In der Corona-Sommersaison zählte das Solebad in etwa nur die Hälfte der Gäste im Vergleich zu 2019. Foto: Solebad Werne
In der Corona-Sommersaison zählte das Solebad in etwa nur die Hälfte der Gäste im Vergleich zu 2019. Foto: Solebad Werne
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Werne. Die gute Nachricht aus dem Solebad: Das Defizit im vorläufigen Jahresabschluss fällt nicht so schlimm aus, wie in Corona-Zeiten anfangs befürchtet. Allerdings ist auch der Besucherschwund wegen der Pandemie eklatant. Derweil ist die Badleitung für eine mögliche Wiedereröffnung gewappnet, das Bad wird in einem ständigen Stand-By-Modus gehalten.

Auf 2,52 Millionen Euro wurde der Fehlbetrag im Laufe des vergangenen Jahres wegen der Pandemiebeschränkungen angehoben. Das vorläufige Ergebnis liegt bei 2,14 Millionen Euro und damit um 380.696 Euro weniger als geplant, erfuhren die politischen Vertreter im Betriebsausschuss Bad.

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Die Verbesserung ergibt sich in erster Linie aus dem geringer ausgefallenen Zuschuss des Bäderbetriebs an die Natur-Solebad-GmbH. Das heißt, weniger Mittel aus dem städtischen Haushalt mussten zur Kostendeckung des Badbetriebs, der durch Corona arg beschränkt war (siehe Besucherzahlen weiter unten), investiert werden. Insgesamt liegt der vorläufige Jahresfehlbetrag mit 175.948 Euro über dem des Vorjahres 2019. „Da sind wir mit einem blauen Auge noch einmal weggekommen“, kommentierte Ausschussvorsitzender Jörg Weber (CDU).

Problematisch: Durch die Corona-Pandemie ist es der Politik nicht möglich festzustellen, ob das Bad bei dem kalkulierten jährlichen Zuschuss in Höhe von 2 Millionen Euro landet. Diese Frage bleibt offen.

„Wir warten nur darauf, dass es wieder los geht. Wir können innerhalb weniger Tage wieder öffnen.“

Badleiter Jürgen Thöne in seinem Sachstandsbericht im Badausschuss


In seinem Sachstandsbericht zur Corona-Pandemie berichtete Badleiter Jürgen Thöne von massiven negativen Auswirkungen. Zwischen Mai und Dezember 2019 besuchten 178.809 Gäste das Solebad, im gleichen Zeitraum 2020 waren es wegen der Einschränkungen nur 70.583 – ein Rückgang um 60 Prozent.

Während des Lockdowns und aufgrund der vorher nicht abzuschätzenden Entwicklung wird das Bad in einem ständigen Stand-by-Modus gehalten. „Wir warten nur darauf, dass es wieder los geht. Wir können innerhalb weniger Tage wieder öffnen“, so Thöne.
Während der Schließung war das Team nicht untätig. Das Marketing in den Sozialen Medien (u.a. Videos mit Übungen zur Wassergewöhnung oder Schwimmkursvorbereitung) sei intensiviert sowie der Veranstaltungs- und Kursplan ab Mai erstellt worden; immer mit der Fragestellung: „Was ist trotz Corona möglich?“ Man wolle gut aufgestellt sein.

„Ein großes Thema in den nächsten Jahren ist das Schwimmenlernen für die Kinder in Werne“, betonte der Badleiter. Dazu wolle man Kurse auch außerhalb der Rahmenzeiten anbieten, die Kooperation mit dem Stadtsportverband gehe weiter. „Wir wissen, dass wir einen großen Stau abarbeiten müssen“, so Jürgen Thöne.

Zum Thema Schulschwimmen sagte der Badleiter: „Das Heft des Handelns liegt bei den Schulen. Wir sind bereit.“

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