Gisbert Bensch zeigt eines der großformatigen Wanderschilder vor, die derzeit beim Schlosser mit einem Metallrahmen zum Aufstellen versehen werden. Die Tafeln werden an den Parkplätzen der neun Rundwanderwege stehen. Foto: Gaby Brüggemann
Gisbert Bensch zeigt eines der großformatigen Wanderschilder vor, die derzeit beim Schlosser mit einem Metallrahmen zum Aufstellen versehen werden. Die Tafeln werden an den Parkplätzen der neun Rundwanderwege stehen. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. In und um Werne gibt es ausgezeichnete Rundwanderwege und zwar im doppelten Sinne. So sind sie nicht nur naturnah, gut strukturiert und familientauglich, sondern auch schon (fast) vollständig mit den Wegzeichen „W“ für Werne von eins bis neun markiert.

In den vergangenen Wochen hatte Gisbert Bensch, ehemaliger Tiefbauamtsleiter und Projektleiter bei der Stadt Werne, selbst Hand angelegt und schon etliche der Markierungszeichen angebracht. „W3 Stadtwald ist komplett, W1 Mutter Stuff auch schon fast, die weiteren werden folgen“, berichtete er gegenüber WERNEplus zum Stand der Dinge. Da es bei der Lieferung der Schildchen aber etwas hakte, hatte sich die Kennzeichnung leicht verzögert.

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Hilfe erhielt Bensch von seinen beiden Enkelkindern, die ihm beim vorschriftsmäßigen Anbringen der analogen Kennzeichen assistierten. So ist es unter anderem dem ehrenamtlichen Einsatz der Drei zu verdanken, dass Wanderer und Spaziergänger künftig neun verschiedene „W“-Runden erkunden können. Das habe auch viel Spaß gemacht und er sei bei vielen Begegnungen auf den Wanderwegen mit den Leuten ins Gespräch gekommen, meldete er zurück.

Die neuen Rundwanderwege in der Umgebung dürften bei Einwohnern wie Auswärtigen gut ankommen. Denn früher war das Wandern hier fast ausschließlich nur auf einer Ost-West-Achse möglich und man musste folglich jeweils hin- und zurücklaufen. „Die Anregung zu den Rundwegen kam vom Wanderclub Werne“, berichtete Bensch. Bei der Stadt Werne sah man die Idee gerne und der frühere Tiefbauamtsleiter nahm sich der Sache an.

Unterstützung bei der Wegausweisung leistete neben dem Wanderclub Werne auch der Sauerländische Gebirgsverein Lünen-Selm, der die Strecken auch künftig überprüfen wird. Mit der neuen W-Kennzeichnung schuf man ein Unterscheidungsmerkmal zu den alten A-Wanderwegen in Langern und Cappenberg.

Mit einem "W" für Werne sind die Wanderwege gekennzeichnet. Foto: Wagner
Mit einem „W“ für Werne sind die Wanderwege gekennzeichnet. Foto: Wagner

Neu ist außerdem, dass die Start-/ Zielpunkte der Wege einem Parkplatz zugeordnet sind. Hier werden Ende Juli bis Anfang August ein Quadratmeter große Schilder mit der jeweiligen Wanderkarte und Informationen zur Tour aufgestellt. Derweil bekommen die großformatigen Orientierungshilfen bei FWO-Metallverarbeitung Overtheil einen Metallrahmen zum Aufstellen angepasst. „Mitte August ist hoffentlich alles fertig“, sagte Gisbert Bensch zur Zeitplanung.

Die familientauglichen, abwechslungsreichen Wege sind zwischen 3,5 Kilometer (Stadtwald) und sieben Kilometern (Langern/ Cappenberger Wald) lang und lassen sich zu einer Drei-Stunden-Tour verknüpfen.

Bei der Vorstellung des Wanderwege-Projektes Ende Mai zeigte sich Bürgermeister Lothar Christ wie berichtet sehr zufrieden. „Das darf man durchaus einen Quantensprung nennen“, sagte er über die „erstklassig strukturierten und nachhaltig gepflegten Wanderwege“.

Wanderweg 1: Mutter Stuff, Länge: ca. 6.000 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten

Wanderweg 2: Romberg/ Schacht 7, Länge: ca. 3.300 Meter, Dauer: ca. 45 Minuten

Wanderweg 3: Stadtwald, Länge: ca. 3.300 Meter, Dauer: ca. 40 Minuten

Wanderweg 4: Langern, Länge: ca. 5.200 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten

Wanderweg 5: Stockum, Länge: ca. 6.200 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten

Wanderweg 6: Langern/ Cappenberger Wald, Länge: ca. 7.300 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten

Wanderweg 7: Cappenberger Wald, Länge: ca. 4.600 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde

Wanderweg 8: Kiliansbach/ Osticker Berg, Länge: ca. 5.000 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 10 Minuten

Wanderweg 9: Forst Lembeck, Länge: ca. 4.850 Meter, Dauer: ca. 1 Stunde 10 Minuten

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