Freitag, März 31, 2023

Altes Schulhaus weicht modernem Wohnen im Kastanien-Quartier

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Wer­ne. Aktu­ell „nagt“ der Abriss­bag­ger am ver­las­se­nen Schul­haus der Wie­ha­gen­schu­le und schafft an der Hors­ter Stra­ße Platz für neu­en Wohn­raum. Dort, wo in über hun­dert Jah­ren Gene­ra­tio­nen von Schul­kin­dern ABC und Ein­mal­eins gepaukt haben, rea­li­siert die Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft Lünen (WBG) jetzt ein moder­nes Wohn­pro­jekt. Im „Kas­ta­ni­en-Quar­tier“ ent­ste­hen zwei Miets­häu­ser mit 28 Wohn­ein­hei­ten unter­schied­li­chen Zuschnitts. Bei der Hälf­te der Woh­nun­gen wird es sich um geför­der­ten Wohn­raum han­deln, schil­der­te Ralf Bül­te, Dezer­nent Pla­nen und Bau­en, auf Anfra­ge von WERNEplus.

Mit dem Pro­jekt folgt die Stadt Wer­ne dem 2018 per Rats­be­schluss fixier­ten poli­ti­schen Wil­len, preis­güns­ti­gen Miet­wohn­raum zu ermög­li­chen. „Das war kein geeig­ne­ter Stand­ort für frei­ste­hen­de Ein­fa­mi­li­en­häu­ser“, begrün­de­te Bül­te die Ent­schei­dung, auf dem knapp 4.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück viel­mehr Miet­woh­nun­gen zu ent­wi­ckeln. Mit der WBG wur­de schließ­lich ein Inves­tor gefun­den, des­sen Ent­wür­fe über­zeug­ten. „Das wur­de von der WBG an ande­rer Stel­le bereits gut macht“, berich­te­te Bül­te, dass man sich im Vor­feld ähn­li­che Pro­jek­te ange­se­hen hatte.

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Für die 14 geför­der­ten Wohn­ein­hei­ten ist der Miet­preis auf 5,80 Euro pro Qua­drat­me­ter begrenzt und die För­de­rung an den fest­ge­leg­ten Zeit­raum von 20 Jah­ren gebun­den. Bei der Ver­ga­be der geför­der­ten Woh­nun­gen habe die Stadt ein Mit­spra­che­recht, erklär­te Bülte.

Alle Wohn­ein­hei­ten haben die glei­che Aus­stat­tung, erläu­ter­te Jan Hische, Pro­ku­rist bei der WBG, fer­ner zum Kon­zept. Die Wohn­flä­che pro Haus liegt bei 900 Qua­drat­me­tern. Die 28 Wohn­ein­hei­ten bie­ten mit 14 Ein­hei­ten á 47 Qua­drat­me­ter, sechs Ein­hei­ten á 62 Qua­drat­me­ter, eben­falls sechs Ein­hei­ten á 77 Qua­drat­me­ter sowie zwei Ein­hei­ten á 92 Qua­drat­me­ter ver­schie­de­ne Zuschnitte.

Der Lageplan des Kastanien-Quartiers. Visualisierung: WBG Lünen
Der Lage­plan des Kas­ta­ni­en-Quar­tiers. Visua­li­sie­rung: WBG Lünen

Eine Spiel- und Zufahrts­stra­ße wird die Gebäu­de erschlie­ßen. Die bestehen­de Zufahrt zu Turn­hal­le, die wei­ter genutzt wird, bleibt erhalten.

Das kann das Kas­ta­ni­en-Quar­tier in Sachen Klimaschutz:

- Ener­gie­ge­win­nung mit Geo­ther­mie und Fotovoltaik

- Dach­be­grü­nung

- dif­fe­ren­zier­te Aus­wahl nach­hal­ti­ger Baustoffe

- Anpflan­zung hei­mi­scher Gehöl­ze in den Anlagen.

Nicht zuletzt trägt man mit dem Erhalt der bei­den orts­bild­prä­gen­den und namens­ge­ben­den gro­ßen Kas­ta­ni­en an der Hors­ter Stra­ße sowie eines Groß­teils des übri­gen Baum­be­stan­des dem Kli­ma­schutz Rechnung.

Der Grund­stücks­ver­kauf an die WBG, so Bül­te, wur­de im Mai unter­zeich­net und dann umge­hend mit der Ent­ker­nung des Gebäu­des, dem Abbau der Foto­vol­ta­ik und der Siche­rung des Holz­por­tals der alten Schu­le begonnen.

Nach dem Abriss sol­le zeit­nah der Bau­be­ginn fol­gen, schil­der­te Hische. In der zwei­ten Hälf­te 2021, so der Zeit­rah­men, soll das Kas­ta­ni­en-Quar­tier dann fer­tig sein.

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