Dienstag, September 27, 2022

Neue Bäume für die Stadt Werne: 191 Nachpflanzungen geplant

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Wer­ne. Stra­ßen­bäu­me spen­den küh­len Schat­ten, lie­fern Sauer­stoff und prä­gen die Gestalt vie­ler Stra­ßen und Plät­ze in der Stadt. Ihre Zahl in der Innen­stadt zu stei­gern, ist erklär­tes Ziel des Klimaschutzkonzeptes. 

Weil aber in der Ver­gan­gen­heit vie­le Exem­pla­re zumeist wegen ihres schlech­ten Zustands der Säge zum Opfer fal­len muss­ten, sum­mie­ren sich allein die not­wen­di­gen Nach­pflan­zun­gen aktu­ell auf 191 Bäume.

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Im Aus­schuss für Umwelt­schutz, Mobi­li­tät und Kli­ma­schutz hat­ten die Lücken im Baum­be­stand wie­der­holt zu hart­nä­cki­gen Nach­fra­gen der Poli­tik und zur For­de­rung nach einem Pflanz­kon­zept geführt. In der jüngs­ten Sit­zung des Gre­mi­ums stell­te Adri­an Kers­t­ing, Lei­ter Stra­ßen und Ver­kehr, nun das „Stra­ßen­baum­kon­zept Wer­ne 2030“. Es soll in Zukunft als stra­te­gi­sche Hand­rei­chung dafür die­nen, den Baum­be­stand an Wer­nes Stra­ßen nicht nur in gutem Zustand zu erhal­ten, son­dern auch zu erwei­tern. Schon im Herbst 2022 will man in einem ers­ten Auf­schlag bis zu 96 neue Kli­ma­hel­fer nach Mög­lich­keit an die ver­wais­ten Vor­gän­ger­stand­or­te setzen.

Dies sei aber nicht immer mach­bar, erläu­ter­te Kers­t­ing im Aus­schuss. Man­che Baum­ar­ten sei­en bei­spiels­wei­se anfäl­lig für einen Krank­heits­be­fall. Nicht immer rei­che zudem der Raum aus, um einen Stra­ßen­baum genü­gend Halt und Platz für sein Wur­zel­werk zu bie­ten. Das gel­te auch, wenn vor­han­de­ne gro­ße Bäu­me den Ersatz­baum zu sehr beschat­ten wür­den oder die Natur bereits selbst für Nach­wuchs gesorgt habe, hieß es. Müss­ten Ver­sor­gungs­lei­tun­gen für eine Nach­pflan­zung mit erheb­li­chen Auf­wand ver­legt wer­den, wol­le man die­ser Stel­le dar­auf verzichten.

Die 191 gefäll­ten Stra­ßen­bäu­me, 100 waren es im Innen- und 91 im Außen­be­reich, sol­len eins zu eins ersetzt wer­den. Im Innen­stadt­be­reich sol­len zudem 65 der 100 Stand­or­te für die Neu­pflan­zun­gen ver­bes­sert wer­den, bei 35 kann man ohne Ver­bes­se­rung an Ort und Stel­le nach­pflan­zen (Außen­be­reich: 30 Neu­pflan­zun­gen mit Stand­ort-Upgrade, 61 ohne). Man müs­se auch an eine Bewäs­se­rungs­sys­tem den­ken, hieß es sei­tens der CDU. „Die Anre­gung neh­men wir ger­ne auf“, ant­wor­te­te Kers­t­ing. Zudem gebe es eine Anwachs-Garan­tie der Fir­ma, ergänz­te er.

Neben dem Baum­er­satz spie­len vie­le ande­ren Aspek­te für die Plä­ne einer soli­den grü­nen Infra­struk­tur eine Rol­le: Kli­ma­schutz, Öko­lo­gie, Sanie­rung von Schä­den, Zukunfts­bäu­me, Bau­mal­ter, Pfle­ge, Krank­hei­ten, Schu­lun­gen, Doku­men­ta­ti­on und vie­les mehr.

Für die 96 Neu­pflan­zun­gen im Herbst kal­ku­liert die Ver­wal­tung rund 58.000 Euro ein. Dies wol­le man umset­zen, müs­sen aber auch die Haus­halts­la­ge im Blick behal­ten, so Adri­an Kersting.

Dass Geld sei doch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein­ge­spart wor­den, ließ Adel­heid Hau­s­chopp-Francke (SPD) in der frak­ti­ons­über­grei­fen­den For­de­rung nach gesun­dem Baum­grün in der Stadt aller­dings nicht locker.

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