Montag, Januar 24, 2022

Skepsis beim Blick auf 2G-plus in der Gastronomie

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Werne. Wer kün­ftig in Restau­rants, Cafés und Kneipen einkehren möchte, muss sich an die neuen Coro­na-Regeln für Gas­tronomie-Besuche halten. 

Denn angesichts der immer stärk­er fortschre­i­t­en­den Ver­bre­itung der hochansteck­enden Omikron-Vari­ante soll, so haben es Bund und Län­der am ver­gan­genen Fre­itag (7. Jan­u­ar 2022) beschlossen, die 2G-plus-Regel vor eine Einkehr geset­zt sein. Anders als die zweifach Geimpften müssen Geboost­erte keinen neg­a­tiv­en Test vorlegen.

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Wie NRW-Gesund­heitsmin­is­ter Karl-Josef Lau­mann am Dien­stag im Rund­funk mit­teilte, gelte im gesamten Freizeit­bere­ich 2G. Über­all dort, wo man keine Masken tra­gen könne – Sport, Fit­ness und eben in der Gas­tronomie – gelte 2G-plus. 

Fern­er sei in der neuen Verord­nung auch die Tes­tung vor Ort geregelt. So kön­nten etwa Gas­tronomie oder Fit­nessstu­dios direkt vor Ort testen. An Ver­anstal­tung­sorten, wo Men­schen erscheinen kön­nen, die nicht geimpft sind, werde es auch im Freien eine Maskenpflicht geben, so Lau­mann aktuell. Bei 2G-plus-Ver­anstal­tun­gen könne darauf verzichtet werden.

Mit Blick auf die neuen Regelung für die Gas­tronomie set­zt Sig­gi Baumhove vom Hotel Restau­rant Baumhove am Markt zunächst auf Abwarten. In seinem Restau­rant und im Café Auszeit dauern die Betrieb­s­fe­rien noch bis zum kom­menden Fre­itag (13. Jan­u­ar) an, während der Hotel­be­trieb weit­er läuft. Eine neue Verord­nung des Hotel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des liege aber bis­lang noch nicht vor, schilderte er jet­zt auf Nach­frage von WERNE­plus. Dies gelte auch für den Bere­ich Beherber­gung im Hotel. „Für uns bedeutet 2G-plus noch mehr Kon­trol­laufwand“, sagt er aber. Auch sei nicht jed­er ein­sichtig, schildert er und sieht schwierige Diskus­sion auf das Per­son­al zukom­men. Auch sei nicht immer ein Licht­bil­dausweis dabei, wenn die Imp­fausweise der Gäste kon­trol­liert würden.

Gle­ichzeit­ig fürchtet Baumhove einen Rück­gang beim Nach­mit­tags­geschäft, weil die spon­tane Entschei­dung zum Kaf­feetrinken durch die zusät­zliche Testpflicht lei­den kön­nte. Allerd­ings seien ja auch schon viele Gäste geboost­ert. Erkennbar sei aber auch schon, das Buchun­gen etwa für Feiern zurück­gin­gen. Zunächst werde er es bei den üblichen Öff­nungszeit­en belassen und sich die Entwick­lung anschauen. Dann werde er gegebe­nen­falls reagieren, so Baumhove. In Rhein­land-Pfalz, wo die 2G-plus-Regelung in der Gas­tronomie bere­its einge­führt ist, sei ein Ein­bruch der Gästezahlen dur­chaus erkennbar. „Die Gas­tronomien sind nur hal­b­voll“, reg­istri­erte der Wern­er Gas­tronom dort bei einem Besuch.

Für Ger­da Wit­ten­brink, Chefin im Restau­rant „Wit­ten­brinks Hof“, sind vor­erst keine Änderun­gen etwa der Öff­nungszeit­en geplant. „95 Prozent unser­er Gäste sind geboost­ert“, stellte sie gegenüber WERNE­plus fest. Und wer Essen gehen möchte, plane dies in der Regel ja auch und bringe den Test dann mit. Außer­dem habe man viele Räume, sodass Fam­i­lien mit Gästen etwa auch in einem Raum zum gemein­samen Essen tre­f­fen könnten.

Anders sei es sicher­lich, wenn man beispiel­sweise nur für ein Bier oder einen Kaf­fee einkehren wolle. Cafés oder Eis­die­len betr­e­ffe dies sich­er stärk­er, ver­mutete sie. Ohne­hin aber gebe es derzeit automa­tisch weniger Gäste, weil auch Fam­i­lien­feste und größere Ver­anstal­tun­gen ausblieben.

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