Donnerstag, Mai 26, 2022

Kinderschutz-Konferenz beleuchtet Folgen der Pandemie

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Wer­ne. Mit „Fach­kräf­te in der Pan­de­mie“ war am Mitt­woch­nach­mit­tag (11. Mai 2022) die 6. Kin­der­schutz­kon­fe­renz in Wer­ne überschrieben. 

Rund 70 Erzie­hungs- und Bera­tungs­kräf­te aus dem Bereich städ­ti­schen Jugend­hil­fe setz­ten sich im Kol­ping­saal mit der Fra­ge aus­ein­an­der, wie sie den Her­aus­for­de­run­gen unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen gerecht wer­den kön­nen. Dabei immer im Blick die Aus­wir­kun­gen auf Kin­der und Jugendliche.

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„Die Coro­na­pan­de­mie bestimmt unser pri­va­tes aber auch beruf­li­ches Leben seit vie­len Mona­ten. Neben dem stän­di­gen Zeit­druck und vie­len bri­san­ten Fäl­len haben die Ein­schrän­kun­gen und Ent­wick­lun­gen durch Covid unse­ren beruf­li­chen All­tag noch her­aus­for­dern­der gemacht“, hieß es in der Ein­la­dung zur Ver­an­stal­tung, zu der Dezer­nent Frank Gründ­ken die Teil­neh­men­den begrüß­te. Ange­sichts der Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen zwei Coro­na-Jah­re wur­de erör­tert, wie sich die Pan­de­mie auf die inhalt­li­che Arbeit der Fach­kräf­te aus­ge­wirkt hat.

Mit Cars­ten Voll­mers vom Jugend­psych­ia­tri­schen Dienst des Krei­ses Unna war ein Exper­te gela­den, der sich in sei­nem inter­ak­ti­ven Vor­trag mit den Belas­tun­gen aus der Pan­de­mie für die Kin­der und Jugend­li­chen sowie für die Fach­kräf­te beschäf­tig­te und Mög­lich­kei­ten zur Kom­pen­sa­ti­on aufzeigte.

Durch die Pan­de­mie beding­ten Ver­än­de­run­gen von All­tags­struk­tur und Kon­takt­be­schrän­kun­gen könn­ten unter ande­rem Ängs­te, Leis­tungs­druck und Ver­ein­sa­mung zuneh­men, erläu­ter­te Voll­mers zu den bis­he­ri­gen zen­tra­len Erkennt­nis­sen. Risi­ko­fak­to­ren sei­en zudem Medi­en­kon­sum, Bewe­gungs­man­gel und Fehl­ernäh­run­gen. Ins­be­son­de­re in sozi­al benach­tei­lig­ten Fami­li­en oder Fami­li­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund sei eine Zunah­me psy­chi­scher Sym­pto­me sicht­bar geworden.

Auf der ande­ren Sei­te habe es dem Refe­ren­ten zufol­ge auch posi­ti­ve Aspek­te der Pan­de­mie. So sei ein stär­ke­rer Gesell­schafts- und Fami­li­en­zu­sam­men­halt erkenn­bar. Auch eine grö­ße­re Acht­sam­keit gegen­über älte­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und ver­mehr­te Rück­sicht­nah­me wur­den sicht­bar. Das Ler­nen von Geduld und Ver­zich­ten sowie ein akti­ver Umgang mit Lan­ge­wei­le und das Suchen nach Lösung für pro­ble­ma­ti­sche Situa­tio­nen wur­den gestärkt. Home­schoo­ling habe auch zu einer Ver­bes­se­rung der digi­ta­len Kom­pe­ten­zen der Kin­der und des selb­stän­di­gen Ler­nens geführt.

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