Freitag, Oktober 7, 2022

Viel Premieren-Applaus für „Der Name der Rose“

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Wer­ne. Als in der Frei­licht­büh­ne Wer­ne die letz­te Text­zei­le von „Der Name der Rose“ nach Umber­to Eco gespro­chen und die Pre­mie­re des Stü­ckes in ein spek­ta­ku­lä­res und feu­ri­ges Fina­le gemün­det war, belohn­te das Publi­kum das erleich­ter­te Ensem­ble völ­lig zurecht mit gro­ßem Applaus.

Erfolg­reich hat­ten sie sich den berühm­ten Plot des bereits mehr­fach ver­film­ten Romans zu Eigen gemacht. Die mehr als 30 Dar­stel­ler meis­ter­ten die alles ande­re als leich­te Auf­ga­be, die textrei­chen Sze­nen in span­nen­de und emo­tio­na­le Hand­lung umzusetzen.

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Des­halb sind die noch fol­gen­den fünf Auf­füh­run­gen an die­ser Stel­le all jenen emp­foh­len, die sich wie die Zuschau­er in der voll­be­setz­ten Büh­ne auch gern zurück­ver­set­zen las­sen möch­ten in das Jahr 1327, in dem sich in einem abge­le­ge­nen Bene­dik­ti­ner-Klos­ter in Ita­li­en mys­te­riö­se Todes­fäl­le ereigneten.

Den erwar­tungs­vol­len Zuschau­ern gelang die Zeit­rei­se am Sams­tag­abend (3. Sep­tem­ber 2022) spie­lend, denn dafür sorg­ten nicht zuletzt die Kulis­sen mit Scrip­to­ri­um, Biblio­thek und mäch­ti­ger Klos­ter­fas­sa­de und die Kos­tü­me der Akteure.

Dann wur­de die blut­über­ström­te Lei­che des Ven­an­ti­us von Sal­ve­mec (Björn Ibra­him), sei­nes Zei­chens Aris­to­te­les-Exper­te, auf einer Schub­kar­re vor die erschro­cke­nen Mön­che gerollt. Foto: Gaby Brüggemann

Spä­tes­tens mit dem Auf­tritt des Fran­zis­ka­ners Wil­liam von Bas­ker­vil­le (Thor­men Ehr­hardt) und sei­nes Gehil­fen, dem jun­gen Bene­dik­ti­ner­mönch Adson von Melk (Fran­ca Neu­mann) hoch zu Pferd war das Publi­kum mit­ten drin im ganz und gar nicht christ­li­chen Gesche­hen in der Abtei, deren Namen man, so hieß es, mit Rück­sicht auf die Betei­lig­ten lie­ber nicht nen­nen wolle.

Denn kaum hat­ten Bas­ker­vil­le und sein Adla­tus das Klos­ter betre­ten, häuf­ten sich gewalt­sa­me Todes­fäl­le unter den Mön­chen. Zuerst fand Adel­mus von Otran­to (Johan­nes Schwar­ze) den Tod.

Dann wur­de die blut­über­ström­te Lei­che des Ven­an­ti­us von Sal­ve­mec (Björn Ibra­him), sei­nes Zei­chens Aris­to­te­les-Exper­te, auf einer Schub­kar­re vor die erschro­cke­nen Mön­che gerollt. Auch Ver­füh­rer Beren­gar von Arun­del (Mari­us Przy­bil­la) und Kel­ler­meis­ter Remi­gius von Vara­gi­ne (Gunar Krau­se) wur­den abrupt aus den Rei­hen der Mön­che gerissen.

Und all dies geschah, kurz bevor in der Abtei ein umstrit­te­nes Tref­fen mit Fran­zis­ka­nern und Gesand­ten des Paps­tes über Glau­bens­fra­gen statt­fin­den soll­te. Eigent­lich soll­ten Bas­ker­vil­le und sein Gehil­fe im kirch­li­chen Streit vermitteln.

Die Insze­nie­rung ver­dien­te sich gro­ßen Applaus der Gäs­te auf den Rän­gen. Foto: Gaby Brüggemann

Statt­des­sen beauf­trag­te sie nun ein beun­ru­hig­ter Abt Abbo von Foss­a­no­va (Hel­mut Ven­ne­mann) mit der Auf­klä­rung der unheim­li­chen Vor­fäl­le. Von des­sen Ver­bot aller­dings, die wert­vol­le Biblio­thek mit dem Wis­sen der Chris­ten­heit zu betre­ten, lie­ßen sich die bei­den nicht lan­ge aufhalten.

Mit Spür­sinn und Hart­nä­ckig­keit kamen sie schließ­lich dem blin­den Seher Jor­ge von Bur­gos, gespielt von Gott­fried Forst­mann, auf die Schli­che. Stimm­ge­wal­tig und dro­hen­dend schür­te er die Angst der Mit­brü­der vor dem Teu­fel und ver­bot ihnen das Lachen. „Jesus hat auch nie gelacht“, zürn­te er.

Nach der in Regie von Mari­us Przy­bil­la und Hol­ger insze­nier­ten Pre­mie­re lie­ßen viel Zuschau­er den schö­nen Som­mer­abend an den Stän­den der Büh­ne bei einem Glas ausklingen.

Wei­te­re Ter­mi­ne: 9.9.,10.9., 23.9., 24.9 und 1.10. jeweils 19.30 Uhr

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