Samstag, Januar 28, 2023

Gedenken im Herzen der Stadt: 111 Lichter für ehemalige Zwangsarbeiter

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Wer­ne. Mit ihrer Über­nah­me der Paten­schaft für die Grab­stät­ten des soge­nann­ten Rus­si­schen Fried­hofs in Wer­ne setz­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler der WERE­mem­ber-AG des Anne-Frank-Gym­na­si­ums im ver­gan­ge­nen Jahr ein Zeichen.

Zum Tag des Geden­kens an die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus am Frei­tag, 27. Janu­ar 2023, wer­den sie den so bedeut­sa­men Ort und sei­ne Geschich­te in der Innen­stadt beleuchten. 

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Unter dem Titel „Erin­ne­rung wach­hal­ten – 111 Lich­ter gegen das Ver­ges­sen“ wird an die­sem Tag auf dem Kirch­platz St. Chris­to­pho­rus von 8.30 bis 13 Uhr eine Instal­la­ti­on zu sehen sein, die das Schick­sal der auf dem Fried­hof bestat­te­ten Zwangs­ar­bei­te­rin­nen und Zwangs­ar­bei­ter ein­drück­lich thematisiert.

111 Lich­ter – eine Ker­ze für jeden Ver­stor­be­nen – wer­den dabei im Lau­fe des Vor­mit­tags ent­zün­det. Schü­le­rin­nen des Anne-Frank-Gym­na­si­ums berich­ten dazu allen Inter­es­sier­ten von ihrer Arbeit.

Fort­ge­setzt wird die Ver­an­stal­tung um 17 Uhr an der „Gedenk­stät­te Zwangs­ar­beit Wer­ne“ am Süd­ring mit einer kur­zen Anspra­che von Bür­ger­meis­ter Lothar Christ, Impres­sio­nen der Schü­le­rin­nen sowie der Kranz­nie­der­le­gung zur Erin­ne­rung an die Opfer des Nationalsozialismus.

Seit der Über­nah­me der Paten­schaft wid­met sich die WERE­mem­ber-AG unter ande­rem der Pfle­ge der Gedenk­stät­te – ein Leit­ge­dan­ke sei dabei ein Zitat von Anne Frank, der Namens­ge­be­rin ihres Gym­na­si­ums: „Wie herr­lich ist es, dass nie­mand eine Minu­te zu war­ten braucht, um damit zu begin­nen, die Welt lang­sam zu verändern.“ 

Die Schüler/innen wol­len mit der Akti­on auch ihr Inter­es­se an der eige­nen Stadt­ge­schich­te signa­li­sie­ren und sich ein­brin­gen. „Unser Anlie­gen ist, die in Ver­ges­sen­heit gera­te­ne Gedenk­stät­te den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern Wer­nes ins Gedächt­nis zu rufen und an das Schick­sal der Opfer zu erin­nern“, erklä­ren sie. „Des­halb holen wir den Fried­hof am 27. Janu­ar in das Herz in der Stadt.“

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