Vorsitzender Dr. Dirk Bökenkamp (rechts) und sein Stellvertreter Klaus Wortmann erläuterten die geplanten Sanierungsmaßnahmen in den Clubräumlichkeiten unter der Tribüne im Freibad Werne. Foto: Gaby Brüggemann
Vorsitzender Dr. Dirk Bökenkamp (rechts) und sein Stellvertreter Klaus Wortmann erläuterten die geplanten Sanierungsmaßnahmen in den Clubräumlichkeiten unter der Tribüne im Freibad Werne. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Die Vereinsräume der TV Werne 03 Wasserfreunde unter der Tribüne des Schwimmbades sind in marodem Zustand und eine Sanierung ist dringend geboten. Doch mit dem Sanierungsstau ist es dank des Infrastrukturprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ nun bald vorbei. Mit 36.000 Euro fördert die Landesregierung die Instandhaltung und Sanierung der Räumlichkeiten.

Darüber freut man sich im Wasserfreunde-Vorstand wie Dr. Dirk Bökenkamp, seit Oktober 2020 Vorsitzender von Schwimmern, Triathleten und Wasserballern, und „Urgestein“ Klaus Wortmann, gleichzeitg zweiter Vorsitzender, beim Rundgang durch die Räumlichkeiten betonten.

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Der Handlungsbedarf ist offensichtlich, denn seit der Neueröffnung des Solebades 1988, als Kunstturn-Star Eberhard Gienger spektakulär am Motorsegler mitten im Sportbecken landete, hat der Zahn der Zeit an Clubraum, Küche, Umkleiden, Sanitärräumen und Wasseraufbereitungstechnik genagt. Feuchtigkeit, eingedrungen durch die schadhafte Oberfläche der früheren Tribüne, richtete zusätzlichen Schaden mit abblätterndem Putz und Schimmelbefall an.

Den Antrag auf Förderung hatten die Wasserfreunde im August 2020 auf den Weg gebracht und waren jetzt erfolgreich. Die zuständige Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, schickte die Förderzusage als spürbaren Beitrag zur Behebung des Sanierungsstaus nach Werne. Einen Anteil an Eigenleistung werden die Wasserfreunde beitragen. Genutzt werden die Umkleiden und Sanitäranlagen auch für das Schulschwimmen.

„Die Wasseraufbereitungstechnik wird dabei wohl den größten Batzen der Fördersumme einnehmen“

Klaus Wortmann von den TV Werne Wasserfreunden

So bald wir möglich sollen nun die Fachfirmen an die Arbeit gehen, betonte Dr. Bökenkamp. Neben der Wasserversorgung sollen die Duschen und sanitären Anlagen komplett erneuert und die Feuchtigkeitsschäden beseitigt werden, machten er und Wortmann klar. Zudem sei durch die lange Nichtnutzung ein Legionellenbefall zu befürchten. Für den gesundheitsrelevanten Bereich der Sanierung wolle man Fachfirmen beauftragen. „Die Wasseraufbereitungstechnik wird dabei wohl den größten Batzen der Fördersumme einnehmen“, schilderte Klaus Wortmann.

Im Wasserfreunde-Vorstand hofft man, dass bis zum Salinenschwimmfest im Juni alle Arbeiten erledigt sind. Die beliebte Veranstaltung, die schon lange nicht mehr stattgefunden hat, ist zumindest angemeldet. „Ob wir sie dann auch tatsächlich durchführen dürfen, steht auf einem anderen Blatt. Wir wollen uns aber mit dem Solebad von unserer besten Seite zeigen“, hatte der Wasserfreunde-Chef wie berichtet gegenüber WERNEplus gesagt.

 
Fördermittel aus Düsseldorf sorgen für ein Ende des Sanierungsstaus in den Vereinsräumen der Wasserfreunde. Foto: Gaby Brüggemann

Die Küche, die in Eigenleistung installiert wurde, soll ebenfalls erneuert werden. Im Clubraum finden die Sitzungen des Vereins statt, ebenso wie die Auswertungen der Wettkämpfe bei Sportveranstaltungen. Verbesserungen wollen die rund 320 Mitglieder zählenden Wasserfreunde im Clubraum umsetzen, wie etwa ein Bank, auf der die Jugendsportler bei Sitzungen künftig Platz nehmen können. Die Räumlichkeiten unter der Tribüne dienten zudem zwei Jahre lang als Baubüro der Architekten für das 2019 eröffnete neue Solebad.

Im Flur erinnert eine Tafel an das große Fünf-Nationen-Turnier der Wasserballer 1992 an glanzvolle Vereinszeiten. Damals unterschrieben viele internationale Sportler des DSB, darunter auch Hagen Stamm, mehrmaliger Olympiateilnehmer als Aktiver und als Wasserball-Bundestrainer. (Anm. d. Red.: Den aktuellen Olympia-Traum für Tokio konnten sich Stamm und sein Team in diesen Tagen bei der Qualifikationsturnier in Rotterdam nicht mehr erfüllen.)

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