Freitag, Januar 27, 2023

TV-Damen sind Herbstmeister – trotz erster Saisonpleite

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Wer­ne. Ober­li­ga­vol­ley­bal­le­rin­nen des TV Wer­ne haben ihr letz­tes Hin­run­den­spiel gegen ihren direk­ten Ver­fol­ger SC Hen­nen 1:3 ver­lo­ren. Trotz­dem hat sich der TVW durch den Satz­ge­winn zum Herbst­meis­ter in sei­ner Ober­li­ga­s­taf­fel gekürt. 

Damen Ober­li­ga: SC Hen­nen – TV Wer­ne 3:1 (25:16, 18:25, 25:15, 25:19) 

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Nach einem gran­dio­sen Start in die Sai­son mit sechs Sie­gen aus den ers­ten sechs Spie­len reich­te gegen Hen­nen ein Satz­ge­winn aus, um die Tabel­len­füh­rung zu halten. 

Zu erwar­ten war ein Spiel auf Augen­hö­he. Hen­nen und Wer­ne tref­fen schon seit eini­gen Sai­sons in der Ober­li­ga auf­ein­an­der. Meis­tens war es so, dass sich die Heim­mann­schaft durch­set­zen konn­te. So war es auch in die­ser Par­tie. „Hen­nen ist zu Hau­se eine abso­lu­te Bank. Die Geräusch­ku­lis­se in der Hal­le ist immer gewal­tig. Wir hat­ten gro­ße Pro­ble­me, einen Zugang zum Spiel zu fin­den“, sag­te Wer­nes Trai­ner Bro­nek Bak­ie­wicz. Er muss­te nicht nur auf sei­nen Trai­ner­kol­le­gen Phil­ipp Zur­wie­den ver­zich­ten, son­dern auch auf Mit­tel­an­g­rei­fe­rin Kim Varlemann. 

Pro­ble­me hat­te der TV Wer­ne von Anfang an mit der Annah­me und dem dar­aus resul­tie­ren­den erschwer­ten Spiel­auf­bau. Im ers­ten Durch­gang rann­te der TVW sei­nem Geg­ner bereits nach weni­gen gespiel­ten Punk­ten hin­ter­her. Der Rück­stand war nicht mehr zu ega­li­sie­ren. Mit ein paar tak­ti­schen Ver­än­de­run­gen kam der TV Wer­ne dann bes­ser ins Spiel. Lisa Krü­ger wech­sel­te auf die Dia­go­nal­po­si­ti­on und Anna Jäger kam über Außen in die Par­tie. Jäger brach­te neu­en Schwung ins Spiel für den TV Wer­ne. Der zwei­te Satz ging ver­dient an die Wer­ner Damen. Das reich­te jedoch nicht, um das Momen­tum auf die eige­ne Sei­te zu ziehen.

„Nor­ma­ler­wei­se ist der Auf­schlag eins unse­rer stärks­ten Spiel­ele­men­te. Hen­nen war in die­sem Bereich dies­mal aber viel bes­ser als wir“, sag­te Kapi­tä­nin Jen­ny Bött­ger. „Wir haben es im zwei­ten Satz zwar bes­ser gemacht, aber sind im drit­ten dann wie­der in den Anfangs­trott rein­ge­rutscht und haben zu vie­le Eigen­feh­ler gemacht.“ Hen­nen blieb spiel­be­stim­mend und setz­te Wer­ne wie­der zuneh­mend im Auf­schlag unter Druck. Auch wenn der drit­te Satz wie­der deut­lich an den Gast­ge­ber ging, schaff­te Wer­ne es sich im vier­ten Satz eine Füh­rung zu erspie­len. Im Satz­ver­lauf hol­te Hen­nen jedoch immer wei­ter auf und konn­te nach Aus­gleich zum 17:17 die Wer­ner Unsi­cher­heit aus­nut­zen, um den Durch­gang letzt­lich deut­lich für sich zu entscheiden. 

„Wir müs­sen heu­te so ehr­lich sein und sagen, dass das bes­se­re Team gewon­nen hat. Im Auf­schlag, der uns nor­ma­ler­wei­se aus­zeich­net, hat­ten wir kla­re Nach­tei­le und konn­ten dem geg­ne­ri­schen Druck nicht stand­hal­ten“, sagt Bak­ie­wicz. „Trotz­dem war es kein schlech­tes Spiel. Gegen den Groß­teil der Mann­schaf­ten reicht die­se Leis­tung mit Sicher­heit aus, aber Hen­nen ist da nun­mal ein ande­res Kali­ber. Wir freu­en uns schon auf das Rück­spiel in eige­ner Halle.“ 

Die Ver­tei­di­gung der Tabel­len­füh­rung war wegen des Satz­ge­winns erfolg­reich. Damit fei­ert der TVW die Herbst­meis­ter­schaft. Eine Leis­tung, mit der zu Sai­son­be­ginn wohl nie­mand gerech­net hat­te. „Wir wol­len solan­ge wie mög­lich die Tabel­len­füh­rung hal­ten und wenn am Ende davon die Meis­ter­schaft steht, dann freu­en wir uns natür­lich dar­über. Trotz­dem wird es für uns in der Rück­run­de vor allem dar­um gehen jun­ge Spie­le­rin­nen ins Team zu inte­grie­ren, wodurch wir Nie­der­la­gen natür­lich ris­kie­ren“, erklärt Bakiewicz. 

Den Rück­run­den­auf­takt bestrei­tet der TV Wer­ne noch in die­sem Jahr. Mit­te Dezem­ber reist der TVW nach Pader­born. Danach steht dann eine ein­mo­na­ti­ge Win­ter­pau­se an. 

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