Dienstag, Februar 7, 2023

30 Jahre Unterstützung für junge Familien: KSD feiert in Werne

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Wer­ne. Die KSD-Schwan­ger­schafts­be­ra­tung ist die zen­tra­le Anlauf­stel­le für die Unter­stüt­zung bei
Pro­ble­men wäh­rend einer Schwan­ger­schaft in Wer­ne und Lünen. Am 9. Dezem­ber 2022 fei­er­te sie zusam­men mit dem Baby­korb ihr 30-jäh­ri­ges Bestehen.

Eröff­net durch Maria-Eli­sa­beth Lang vom Katho­li­schen Sozi­al­dienst (KSD) e.V. begann um 11 Uhr die Ver­an­stal­tung. Sie ver­deut­lich­te gleich­zei­tig die Bedeu­tung des neu­en Stand­or­tes der Anlauf­stel­le in der Innen­stadt: „Hier nah und zen­tral läuft der Laden, und es kann vie­len gehol­fen werden“.

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Dabei brach­te Andre­as Thie­mann (Geschäfts­füh­rer des KSD) den Grund­ge­dan­ken der Bera­tungs­stel­le in sei­ner Begrü­ßung noch­mal auf den Punkt: „Jun­ge Müt­ter und Fami­li­en sol­len
prak­ti­sche Hil­fe bekom­men und auf dem Weg in die Selbst­stän­dig­keit flan­kiert wer­den.“ So soll es Ziel sein, für Fami­li­en Türen zu öff­nen und nicht nur prak­tisch kurz­fris­tig zu hel­fen, son­dern auch durch psy­cho­so­zia­le Bera­tung, zum Bei­spiel in Sachen Schul­den den Fami­li­en lang­fris­tig zu helfen.

Gestie­gen ist in den letz­ten Jah­ren der Anteil an Frau­en mit Ein­wan­de­rungs­ge­schich­te. Mit über 56 Pro­zent stel­len sie inzwi­schen die Mehr­heit da. Aus­ge­wei­tet wur­de das Bera­tungs­an­ge­bot inzwi­schen auch auf meh­re­ren Kanä­len der digi­ta­len Welt. Die­se kön­nen inzwi­schen per Chat, Mail oder per Video durch­ge­führt werden.

„Gro­ßer Bahn­hof” für die Fei­er­lich­kei­ten zum 30-jäh­ri­gen Bestehen von Schwan­ger­schafts­be­ra­tung und Baby­korb. Foto: Nova Teichert

Auch Regi­ne Hölscher–Mulzer von der Schwan­ger­schafts­be­ra­tung beim Sozi­al­dienst katho­li­scher Frau­en beschrieb in ihrem Impuls-Vor­trag „Guter Hoff­nung?! Her­aus­for­de­run­gen rund um die Schwan­ger­schaft“, die Bedeu­tung einer sol­chen Anlauf­stel­le für Fami­li­en: „Wir ent­wi­ckeln mit den Frau­en zusam­men Per­spek­ti­ven, um damit stell­ver­tre­tend für Fami­li­en guter Hoff­nung zu sein.”

Abschlie­ßend führ­ten Maria-Eli­sa­beth Lang und Hil­de­gard Wie­gert-Fah­nert alle Anwe­sen­den durch die Geschich­te des Baby­kor­bes, die mit drei Umzü­gen und den vie­len Ver­än­de­run­gen und Prä­gun­gen der drei Jahr­zehn­te durch­aus tur­bu­lent war. Die 14 enga­gier­ten Frau­en sor­tie­ren und ver­kau­fen – wie bereits vor 30 Jah­ren – die gespen­de­te Kin­der­klei­dung. Sie freu­en sich, wenn Schwan­ge­re, jun­ge Müt­ter, aber auch Groß­el­tern, glück­lich und zufrie­den eine Aus­stat­tung für ihrer Kin­der erwer­ben. Beson­ders ger­ne ste­hen sie beim Ver­kauf bera­tend zur Sei­te und haben immer gute Ideen und Empfehlungen. 

Dezer­nent Frank Gründ­ken sprach die Dan­kes­wor­te für die Stadt Wer­ne, gerich­tet an Maria-Eli­sa­beth Lang vom KSD. Foto: Teichert

Als neus­te Mög­lich­keit des Zusam­men­kom­mens eröff­nen die Ehren­amt­li­che des KSD und das Fami­li­en­netz das „Netz-Café“. Betreut durch fünf Ehren­amt­li­che öff­net das Café immer don­ners­tags von 15 bis 17 Uhr im Neu­tor 5 sei­ne Türen. Gegen eine frei­wil­li­ge Spen­de gibt es Kaf­fee und Waf­feln oder Kek­se. Jede/r sein will­kom­men, Fami­li­en sind ein­ge­la­den, im Fami­li­en­netzt zusam­men­zu­kom­men, sei es für einen net­ten Nach­mit­tag oder aber für eine Beratung.

Dezer­nent Frank Gründ­ken dank­te den Ehren­amt­li­chen und beton­te auch die Wich­tig­keit eines
sol­chen Ange­bo­tes: „Für die Unter­stüt­zung zur Selbst­hil­fe, aber auch für eine dau­er­haf­te Hil­fe, ist die Stadt Wer­ne dem KSD dankbar.“ 

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