Freitag, Oktober 7, 2022

Jugend-Feuerwehr übt: Retten, Bergen, Löschen und viel Spaß

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Wer­ne. Nach einer lan­gen Pau­se war es am Sams­tag, 13. August 2022, wie­der soweit: Die Jugend­feu­er­wehr Wer­ne traf sich zum „Berufs­feu­er­wehr­tag“ an der Feu­er­wa­che Mitte. 

Dann ver­brach­ten die Jugend­li­chen und ihre Betreu­er 24 Stun­den in und am Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus und absol­vie­ren unan­ge­kün­dig­te Übun­gen – fast so wie eine ech­te Berufs­feu­er­wehr. Zwi­schen den Übungs­ein­sät­zen war genug Zeit für Aus­bil­dung, Spiel und Spaß, teil­te Spre­cher Robin Nol­ting mit.

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Um 9 Uhr am Mor­gen­stand die Fahr­zeug­ein­tei­lung an und die Jugend­li­chen wur­den ange­wie­sen, wie sie sich bei einem rea­len Ein­satz zu ver­hal­ten haben. Nach­dem die bei­den Groß­fahr­zeu­ge auf ihre Ein­satz­be­reit­schaft über­prüft waren, frisch­ten alle ihr Wis­sen über die Bela­dung der Fahr­zeu­ge auf. Der Lösch­zug Sto­ckum hat­te sein LF20 und der Lösch­zug Mit­te sein LF20KatS bereitgestellt.

Danach waren vor der Wache Akti­vi­tä­ten wie Bad­min­ton, Ball­spie­le oder Kickern ange­sagt. Doch die ers­te Ein­satz­übung ließ nicht lan­ge auf sich war­ten: Um 10.47 Uhr piep­ten die digi­ta­len Mel­de­emp­fän­ger. Es ging in die Stra­ße „An den 12 Bäu­men“. Vor Ort hat­te aus unbe­kann­ter Ursa­che ein Pkw ein „Kakao-Was­ser-Gemisch“ auf der Stra­ße ver­lo­ren. Die Ein­satz­stel­le wur­de gegen den flie­ßen­den Ver­kehr abge­si­chert und das „Öl“ mit einem Bin­de­mit­tel auf­ge­nom­men. Zurück an der Fahr­zeug­hal­le wur­den die Fahr­zeu­ge erneut ein­satz­be­reit gemacht.

Nach dem Mit­tag­essen wur­de um 13.54 Uhr ein Con­tai­ner-Brand an der Capel­ler Stra­ße gemel­det. Um eine Aus­brei­tung zu ver­hin­dern, wur­de der Con­tai­ner zunächst von außen gekühlt. Kur­ze Zeit spä­ter hieß es auch schon „Feu­er aus“.

Gegen 16 Uhr traf die befreun­de­te Jugend­feu­er­wehr Schwer­te-Ergste für eine gemein­sa­me Übung ein. Um 16.34 Uhr alar­mier­ten die Mel­der die bei­den Jugend­feu­er­weh­ren und es ging zu einer unkla­ren Feu­er­mel­dung zum Gerstein­werk in Sto­ckum, die sich als Brand in einem Büro­ge­bäu­de her­aus­stell­te. Es wur­den zwei Per­so­nen vermisst.

Der Berufs­feu­er­wehr­tag der Jugend­feu­er­wehr Wer­ne war ein vol­ler Erfolg. Foto: Feu­er­wehr Werne

Gemein­sa­me Übung mit Jugend­feu­er­wehr Schwerte

Unver­züg­lich rück­ten zwei Trupps zur Men­schen­ret­tung in das Gebäu­de vor. Par­al­lel wur­de die Dreh­lei­ter in Stel­lung gebracht, um eine Brand­be­kämp­fung von außen vor­zu­neh­men. Die ver­miss­ten Per­so­nen wur­den schnell aus dem Gebäu­de geret­tet. Gleich­zei­tig kon­zen­trier­ten sich meh­re­re Trupps auf die Brand­be­kämp­fung innen und außen.

Der Übungs­ein­satz und das gemein­sa­me Gril­len im Anschluss stärk­ten den Zusam­men­halt der bei­den Jugend­feu­er­weh­ren. Gegen 20.57 Uhr rie­fen die Mel­der die Wer­ner Jugend­feu­er­wehr zu einem Ver­kehrs­un­fall am Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus Holt­hau­sen. Hier galt es, eine Per­son aus dem Unfall­fahr­zeug zu ber­gen. Eine wei­te­re Per­son befand sich unter dem Fahrzeug.

Auch am Gerstein­werk in Sto­ckum muss­ten die ange­hen­den Feu­er­wehr­leu­te eine Übung meis­tern. Foto: Feu­er­wehr Werne

Die Jugend­li­chen sicher­ten die Ein­satz­stel­le und leuch­te­ten sie bei begin­nen­der Dun­kel­heit aus. Um den Pkw zu sichern, wur­de das Fahr­zeug mit Holz unter­baut. Die Per­son unter dem Fahr­zeug wur­de mit­hil­fe eines Hebe­kis­sen befreit. Dabei setz­ten die ange­hen­den Feu­er­wehr­leu­te ihre Kennt­nis­se ein und sam­mel­ten Erfahrungen.

Das galt auch für wei­te­re Alar­mie­run­gen, die die Jugend­li­chen zu Ein­sät­zen an der Wie­ha­gen­schu­le und in Varn­hö­vel führ­ten. An der Grund­schu­le wur­den sie in der Funk­ti­ons­wei­se einer Brand­mel­de­an­la­ge unter­rich­tet. Zum Glück blie­ben die Mel­de­emp­fän­ger für den Rest der Nacht dann ruhig.

Um 7.29 Uhr wur­de die Trup­pe erneut alar­miert. Ein Baum ver­sperr­te die Fahr­bahn in Varn­hö­vel. Hier übten die Jugend­li­chen die Ver­kehrs­si­che­rung und säg­ten die „Baum­stäm­me” mit der Bügel­sä­ge klein.

An der Wache gab es das ver­dien­te Früh­stück, bevor es ans Auf­räu­men und Säu­bern der Fahr­zeu­ge ging. Abschlie­ßend ern­te­ten alle für ihren 24-Stun­den-Dienst viel Lob von den Betreuer/innen, bevor der Berufs­feu­er­wehr­tag um 11 Uhr endete.

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