Donnerstag, Dezember 8, 2022

Thema Anne Frank: Deutsche und japanische Schüler virtuell unterwegs

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Wer­ne. Mäd­chen und Jun­gen des Anne-Frank-Gym­na­si­ums Wer­ne haben jetzt an einer Online-Stu­di­en­rei­se teil­ge­nom­men. Im Zen­trum ihrer vir­tu­el­len „Rei­se“ stand das viel­leicht berühm­tes­te Mäd­chen der Welt, Anne Frank. Das berich­te­te Geschichts­leh­rer Johan­nes-Joa­chim Brysch jetzt im Nach­gang über das Projekt.

Initi­iert vom Holo­caust Edu­ca­ti­on Resour­ce Cen­ter Tokyo in Koope­ra­ti­on mit der Deut­schen Bot­schaft Tokio und Goe­the-Insti­tut stell­ten sich Schüler/innen aus bei­den Natio­nen dem The­ma. Mit­hil­fe simul­ta­ner Über­set­zun­gen dis­ku­tier­ten 20 Jugend­li­che aus Deutsch­land mit ihren Alters­ge­nos­sen in Japan.

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Im Fokus der Stu­di­en­rei­se stand die Ver­net­zung der japa­ni­schen Schüler/innen mit gleich­alt­ri­gen Deut­schen, die schon Erfah­rung mit dem ent­setz­li­chen Schick­sal Anne-Franks hatten. 

Los ging es am Mon­tag­mor­gen deut­scher Zeit mit der Begrü­ßung aller Teil­neh­men­den aus Japan und Deutsch­land durch Dr. Söhn­ke Grot­hu­sen, dem Lei­ter des Kul­tur­re­fe­ra­tes der Deut­schen Bot­schaft Tokio. Anschlie­ßend stand ein ers­tes Ken­nen­ler­nen an.

Ein gemein­sa­mer vir­tu­el­ler Besuch der Gedenk­stät­te Ber­gen-Bel­sen wur­de von den Mit­ar­bei­te­rin­nen der Gedenk­stät­te, Tes­sa Bau­mann und Moni­ka Brock­haus, gelei­tet, die über ihre For­schungs­ar­beit und das päd­ago­gi­sche Kon­zept berichteten.

Auch ein Zeit­zeu­gen­be­richt von Han­nah Gos­lar gab den Jugend­li­chen bei­der Natio­nen einen Ein­blick in das Ent­set­zen des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Bergen-Belsen.

Der the­ma­ti­sche Schwer­punkt des zwei­ten Tages bil­de­te das Anne-Frank-Haus in Ams­ter­dam. Hier war es mög­lich, eine geführ­te gemein­sa­me vir­tu­el­le Tour durch das Ver­steck von Anne-Frank zu unter­neh­men. Im Hin­ter­haus an der Pri­sen­gracht ver­steck­te sich Fami­lie Frank zwei Jah­re lang. Die Jugend­li­chen aus Japan und Deutsch­land hät­ten so einen engen Bezug zum Leben die­ser ver­folg­ten Jüdin im Natio­nal­so­zia­lis­mus ent­wi­ckeln kön­nen. Auch Details, wie die Mar­kie­run­gen der Geschwis­ter Frank an den Tape­ten der Woh­nung, mach­ten die his­to­ri­sche und per­sön­li­che Dimen­si­on erfahrbar.

Der letz­te Tag der vir­tu­el­len Stu­di­en­rei­se stand unter dem The­ma „Anne Franks Leben in unse­rer Lebens­welt“. Als Ort wur­de dafür das Anne-Frank-Zen­trum Ber­lin gewählt. Nach einer kur­zen Füh­rung durch die Aus­stel­lung war der Tag von Grup­pen­dis­kus­sio­nen zu den The­men Demo­kra­tie, Natio­nal­so­zia­lis­mus, Holo­caust und Anti­se­mi­tis­mus geprägt. Hier­bei waren die Teil­neh­men­den bei­der Natio­nen beson­ders inter­es­siert an der jewei­li­gen natio­na­len Aus­ein­an­der­set­zung mit den Themen.

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