Die Verlosung der Impftermine fand am Dienstagnachmittag unter notarieller Aufsicht im Stadthaus statt. Das Foto zeigt (von links) Martina Eden-Hetberg, Christoph Stiens und Alexander Ruhe. Foto: Wagner
Die Verlosung der Impftermine fand am Dienstagnachmittag unter notarieller Aufsicht im Stadthaus statt. Das Foto zeigt (von links) Martina Eden-Hetberg, Christoph Stiens und Alexander Ruhe. Foto: Wagner
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Werne. 310 Impfdosen stehen der Stadt Werne am kommenden Samstag (10. April, ab 9.30 Uhr) für eine kurzfristige Aktion mit AstraZeneca in der Linderthalle zur Verfügung. Alle rund 7.900 Bürgerinnen und Bürger, die mindestens 60 Jahre alt sind, konnten sich von Gründonnerstag an bis heute (6. April) um einen Termin bewerben. 662 Personen haben das getan.

Personalrätin Martina Eden-Hetberg zog unter Aufsicht von Notar Christoph Stiens und dem Organisationsleiter Alexander Ruhe zunächst 192 Namen aus der großen Box. Denn erst werden die 118 Menschen mit Vorerkrankungen kontaktiert, die bei der letzten Impfaktion nicht zum Zuge gekommen waren und mindestens das 60. Lebensjahr vollendet haben. Sie genießen ein Vorzugsrecht.

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„Die erstgezogenen 192 Personen sind am Samstag auf jeden Fall dabei, wenn sie uns ihre Teilnahme bestätigen. Sie werden auf die vier Impfstraßen verteilt“, erläutert Alexander Ruhe: „Da wir nicht wissen, wie die vorerkrankten Personen auf das Angebot reagieren werden, haben wir noch eine Reserveliste mit 150 Namen gebildet. Damit sind wir wohl auf der sicheren Seite.“ Bei der Reserveliste gilt: Wer als Erste(r) gezogen wurde, rückt automatisch als erstes nach. Nach der Ziehung erfolgt noch ein Datenabgleich, d.h. das Bürgerbüro prüft, ob der oder die Bewerber(in) mindestens 60 Jahre alt ist und in Werne lebt.

Am Mittwoch werden dann auch die ausgelosten Personen, sofern sie den Datenabgleich bestanden haben, ebenfalls zu dem Impftermin eingeladen. Für weitere mögliche Impfaktionen dieser Art verbleiben die Bürgerinnen und Bürger, die schließlich am Samstag nicht berücksichtigt werden können, auf Wunsch auf einer erweiterten Reserveliste.

„Nach wie vor halten wir diesen offensiven Schritt für richtig, weil dieser vom organisatorischen Aufwand zu schaffen war. Wir können dadurch nicht alle Wünsche erfüllen, dürfen aber auch nicht vergessen, dass nicht alle mit AstraZeneca geimpft werden wollen. Mit diesem Instrument sind auf jeden Fall alle dabei, die sich bewusst für dieses Vakzine entschieden haben“, verteidigte Alexander Ruhe die Verlosung der Impftermine, die einige Nutzer der Sozialen Medien für einen Aprilscherz gehalten und bisweilen scharf kritisiert haben.

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