Freitag, Oktober 7, 2022

Naturwanderung mit der BIN: Mehr Grünkraft in die Städte bringen

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Wer­ne. Zum zwei­ten Mal führ­te Dr. Götz Loos Mit­glie­der der BIN und wei­te­re Inter­es­sier­te in das The­ma Stadt­öko­lo­gie ein. Treff­punkt war der Stein­tor­park in Werne.

Dr. Götz Loos erläu­ter­te den Wert von Parks für das Stadt­kli­ma als wich­ti­ge Belüf­tungs­zo­nen für Städ­te. Gleich­zei­tig waren so die Zuhö­rer an den Erhalt des Are­als an der Nord­lip­pe­stra­ße erin­nert, zog doch das Haupt­ar­gu­ment der Bedeu­tung von Frisch­luft­schnei­sen in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels beim Bürgerentscheid.

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Freund­lich, sach­kun­dig und in sei­nem humor­vol­len sehr anspre­chen­den Erzähl­stil skiz­zier­te der
renom­mier­te Natur­ex­per­te Götz Loos Kenn­zei­chen des Kli­ma­wan­dels. Nur „Grün­maß­nah­men“ wür­den lang­fris­tig hel­fen, sinn­voll dem Kli­ma­wan­del zu begeg­nen. Auf­zu­hal­ten sei er nicht, hieß es.

An unge­fähr zehn Sta­tio­nen wur­den bei der Natur­wan­de­rung Kennt­nis­se und Sin­ne geschult für die Flo­ra Wer­nes, die Loos schon fokus­siert seit den 1980er-Jah­ren unter­sucht. Am Bei­spiel des Efeus ver­wies er auch auf den kul­tur­his­to­ri­schen Ort des Stein­tor­parks als Fried­hof. Dabei nann­te er gemein­sam mit Efeu Immer­grün als his­to­ri­sche Pflan­ze der alten Friedhöfe.

An der Hor­ne ver­wies Dr. Götz Loos auf den Zuwachs von Mäu­se­gers­te. Sie ist tro­cken­heits­lie­bend, ein Stick­stoff­an­zei­ger. Manch ein Hun­de­be­sit­zer wird von Pro­ble­men berich­ten kön­nen, die die Wider­ha­ken der Gran­nen im Fell oder auch zwi­schen den Zehen ver­ur­sa­chen kön­nen. In Mit­tel­eu­ro­pa wird die Mäu­se­gers­te als Unkraut gesehen.

Aber auch von Zukunft­pflan­zen wur­de berich­tet wie Laven­del und Thy­mi­an, die als medi­ter­ra­ne
Pflan­zen ide­al für Insek­ten sind und eben hit­ze­er­tra­gend und nicht so oft bewäs­sert wer­den müssen. 

Wei­ter in die­sem humor­vol­len und gleich­wohl sehr lehr­rei­chen noch wei­ter­ge­hen­den Aus­füh­run­gen
ende­te die Ver­an­stal­tung gegen 16.30 Uhr mit einem gemüt­li­chen Aus­klang beim Alten Rat­haus.
„Die Zuhö­rer waren sich einig, dass wir alle mehr Grün­kraft in die Städ­te brin­gen müs­sen und uns
nicht allei­ne auf tech­ni­sche Lösun­gen ver­las­sen soll­ten”, fass­te Gabi Peis­ker zusam­men. Und wei­ter: „Den Weg­gang des Kli­ma­schutz­ma­na­gers der Stadt Wer­ne nach nur zwei Jah­ren bedau­er­ten alle.” Letzt­lich brau­che die Stadt ein gro­ßes Amt zum Pflan­zen- und Flächenschutz.

Die nächs­te Natur­wan­de­rung wird im Herbst am 18. Sep­tem­ber 2022 stattfinden.

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