Mit dem Schwerpunkt Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen sind insgesamt 86 Fahrzeuge überprüft worden. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
Mit dem Schwerpunkt Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen sind insgesamt 86 Fahrzeuge überprüft worden. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
Anzeige

Kreis Unna. Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna hat am Mittwoch (17.02.2021) an zwei Kontrollstellen in Bönen einen Schwerpunkteinsatz durchgeführt, an dem auch das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW in Selm, das Polizeipräsidium Dortmund, der Zoll Dortmund sowie der Kreis Unna mitgewirkt haben. Im Fokus der Überprüfungen standen Kleintransporter wegen des in Pandemiezeiten anhaltenden Lieferbooms.

Zwischen 06.00 und 14.00 Uhr sind bei der Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs mit dem Schwerpunkt Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen insgesamt 86 Fahrzeuge überprüft worden. Dabei wurden behördenübergreifend 51 Ordnungswidrigkeitenanzeigen (u. a. Drogenkonsum, Gefahrgutverordnung, Ladungssicherung, Fahrpersonalgesetz), fünf Verwarnungsgelder (u. a. Überladung, fehlende Zulassungsbescheinigungen) und zwei Strafanzeigen (Verstöße gegen das Mindestlohngesetz und Pflichtversicherungsgesetz) erfasst.

Anzeige

„Der (…) Lieferboom hat zur Folge, dass nicht nur gelernte Berufskraftfahrer hinter dem Steuer sitzen“

Einsatzleiter Thomas Stoltefuß, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Verkehrsdienstes bei der Kreispolizeibehörde Unna

Hintergrund des Schwerpunkteinsatzes ist der zunehmende Warenverkehr durch Onlineshopping während der Coronapandemie, der auch auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna als einem der führenden Logistikstandorte zu erheblichem Lieferverkehr führt. „Dadurch kommt es erfahrungsgemäß unter anderem zu nicht korrekt beladenen Fahrzeugen, Überladungen und Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten aufgrund des steigenden Termindrucks – und dieser Termindruck sorgt in Einzelfällen leider auch dafür, dass die Fahrerinnen und Fahrer Betäubungsmittel konsumieren, um diesem Stress standzuhalten. Der anhaltende Lieferboom hat außerdem zur Folge, dass nicht ausschließlich gelernte Berufskraftfahrer hinter dem Steuer sitzen. Diese und andere Faktoren gefährden in der Summe die Verkehrssicherheit“, betont Einsatzleiter Thomas Stoltefuß, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Verkehrsdienstes bei der Kreispolizeibehörde Unna.

Hintergrund des Schwerpunkteinsatzes ist der zunehmende Warenverkehr durch Onlineshopping während der Coronapandemie, der auch auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna als einem der führenden Logistikstandorte zu erheblichem Lieferverkehr führt. Foto: Kreispolizeibehörde Unna

Maria del Carmen Fernandez Mendez, Leitende Polizeidirektorin und Leiterin des Verkehrsreferats im nordrhein-westfälischen Ministerium des Innern in Düsseldorf, sowie Carsten Gesthüsen, Polizeioberrat und Leiter des Dezernats für Verkehrsangelegenheiten im Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW in Duisburg, haben den Schwerpunkteinsatz der Kreispolizeibehörde Unna begleitet. „Ich habe viele hochengagierte und professionell agierende Kolleginnen und Kollegen im behördenübergreifenden Einsatz unter Beteiligung von Zoll und Veterinäramt erlebt und aufschlussreiche Einblicke in die sogenannten ‚KEP‘-Kontrollen (Kurier-, Express- und Paketdienste) erhalten. Dafür danke ich allen Beteiligten. Die Kontrollen bestätigen uns in der strategischen Ausrichtung der Direktionen Verkehr im Land, denn wenn wir ehrlich sind: Ohne spezialisierte Kräfte, wie der Verkehrsdienst Unna und der Verkehrsdienst Dortmund sie eingesetzt hat, hätte man vermutlich die meisten Verstöße als Polizei nicht beweissicher ahnden können“, sagt Maria del Carmen Fernandez Mendez.

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna führt regelmäßig und unangekündigt Schwerpunkteinsätze dieser Art im gesamten Kreisgebiet durch.

Anzeige