Mittwoch, Oktober 5, 2022

An(ge)dacht: Kinder zeigen uns, dass es Hoffnung gibt

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Wer­ne. Neu­lich ging ich so durch die Stadt, in der ich woh­ne, und mir fiel ein Jun­ge auf, der an einer Bus­hal­te­stel­le saß. Er war etwa zehn Jah­re alt, schätz­te ich, und saß dort und war­te­te wohl auf sei­nen Bus. Ich fuhr mit mei­nem flot­ten Fahr­rad an ihm vor­bei und er strahl­te mich an und wink­te wild fuch­telnd mir zu. Freund­lich, wie ich bin, wink­te ich zurück und lächel­te ihn an.

Mei­ne ers­ten Gedan­ken waren: Wer war das? Müss­te ich ihn ken­nen? Habe ich ihn schon mal irgend­wo gese­hen? Woll­te er wohl mög­lich etwas von mir?

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Nein, ich kann­te ihn nicht, nein, ich habe ihn auch noch nie vor­her gese­hen und sicher woll­te er nichts von mir.

Ganz im Gegen­teil: Er woll­te mich ein­fach glück­lich lächeln sehen. Er schenk­te mir sein Lächeln und er woll­te eine Rück­mel­dung: Sein Strah­len wirk­te auf mich und strahl­te durch mich wie­der auf ihn zurück.

Die­se doch ganz simp­le Situa­ti­on ist nicht mehr all­täg­lich für uns. Oft gehen wir über die­se klei­nen Freu­den des All­tags hin­weg, haben kei­ne Zeit, sind in Gedan­ken oder ein­fach in Eile. Das ist schade.

Wenn ich in einer Kir­che bin, kann es sein, dass es hin und wie­der mir ähn­lich ergeht: Got­tes Strah­len wirkt auf mich und im Gebet ver­su­che ich, die­se Wär­me an Sie zurück zu geben. Aber viel­leicht noch wich­ti­ger ist es für mich, die­ses Strah­len an die Kin­der und Mit­ar­bei­te­rin­nen in unse­ren Kitas weiterzugeben.

Manch­mal den­ke ich, es ist ganz ähn­lich, wie mit Kin­dern: Kin­der sind so beson­ders, so ein­zig­ar­tig und ver­schie­den, dass sie uns in unse­ren Katho­li­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen hier in Wer­ne jeden Tag auch strah­len las­sen. Wir dür­fen sie beglei­ten, mit ihnen ihren Lebens­weg ein kur­zes Stück gemein­sam gehen. „Das Kind in sei­ner Fami­lie steht im Mit­tel­punkt unse­rer Arbeit“ ist ein Leit­ge­dan­ke, der uns in unse­ren vier Kitas  immer wie­der lei­ten und auch her­aus­for­dern will. 

Kin­der sind für mich ein Geschenk Got­tes. Sie zei­gen uns, dass es Hoff­nung gibt, sie sich aus sich selbst her­aus ent­wi­ckeln: ein­fach so… Ist das nicht toll?

Ich wün­sche Ihnen (viel­leicht auch gemein­sam mit Ihren Kin­dern) einen schö­nen Sonntag.

Ste­fa­nie Heider

Ver­bund­lei­tung für Kitas der Pfar­rei St. Chris­to­pho­rus Werne

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