Mittwoch, Februar 21, 2024

Bekannter Musik-Pädagoge eröffnet bald eigene Praxis in Werne

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Werne. In den leerstehenden Geschäftsräumen Auf dem Bült 7 gibt es in Kürze nicht nur neues Leben, sondern auch eine Menge Musik. Willi Leitow ist gerade dabei, die Räumlichkeiten umzugestalten, damit dort demnächst seine „Praxis Lautfrosch“ eröffnen kann.

Der Musik- und Bewegungspädagoge ist in Werne unzähligen Kindern bestens bekannt, ist der Erzieher doch viele Jahre lang in fünf Kindergärten der Jugendhilfe Werne zuständig für den musikalischen Bereich gewesen. Pandemiebedingt ist der Experte für musikalische Früherziehung aktuell ausschließlich in der Kindertageseinrichtung Pfützenhüpfer in Ascheberg im Einsatz.

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Dass der Musiker nun zudem eine eigene, kleine Musikschule einrichtet, hat andere Gründe. „Das Landesjugendamt hat aufgrund der Maßnahmen zur Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Kinder das Verbot ausgesprochen, kostenpflichtige Angebote in Kindergärten während der Öffnungszeiten anzubieten. Der Grund ist, dass es immer einige Eltern geben wird, die sich diese zusätzlichen Kosten nicht leisten können“, erklärt Leitow.

Bisher hat der Musikpädagoge freiberuflich in den Räumen der Einrichtungen Kinder unterrichtet, wofür die Eltern dann eine Gebühr bezahlt haben. Nun hat der Erzieher nach räumlichen Alternativen gesucht und diese gefunden. Auf rund 70 Quadratmetern entstehen gerade unter anderem ein Übungsraum für Gruppen und ein Raum für Einzelunterricht. Bei der Umgestaltung der Räumlichkeiten beweist Leitow handwerkliches Talent, denn die Renovierung stemmt er allein. „Ich habe meine Wohnung selbst renoviert, ich habe also schon geübt“, sagt er mit einem Lächeln.

Der Musik- und Bewegungspädagoge kümmert sich selbst darum, dass möglichst am 1. Mai Eröffnung gefeiert werden kann. Foto: Volkmer

In der „Praxis Lautfrosch“ soll es nicht nur um die musikalische Früherziehung gehen. Auch Instrumentalunterricht und Musiktherapie möchte Leitow anbieten. Workshops für Eltern, Großeltern und Kinder sind ebenfalls angedacht. „Ich denke da an Trommelbau mit anschließendem Trommelkurs sowie Musiktherapie und Unterricht für Kinder mit Handicap“, blickt der Musik- und Bewegungspädagoge voraus.

Leitow hat sich überdies schon überlegt, wie er es den Eltern leichter machen kann, wenn diese ihre Kinder zum Unterricht zu bringen. Von der Kita „Auf dem Berg“ könnte er mit Einverständnis der Eltern die Kinder abholen und mit ihnen gemeinsam zur Praxis gehen. Die Eltern könnten ihre Kinder anschließend dort abholen. „Für die Kinder aus anderen Einrichtungen lassen sich bestimmt individuelle Lösungen finden“, hofft Leitow.

Die Eröffnung der „Praxis Lautfrosch“ ist für den 7. Mai geplant. Bis dahin werden auch die Musikinstrumente vor Ort sein, auf denen sich die Besucher dann ausprobieren können.

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