Freitag, Oktober 7, 2022

Radtour des ICW: Geprägt von Wasser-Burgen und der Pferdezucht

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Wer­ne. Tra­di­tio­nell lädt der Inter­na­tio­na­le Club Wer­ne in den Som­mer­mo­na­ten sei­ne Mit­glie­der und Freun­de zu einer Rad­tour ein. Das Ziel war in die­sem Jahr das süd­li­che Müns­ter­land. Die­ses ist geprägt von his­to­ri­schen Was­ser­bur­gen und der Pferdezucht.

Ers­tes Ziel der Rad­fah­rer war in Asche­berg-Mersch das Gestüt Lig­ges im Her­zen der Pfer­de­re­gi­on.  Hier lässt es sich gut Pferd sein, so die Phi­lo­so­phie der Hof­s­tel­le mit his­to­ri­schen Gebäu­den im Fach­werk­stil und neu­en Stäl­len und Hal­len. Mit dem Namen Lig­ges ver­bin­det sich ein höchst erfolg­rei­ches Kapi­tel der deut­schen Spring­sport­ge­schich­te. Fritz Lig­ges gewann Olym­pia-Medail­len im Spring­sport. Unter sei­ner Ägi­de als Bun­des­trai­ner gewann der Rei­ter­nach­wuchs Gold‑, Sil­ber und Bron­ze­me­dail­len. Pfer­de für den Sport züch­ten, die­ser Anspruch prägt bis heu­te die züch­te­ri­sche Arbeit auf dem Gestüt Lig­ges. Die 23-jäh­ri­ge Marie Lig­ges ist bereits eine erfolg­rei­che Springreiterin.

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Wei­ter ging es zum Schloss Itt­lin­gen mit der ers­ten urkund­li­chen  Erwäh­nung im 14. Jahr­hun­dert. Es befin­det sich in der Hand des west­fä­li­schen Uradels­ge­schlechts von Nagel und wur­de von Johann Con­rad Schlaun im 18. Jahr­hun­dert im Barock­stil umge­baut. 1999 über­nahm  der erfah­re­ne Gestüts­lei­ter Phil­ipp Graf von Stauf­fen­berg zusam­men mit sei­ner Frau die Pacht und betreibt dort seit­dem eine der bekann­tes­ten Voll­blu­t­agen­tu­ren des Lan­des, sowie auch eine eige­ne sehr inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­te Zucht. Ziel des Voll­blut­ge­stüts ist die Zucht und Auf­zucht von Renn­pfer­den für den Galoppsport.

Seit 2022 ist Schloss Itlin­gen Sitz der Erich-Käs­t­ner-Kin­der­stif­tung zur För­de­rung von Kin­der und Jugend­li­chen deren Eltern an einer kör­per­li­chen, psy­chi­schen oder Such­ter­er­kra­nung lei­den. Schloss Itt­lin­gen war schon mehr­mals Kulis­se für TV Pro­duk­tio­nen, unter ande­rem „Riva­len der Renn­bahn“ und „Alles Glück der Erde“.

Die Rad­tour führ­te durch die müns­ter­län­di­sche Park­land­schaft. Foto: ICW

Die auf dem Weg nach Dren­stein­furt lie­gen­de Was­ser­burg „Haus Ven­ne“ ist immer einen Besuch wert. Die ers­ten Besit­zer haben ver­mut­lich den Namen des Hau­ses geführt und sich somit von Ven­ne  genannt. 1611 ging Ven­ne an den jet­zi­gen Besit­zer über, die von Asche­berg. Die­se waren Genera­tio­nen Dros­ten des bischöf­li­chen Amtes Wer­ne. Auch nach Auf­lö­sung der alten Ver­wal­tungs­be­zir­ke 1802 blieb  Johann Mathi­as Frei­herr von Asche­berg ein Dros­te und wur­de schließ­lich zum ers­ten Land­rat des ers­ten Krei­ses Lüdinghausen.

Haus Ven­ne ist eine sym­me­trisch ange­leg­te mit einer Gräf­te umge­ben­de Schloss­an­la­ge aus dem 18. Jahr­hun­dert. 1771 wur­de eine Haus­ka­pel­le mit Roko­ko­aus­stat­tung und sehens­wer­ten Decken­ge­mäl­den ange­legt. Johann Con­rad Schlaun errich­te­te ein Gartenhaus.

In Dren­stein­furt ange­kom­men, wur­de eine gemüt­li­che Kaf­fee­pau­se ein­ge­legt. Danach stand ein Abste­cher zum Was­ser­schloss „Haus Stein­furt“ auf dem Pro­gramm. Ein von  Gräf­ten, die von der Werse gespeist wer­den, umge­be­nes Was­ser­schloss. Über die Gräf­ten­brü­cke gelangt man zum gro­ßen Tor, das durch Tor­häu­ser flan­kiert wird. Vor der Brü­cke steht eine Was­ser­müh­le. Eben­so wie die ande­ren Was­ser­bur­gen befin­det sich auch Haus Stein­furt in Pri­vat­be­sitz. Schloss Wes­ter­win­kel als eines der frü­hes­ten Barock­schlös­ser West­fa­len war das letz­te Ziel  und ein gemüt­li­cher Abschluss der 45 Kilo­me­ter lan­gen Radtour.

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