Verwaltungsfachangestellte Petra Credo, seit 18 Jahren Sekretärin von Lothar Christ, geht bald in den Ruhestand. Foto: Volkmer
Verwaltungsfachangestellte Petra Credo, seit 18 Jahren Sekretärin von Lothar Christ, geht bald in den Ruhestand. Foto: Volkmer
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Werne. Nach vielen Jahren Arbeit im „Herzen der Verwaltung“ ist am kommenden Freitag, 26. März 2021, für Petra Credo Schluss. Die Sekretärin des Bürgermeisters geht in den verdienten Ruhestand. Sie blickt auf eine abwechslungsreiche Zeit zurück. Ihr beruflicher Weg war schon früh vorgezeichnet.    

„Mit knapp 12 Jahren habe ich für mich beschlossen, einen Beruf im Büro zu erlernen. Kurz darauf habe ich Schreibmaschinen- und Stenokurse besucht“, erzählt sie. Der Fleiß zahlte sich aus. Am 1.08.1972 begann ihre dreijährige Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. „Vom ersten Tag an bis heute war und ist das mein Traumberuf. Ich hätte mir nie etwas anderes vorstellen können“, sagt die 63-Jährige, die in all der Zeit stets mit dem Rad zur Arbeit gefahren ist – egal bei welchem Wetter.

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Das erste Jahr hat Petra Credo noch im Alten Stadthaus zwischen ehemals Leenders und dem Sparkassengebäude am Markt unter den „Fittichen“ von Chefsekretärin Fine Koch verbracht. „Sie hat mir nicht nur die Strukturen der Verwaltung erklärt, sondern von ihr habe ich alles gelernt, was in einem Sekretariat wichtig ist – oft mit den Worten: Eine gute Sekretärin weiß, was der Chef braucht, bevor er es ausgesprochen hat. Ganz viele Dinge, die ich in der Zeit gelernt habe, gelten für mich heute noch“, erinnert sie sich.

Im Spätsommer 1973 stand der Umzug in das neue Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz 1 an. Während ihrer Ausbildung durfte Petra Credo für ein Vierteljahr im Standesamt aushelfen. „Der damalige Kollege Georg Heimann war erkrankt und der Standesbeamte, Herr Dietrich, brauchte Unterstützung bei den Schreibarbeiten. Auch das war eine spannende Zeit für mich“, erzählt sie.

Nach ihrer Ausbildung erhielt Petra Credo die Stelle als Sekretärin beim I. Beigeordneten Ekkehard Bolle.

Petra Credo geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie freut sich besonders auf mehr Zeit für ihre vielfältigen Hobbys. Foto: Volkmer

Von Anfang 1980 bis Ende Februar 1990 war sie dann für ihre beiden Kinder Christoph und Romina zu Hause. Mittlerweile ist sie dreifache Oma.

1990 wurde für das Schreibbüro, das es mittlerweile gar nicht mehr gibt – eine Schreibkraft gesucht. Es standen mehrere Wahlen bevor. Petra Credo sollte bis Ende des Jahres aushelfen. Aus der befristeten wurde eine feste Einstellung. „Frau Wäsche, seinerzeit im Sekretariat bei Herrn Bolle, wurde schwanger und ich durfte zurück auf die Stelle der Sekretärin des Èrsten Beigeordneten. 2003 ging Herr Bolle in den Ruhestand und Lothar Christ kam als Nachfolger; bis 2009 als Beigeordneter, danach als Bürgermeister der Stadt Werne“, schildert die Verwaltungsfachangestellte ihren weiteren Berufsweg.

„Eine lange Zeit, in der immer – auch wenn es sehr stressig war – Zeit für ein Lächeln und ein freundliches Wort war.“

Petra Credo über ihre fast 18-jährige Zusammenarbeit mit Lothar Christ

„Lothar Christ und ich arbeiten also fast 18 Jahre zusammen. Eine lange Zeit, in der immer – auch wenn es sehr stressig war – Zeit für ein Lächeln und ein freundliches Wort war. Unser Büro war immer mein zweites Zuhause“, blickt Petra Credo auch mit einem weinenden Auge zurück.

Das lachende Auge sieht die gewonnene freie Zeit für die zahlreichen Hobbys. Lesen, Joggen, Zumba oder Tanzen bei Cesár. Und wenn die Pandemie vorbei ist, freut sich Petra Credo besonders auf einen weiteren Tauchurlaub in Ägypten.

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