Die Corona-Pandemie hat sich deutlich auf die Arbeit der Führerscheinstelle beim Kreis Unna ausgewirkt. Das zeigt ein Blick in die Jahresstatistik 2020 der Straßenverkehrsbehörde. Foto: pixabay
Die Corona-Pandemie hat sich deutlich auf die Arbeit der Führerscheinstelle beim Kreis Unna ausgewirkt. Das zeigt ein Blick in die Jahresstatistik 2020 der Straßenverkehrsbehörde. Foto: pixabay
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Kreis Unna. Nur eingeschränkt geöffnete Fahrschulen, das Aufschieben nicht unbedingt notwendiger Behördenbesuche und großzügige Übergangsregelungen in Bezug auf Verlängerungen von Fahrerlaubnissen: Die Corona-Pandemie hat sich deutlich auf die Arbeit der Führerscheinstelle beim Kreis Unna ausgewirkt. Das zeigt ein Blick in die Jahresstatistik 2020 der Straßenverkehrsbehörde.

„In nahezu allen Bereichen sind die Anträge zurückgegangen“, erklärt der zuständige Sachgebietsleiter Oliver Sonnack. Die konkreten Zahlen: Der Kreis Unna stellte im vergangenen Jahr 3.722 Führerscheine an Erstantragsteller aus. Gegenüber 2019 ist das ein Minus von knapp zwei Prozent. Damals wurde 3.792 Mal eine Fahrerlaubnis erteilt.

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Bei den Jugendlichen, die ihren Führerschein mit 17 Jahren machten, ist die Zahl der Anträge leicht gestiegen – von 1.857 im Jahr 2019 auf 1.941 im vergangenen Jahr. Das eigene Auto bleibt also für junge Menschen ein Garant für Unabhängigkeit und Flexibilität – und hat gerade auch in Corona-Zeiten einen hohen Stellenwert. 

Deutlicher Rückgang

Mit rund 38 Prozent sehr deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Verlängerungen von Fahrerlaubnissen. Gab es 2019 noch 2.095 Fälle, waren es im vergangenen Jahr nur 1.298. Fahrverbote und Führerschein-EntziehungenWer sich nicht an die Regeln hält, muss mit den Konsequenzen leben: 2.466 Personen aus dem Kreis Unna kassierten 2020 durch Bußgeldentscheidungen ein Fahrverbot. Das sind annähernd genauso viele wie im Vorjahr, als 2.462 Menschen ein zeitlich befristetes Fahrverbot erhielten. 

Führerschein-Entziehung

Eine schärfere Sanktion als das Fahrverbot ist die Entziehung der Fahrerlaubnis. Gerichte können die Fahrerlaubnis entziehen, wenn eine Verurteilung beispielsweise wegen Gefährdung des Straßenverkehrs vorliegt. Auch die Straßenverkehrsbehörde kann zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer Fahrerlaubnisse entziehen. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn jemand sein Punktelimit überschritten hat. Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises entzog 2020 insgesamt 718 Führerscheine. Im Unterschied zum Fahrverbot ist die Entziehung übrigens zunächst endgültig. Auch nach Ablauf einer Sperre wird der Führerschein nicht automatisch neu erteilt, sondern muss ganz neu beantragt werden. PK | PKU 

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