Mittwoch, August 10, 2022

Neue Kita der Jugendhilfe wird teurer und öffnet später als geplant

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Wer­ne. Die neue Kin­der­ta­ges­stät­te der Jugend­hil­fe Wer­ne in der Nähe des Kran­ken­hau­ses wird nicht wie erhofft zum neu­en Kita-Jahr im August „ans Netz” gehen. Die vie­len Begleit­erschei­nun­gen der Pan­de­mie füh­ren dazu, dass die Ein­rich­tung spä­ter fer­tig wird und dazu noch deut­lich mehr kos­ten wird.

Auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Schwes­tern­wohn­heims, wel­ches 2019 abge­ris­sen wur­de, ent­steht eine Kita für vier Grup­pen mit ins­ge­samt 75 Plät­zen. Beim ers­ten Spa­ten­stich im Juni 2021 war die Hoff­nung noch groß, dass die Eröff­nung pünkt­lich zum Kita-Jahr 2022/23 erfol­gen kann.

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„Es sieht schon nach Kin­der­gar­ten aus“, sagt die kauf­män­ni­sche Jugend­hil­fe-Geschäfts­füh­re­rin Katha­ri­na Böcken­holt über den aktu­el­len Stand. Das Gebäu­de steht bereits, im Innen­be­reich sind aber noch etli­che Arbei­ten erfor­der­lich. „Innen lau­fen der­zeit die Arbei­ten in den Berei­chen Hei­zung, Sani­tär und Elek­trik. Danach kom­men Boden­be­lag und Flie­sen dran“, so Böcken­holt. Auch die Außen­an­la­gen wer­den schon her­ge­rich­tet, danach sol­len Pflas­ter­ar­bei­ten folgen.

Eini­ge Gewer­ke sind aber auch noch offen, da sich auf die Aus­schrei­bun­gen kein Betrieb gemel­det hat. „Die Kri­se im Bau­ge­wer­be hat uns auch getrof­fen, denn die Zei­ten, in denen man inner­halb von vier Wochen eine Fir­ma über eine Aus­schrei­bung fin­det, sind vor­bei“, erklärt Böcken­holt. Schwie­rig sei es bei­spiels­wei­se gewe­sen, Unter­neh­men für Elek­tro­in­stal­la­tio­nen oder die Berei­che Hei­zung und Sani­tär zu fin­den. Aktu­ell wird noch ein Maler-Unter­neh­men gesucht.

Auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Schwes­tern­wohn­heims ent­steht die neue Ein­rich­tung. Neben Arbei­ten im Gebäu­de wird der­zeit auch das Außen­ge­län­de gestal­tet. Foto: Volkmer

Hin­zu kom­men – wie bei ande­ren Bau­vor­ha­ben auch – Mate­ri­al­knapp­heit und damit ver­bun­den deut­lich höhe­re Prei­se für nahe­zu alles, was benö­tigt wird. Rund 2,5 Mil­lio­nen Euro soll­te das neue Kita-Gebäu­de laut Pla­nung kos­ten. Wo der Preis am Ende lan­den wird, steht noch nicht fest. „Klar ist aber, dass eine drei vor­ne ste­hen wird“, sagt die kauf­män­ni­sche Geschäftsführerin.

„Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Jah­res­en­de fer­tig sind“, hofft Böcken­holt. Die Kin­der, die der­zeit noch im Pro­vi­so­ri­um in der ehe­ma­li­gen Bar­ba­ra­schu­le unter­ge­bracht sind, haben die Bau­stel­le schon eini­ge Male besucht und sind schon gespannt, wann sie die Räu­me erobern können.

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