Freitag, Januar 27, 2023

Zehn Jahre „Notfallkarte“ – bis heute ein Erfolgsmodell

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Wer­ne. Als vor nun­mehr zehn Jah­ren die Mit­glie­der der Senio­ren­ver­tre­tung gemein­sam mit der Koor­di­nie­rungs­stel­le für Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment, Senio­ren und Behin­der­ten­ar­beit (BEN) die Idee einer Not­fall­kar­te für die Stadt Wer­ne an die Ver­tre­ter von Rat und Ver­wal­tung her­an­tru­gen, ahn­te wohl nie­mand, dass dies ein Erfolgs­mo­dell wer­den sollte.

In einer ers­ten Auf­la­ge von 5.000 Stück wur­de die Not­fall­kar­te sei­ner­zeit in Apo­the­ken, Arzt­pra­xen, im Kran­ken­haus und Stadt­haus aus­ge­legt. Inzwi­schen erfolg­te bereits ein drit­ter Nach­druck und nicht zuletzt die Ver­tre­ter der hie­si­gen Volks­bank Kamen-Wer­ne freu­ten sich, dass ihr Spon­so­ring über die­sen lan­gen Zeit­raum dazu bei­getra­gen hat, die­se Idee im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes „am Leben zu erhalten“.

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Wo Medi­ka­ti­ons­plä­ne, Pati­en­ten­ver­fü­gun­gen und ande­re Not­fall­da­ten sich befin­den, gerät oft zum Such­spiel. Aller­dings nicht mit der Not­fall­kar­te. „Es ist zwar nur eine unschein­ba­re, klei­ne Kar­te, aber im Ernst­fall kann sie lebens­ret­tend sein“, hat­te Bür­ger­meis­ter Lothar Christ bereits im Jah­re 2012 bei der Ein­füh­rung gesagt. In einem Not­fall zählt jede Sekun­de – da ist es gut, wenn alle (lebens)-wichtigen Infor­ma­tio­nen schnellst­mög­lich vorliegen.

Inzwi­schen sieht sich Die­ter Schim­mel, Lei­der der Senio­ren­ver­tre­tung, mit der Not­fall­kar­te mehr als bestä­tigt. Herz­schritt­ma­cher, Dia­be­tes, All­er­gien, Medi­ka­men­ten-Unver­träg­lich­kei­ten – das sind alles wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen, die den Ret­tungs­as­sis­ten­ten und dem Not­arzt eine schnel­le und geziel­te Hil­fe ermöglichen.

Was auf der Kar­te ver­merkt wer­den soll­te, dar­über wur­de sei­ner­zeit inten­siv bera­ten. „Grund­er­kran­kun­gen und even­tu­el­le Medi­ka­ti­on soll­ten in jedem Fall ver­zeich­net sein“, erläu­tert Die­ter Schim­mel. Im Ide­al­fall hat jeder sogar zwei Not­fall­kar­ten – eine „im Porte­mon­naie und eine wei­te­re sicht­bar in der Woh­nung hinterlegt.

„Auch wenn die Not­fall­kar­te im Grun­de nur ein Ange­bot dar­stellt, ist sie auch in einer zuneh­mend digi­ta­li­sier­ten Welt äußerst sinn­voll“, sieht BEN-Koor­di­na­tor Jochen Höing­haus vie­le Vor­tei­le. Die Not­fall­kar­te wer­de häu­fig nach­ge­fragt  – und genau des­halb liegt sie an der Tele­fon­zen­tra­le im Foy­er des Stadt­haus öffent­lich aus.

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