Eine Jeans leasen? Wernes Klimaschutzmanager Johannes zur Bonen erklärt im ersten Teil der Klimaschutzserie, wie das geht. Foto: pixabay
Eine Jeans leasen? Wernes Klimaschutzmanager Johannes zur Bonen erklärt im ersten Teil der Klimaschutzserie, wie das geht. Foto: pixabay
Anzeige

Werne. Der Klimaschutzmanager der Stadtverwaltung Werne, Johannes zur Bonsen, und der Beauftragte aus dem Kreis Unna stellen in einer vierteiligen Serie Umwelt- und Klimaschutz-Aspekte in der Vorweihnachtszeit vor. In diesem Weihnachtskonsum-Tipp verraten sie, wie Sie nachhaltig konsumieren und dabei noch etwas Gutes tun können.

Nachhaltigkeit soll dabei natürlich nicht mit einem generellen Konsumverbot einhergehen – viel mehr geht es darum, sich selbst und seine Ansprüche zu hinterfragen: Ist es wirklich notwendig, dass ich diese Anschaffung tätige? Wie viele Schuhe oder Hosen brauche ich wirklich? Welche Auswirkungen haben meine Konsumentscheidungen auf Umwelt oder Arbeitsbedingungen vor Ort? Sollte ich nicht besser etwas mehr Geld ausgeben und dafür auf kurzlebige Produkte verzichten? Oft lohnt es sich, bei bestimmten Kaufentscheidungen mehr zu investieren und einmalig langlebigere, faire und ökologische Produkte zu kaufen, anstatt mehrfach billige.

Anzeige

Die Mehrkosten müssen nicht unbedingt mit einem Verlust von Lebensqualität für uns  einhergehen, sondern können ein Gewinn für die Region und die Umwelt bedeuten. Schenken Sie nicht nur um des Schenken Willens. Viele Geschenke werden schon kurz nach Weihnachten nicht mehr beachtet. Geschenkte Kleidung zum Beispiel verschwindet häufig im Schrank und wird so gut wie nie mehr getragen. Verschenken Sie lieber hochwertigere Güter, die wirklich gebraucht werden. So ist weniger ist hier mehr. Nutzen Sie die Möglichkeit, den Einzelhandel vor Ort und in Ihrer Region zu unterstützen und kaufen Sie vor Ort ein oder achten Sie zumindest auf ein Fair-Trade-Logo. Damit sichern Sie gerade auch in der aktuellen Lage die Arbeitsplätze von Menschen aus der Region und verhindern ausbeuterische Arbeitsbedingungen am anderen Ende der Welt.

Ihnen fehlt noch eine passende Idee? Erwerben Sie Produkte aus sozialen Manufakturen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, verschenken Sie Baumpatenschaften bei Aufforstungsprojekten oder Tierpatenschaften wie beispielsweise eine Bienenpatenschaft bei regionalen Imkern.

Ja, es ist schwer, sich aus Routinen zu lösen. Aber prüfen Sie häufiger, ob es nicht doch eine Alternative gibt. Wie wäre es zum Beispiel mit Geschenken, die keine Produkte sind? Massage statt Schal, Zoobesuch statt Stofftier, Reparatur-Gutschein statt Neukauf!

Und wenn Sie doch bei einem Geschenk zum Anfassen bleiben möchten, dann überraschen Sie Ihre Liebsten doch mit alternativem Geschenkpapier: Eine alte Zeitung, das Poster einer Zeitschrift oder auch ein Stück Stoff bieten eine super Alternative und werden sicherlich direkt ins Auge fallen!

P.S. Einen konkreten Tipp möchten wir Ihnen gleich mitgeben: Unter www.mudjeans.de kann man ab sofort Jeans-Hosen leasen: Wenn das kein originelles Geschenk ist!

Anzeige