Donnerstag, Dezember 8, 2022

Bekannter Musik-Pädagoge eröffnet bald eigene Praxis in Werne

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Wer­ne. In den leer­ste­hen­den Geschäfts­räu­men Auf dem Bült 7 gibt es in Kür­ze nicht nur neu­es Leben, son­dern auch eine Men­ge Musik. Wil­li Leitow ist gera­de dabei, die Räum­lich­kei­ten umzu­ge­stal­ten, damit dort dem­nächst sei­ne „Pra­xis Laut­frosch“ eröff­nen kann.

Der Musik- und Bewe­gungs­päd­ago­ge ist in Wer­ne unzäh­li­gen Kin­dern bes­tens bekannt, ist der Erzie­her doch vie­le Jah­re lang in fünf Kin­der­gär­ten der Jugend­hil­fe Wer­ne zustän­dig für den musi­ka­li­schen Bereich gewe­sen. Pan­de­mie­be­dingt ist der Exper­te für musi­ka­li­sche Früh­erzie­hung aktu­ell aus­schließ­lich in der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung Pfüt­zen­hüp­fer in Asche­berg im Einsatz.

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Dass der Musi­ker nun zudem eine eige­ne, klei­ne Musik­schu­le ein­rich­tet, hat ande­re Grün­de. „Das Lan­des­ju­gend­amt hat auf­grund der Maß­nah­men zur Gleich­stel­lung und Gleich­be­hand­lung aller Kin­der das Ver­bot aus­ge­spro­chen, kos­ten­pflich­ti­ge Ange­bo­te in Kin­der­gär­ten wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten anzu­bie­ten. Der Grund ist, dass es immer eini­ge Eltern geben wird, die sich die­se zusätz­li­chen Kos­ten nicht leis­ten kön­nen“, erklärt Leitow.

Bis­her hat der Musik­päd­ago­ge frei­be­ruf­lich in den Räu­men der Ein­rich­tun­gen Kin­der unter­rich­tet, wofür die Eltern dann eine Gebühr bezahlt haben. Nun hat der Erzie­her nach räum­li­chen Alter­na­ti­ven gesucht und die­se gefun­den. Auf rund 70 Qua­drat­me­tern ent­ste­hen gera­de unter ande­rem ein Übungs­raum für Grup­pen und ein Raum für Ein­zel­un­ter­richt. Bei der Umge­stal­tung der Räum­lich­kei­ten beweist Leitow hand­werk­li­ches Talent, denn die Reno­vie­rung stemmt er allein. „Ich habe mei­ne Woh­nung selbst reno­viert, ich habe also schon geübt“, sagt er mit einem Lächeln.

Der Musik- und Bewe­gungs­päd­ago­ge küm­mert sich selbst dar­um, dass mög­lichst am 1. Mai Eröff­nung gefei­ert wer­den kann. Foto: Volkmer

In der „Pra­xis Laut­frosch“ soll es nicht nur um die musi­ka­li­sche Früh­erzie­hung gehen. Auch Instru­men­tal­un­ter­richt und Musik­the­ra­pie möch­te Leitow anbie­ten. Work­shops für Eltern, Groß­el­tern und Kin­der sind eben­falls ange­dacht. „Ich den­ke da an Trom­mel­bau mit anschlie­ßen­dem Trom­mel­kurs sowie Musik­the­ra­pie und Unter­richt für Kin­der mit Han­di­cap“, blickt der Musik- und Bewe­gungs­päd­ago­ge voraus.

Leitow hat sich über­dies schon über­legt, wie er es den Eltern leich­ter machen kann, wenn die­se ihre Kin­der zum Unter­richt zu brin­gen. Von der Kita „Auf dem Berg“ könn­te er mit Ein­ver­ständ­nis der Eltern die Kin­der abho­len und mit ihnen gemein­sam zur Pra­xis gehen. Die Eltern könn­ten ihre Kin­der anschlie­ßend dort abho­len. „Für die Kin­der aus ande­ren Ein­rich­tun­gen las­sen sich bestimmt indi­vi­du­el­le Lösun­gen fin­den“, hofft Leitow.

Die Eröff­nung der „Pra­xis Laut­frosch“ ist für den 7. Mai geplant. Bis dahin wer­den auch die Musik­in­stru­men­te vor Ort sein, auf denen sich die Besu­cher dann aus­pro­bie­ren können.

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