer Decken­öff­nung im Altar­raum regneten.

Nach Gruß­wor­ten der evan­ge­li­schen Mir­jam­ge­mein­de, des Bür­ger­meis­ters Tho­mas Stohl­drei­er und des Land­rats des Krei­ses Coes­feld, Dr. Chris­ti­an Schul­ze Pel­len­gahr, lud die stell­ver­tre­ten­de Pfar­rei­rats­vor­sit­zen­de, Sil­ke Tra­he, die Men­schen auf den Kirch­platz zum Pfarr­fest ein, um Freu­de an der Gemein­schaft zu erle­ben. Musi­ka­lisch wur­de der Got­tes­dienst durch den Kir­chen­chor St. Lam­ber­tus unter der Lei­tung von Andrea Thül-Red­dig gestaltet.

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