Am Dienstag (22. Juni) hat die Vertreterversammlung der Volksbank Kamen-Werne eG „grünes Licht“ für die Verschmelzung mit der Volksbank Dortmund gegeben. Foto: Gickel
Am Dienstag (22. Juni) hat die Vertreterversammlung der Volksbank Kamen-Werne eG „grünes Licht“ für die Verschmelzung mit der Volksbank Dortmund gegeben. Foto: Gickel
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Kamen/Werne/Bergkamen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christoph Stiens begrüßte in der Ballspielhalle Werne Vertreterinnen und Vertreter sowie Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank zur Vertreterversammlung der Volksbank Kamen-Werne eG. Die Fusion der Volksbank Kamen-Werne eG mit der Volksbank Dortmund wurde beschlossen.

Trotz der großen Herausforderungen im Corona-Jahr 2020 zeigten sich die Vorstände zufrieden. „Rückblickend hat sich in dieser außergewöhnlichen Krise unser regional ausgerichtetes Geschäftsmodell erneut bewährt“, berichtet Vorstandsmitglied Jürgen Eilert. So sei die Bilanzsumme um über zehn Prozent auf 450,3 Millionen Euro gestiegen. Knapp 26.000 Kunden und über 15.000 Mitglieder könne die Volksbank aus der Region verzeichnen.

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Als starker Partner für die heimische Wirtschaft hat die Volksbank Kamen-Werne eG auch im Jahre 2020 die traditionell enge Bindung an die heimische Region und die dort ansässigen Firmen gepflegt. Durch die anhaltende Kreditnachfrage stieg das bilanzielle Kreditvolumen auf knapp 230 Millionen Euro an, teilte die Bank in der Presseerklärung weiter mit.

Die bestehende Unsicherheit an den Märkten, ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie, hätten im Jahre 2020 zu einem weiteren, deutlichen Anstieg der bilanziellen Kundeneinlagen geführt. Am Jahresende erreichten die Kundeneinlagen mit einem Plus von 34,3 Millionen Euro ein Volumen von knapp 337 Millionen Euro. „Natürlich freuen wir uns über diesen Vertrauensbeweis unserer Mitglieder und Kunden. Aber die hohen Kundeneinlagen sind in der derzeitigen Zinssituation auch eine große Belastung für unsere Volksbank“, erläutert Jürgen Eilert das Ergebnis.

Volksbank schüttet zwei Prozent Dividende aus

Die Vertreterinnen und Vertreter stimmten, nach der Präsentation des Jahresabschlusses und des Lageberichtes, für eine Dividendenzahlung in Höhe von zwei Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig für das Geschäftsjahr 2020 entlastet. Zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat stand der Vorsitzende Dr. Christoph Stiens, der ebenfalls einstimmig von der Vertreterversammlung wiedergewählt wurde.

Fusion mit der Dortmunder Volksbank beschlossen

Die Vertreterinnen und Vertreter der über 15.000 Mitglieder der Volksbank Kamen-Werne eG stimmten über die Verschmelzung mit der Dortmunder Volksbank eingetragene Genossenschaft ab. Einstimmig votierten die Anwesenden für den Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken. „Wir freuen uns sehr über dieses eindeutige Ergebnis. Mit der Dortmunder Volksbank haben wir den passenden und logischen Partner für die Zukunft gefunden“, berichtet Vorstandsmitglied Ralf Schotte. „In den vergangenen Monaten herrschte bereits ein intensiver Austausch zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Volksbanken. Hierbei konnte festgestellt werden, dass diese Verschmelzung, trotz der Größenunterschiede, ein Zusammenschluss auf Augenhöhe ist“, so Schotte weiter.

Unterstützung für Vereine bleibt bestehen

„Die Dortmunder Volksbank ist eine Genossenschaftsbank, die, trotz ihrer Größe, das Regionalprinzip, genauso wie wir, lebt und konsequent in der Fläche umsetzt. So werden zum Beispiel die bestehenden Unterstützungen für soziale Organisationen, Schulen und Kindergärten sowie Sportvereine fortgesetzt oder werden zum Teil sogar ausgebaut“, berichtet Vorstandsmitglied Jürgen Eilert.

Nach dem Zusammenschluss belaufe sich die Bilanzsumme der Dortmunder Volksbank eingetragene Genossenschaft auf etwa 9,5 Milliarden Euro, hieß es weiter. „Wichtig war meinem Vorstandskollegen Ralf Schotte und mir, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter einen sicheren Arbeitgeber vorfinden. So wurde eine Beschäftigungsgarantie von über vier Jahren beschlossen. Die Kundenberaterinnen und Kundenberater werden auch zukünftig unsere Mitglieder und Kunden im Geschäftsgebiet beraten und betreuen. Zusätzlich werden unsere drei Aufsichtsräte die Herren Martin Brandt, Christoph Knepper und Dr. Christoph Stiens, für den Aufsichtsrat in Dortmund kandieren. Dr. Stiens wird sogar als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vorgeschlagen“, zeigt sich Jürgen Eilert erfreut.

Die Marke Volksbank Kamen-Werne werde als Niederlassung erhalten bleiben und Jürgen Eilert zum Generalbevollmächtigen der Gesamtbank ernannt. Er lenkt als Niederlassungsleiter vor Ort weiter die Geschicke. Vorstandsmitglied Ralf Schotte wird mit der Eintragung der Verschmelzung in das Genossenschaftsregister nach über 27-jähriger Vorstandstätigkeit bei der Volksbank Kamen-Werne eG in den Ruhestand treten.

Am Mittwoch (23. Juni 2021) stimmen die Vertreterinnen und Vertreter der Dortmunder Volksbank ebenfalls über den Zusammenschluss ab.

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