Dienstag, Mai 17, 2022

Stiftskirche in Cappenberg erstrahlt zur Eröffnung in neuem Glanz

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Cap­pen­berg (pbm/mek). In der Stifts­kir­che St. Johan­nes Evan­ge­list in Cap­pen­berg geht es geschäf­tig zu. Restau­ra­to­rin­nen und Restau­ra­to­ren legen letz­te Hand an ver­schie­de­nen Kunst- und Kul­tur­gü­tern an, ande­re lösen vor­sich­tig die Ver­pa­ckung von wei­te­ren sakra­len Aus­stat­tungs­ge­gen­stän­den, die nach und nach wie­der in die Kir­che gebracht werden. 

Noch steht und hängt nicht alles an sei­nem ange­stamm­ten Platz. Doch pünkt­lich zur fei­er­li­chen Eröff­nung am Sonn­tag, 16. Janu­ar, wird die Kir­che in neu­em Glanz erstrahlen.

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„Es war ein gutes Mit­ein­an­der aller Betei­lig­ten. Gemein­sam haben wir das ehr­gei­zi­ge Ziel geschafft, im Jubi­lä­ums­jahr ‚900 Jah­re Klos­ter Cap­pen­berg‘ die Kir­che wie­der­zu­eröff­nen“, ist Dr. Mar­ti­na Dlug­aic­zyk glück­lich. Sie hat als wis­sen­schaft­li­che Refe­ren­tin der Abtei­lung Kunst und Kul­tur im bischöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ri­at die Arbei­ten an den Glau­bens­zeug­nis­sen, die im Besitz der Gemein­de sind und für die das Bis­tum Müns­ter zustän­dig ist, beglei­tet. Allein dar­an haben sie­ben Restau­ra­to­rin­nen und Restau­ra­to­ren gear­bei­tet. „Es sind her­aus­ra­gen­de Stü­cke, die gerei­nigt, restau­riert, kon­ser­viert und gesi­chert jetzt wie­der ihre Plät­ze in dem eben­falls von Grund auf sanier­ten Got­tes­haus gefun­den haben“, erzählt sie.

Dazu gehö­re bei­spiels­wei­se der Bae­gert-Altar aus dem frü­hen 16. Jahr­hun­dert, der von Schim­mel befal­len war, das Tri­um­ph­kreuz, der ehe­ma­li­ge Hoch­al­tar, Skulp­tu­ren aus Stein und Holz sowie ein Reli­qui­en­schrank. „Man kann über jedes Stück ins Schwär­men gera­ten“, ist die Fach­frau begeis­tert. Es sei ein gro­ßes Glück gewe­sen, dass die beweg­li­chen Kunst­wer­ke kurz vor dem ers­ten Lock­down im März 2020 bereits in den Werk­stät­ten der Restau­ra­to­rin­nen und Restau­ra­to­ren gewe­sen sei­en. „So konn­ten sie die gan­ze Zeit dar­an arbei­ten. Sonst hät­ten wir den eng gesteck­ten Zeit­plan wahr­schein­lich nicht ein­hal­ten kön­nen“, ist Dlug­aic­zyk froh.

Kunst- und Kul­tur­gü­ter zie­hen wie­der in die Stifts­kir­che in Cap­pen­berg ein. Foto: Bis­tum Münster/Achim Pohl 

Men­schen aus dem In- und Aus­land besu­chen die Stifts­kir­che mit ihren bedeu­ten­den Kunst- und Kul­tur­gü­tern. „Dazu gehört auch der Cap­pen­ber­ger-Kopf. Er wird aller­dings zur Eröff­nung nicht in der Kir­che sein. Die Vitri­ne, in der er künf­tig sei­nen Platz haben wird und die höchs­ten Sicher­heits­stan­dards ent­spre­chen muss, ist noch nicht fer­tig“, erklärt sie.

Trotz der his­to­risch her­aus­ra­gen­den Bedeu­tung der sakra­len Kunst­wer­ke sei und blei­be die Stifts­kir­che ein Got­tes­haus, in dem die Gemein­de in ihrem lit­ur­gi­schen All­tag die sakra­len Aus­stat­tungs­stü­cke als Glau­bens­zeug­nis­se wahrnehme.

Dlug­aic­zyk ist glück­lich, dass nun alles wie­der an sei­nem Platz ist, und gespannt, wie die Gäs­te und die Gemein­de die Stifts­kir­che wahr­neh­men wer­den. Am Sonn­tag, 16. Janu­ar, um 10 Uhr wird die Kir­che mit gela­de­nen Gäs­ten fei­er­lich wie­der­eröff­net. Alle Gläu­bi­gen sind am Sonn­tag um 14 Uhr zur hei­li­gen Mes­se zum Gott­fried­fest eingeladen.

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