Die Polizei hat unter anderem konsumfertiges Amphetamin sichergestellt. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
Die Polizei hat unter anderem konsumfertiges Amphetamin sichergestellt. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
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Selm/Nordkirchen. Umfangreiche Ermittlungen der Kreispolizeibehörde Unna haben in dieser Woche zu einem großen Schlag gegen die Drogenkriminalität geführt. Das berichten die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Kreispolizeibehörde Unna in einer gemeinsamen Pressmitteilung. Tatorte waren Selm und Nordkirchen.

Im Rahmen einer durch das Amtsgericht Dortmund angeordneten Observation haben zivile Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Unna am Montag (17.05.2021) in Nordkirchen einen 23-jährigen Beschuldigten festgenommen, als er die Lager- und Produktionsstätte verließ, die er als sogenannte „Amphetaminküche“ genutzt hatte.

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An der Einsatzörtlichkeit stellten die Ermittler neben weiteren chemischen Substanzen und Utensilien zur Amphetaminherstellung auch rund 15 Liter Amphetaminöl in einem Kanister und mehr als drei Kilogramm konsumfertiges Amphetamin sicher. Vorbehaltlich einer weiteren Analyse durch das Landeskriminalamt (LKA) ist davon auszugehen, dass mit dieser aufgefundenen Menge Amphetaminöl – unter Beachtung der Durchschnittswerte – 47 bis 63 Kilogramm konsumfertiges Amphetamin hätte produziert werden können.

Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Verkaufspreise dürfte der Gesamtwert der Drogen bei mehr als 100.000 Euro liegen. Zum Zeitpunkt der Festnahme führte der Beschuldigte unter anderem ein Kilogramm verkaufsfertiges Amphetamin und einen vierstelligen Bargeldbetrag mit sich, wird weiter berichtet.

Im Zuge dieses Ermittlungsverfahrens hat die Kripo darüber hinaus am Dienstag (18.05.2021) einen 29-jährigen Selmer festgenommen, der in dringendem Tatverdacht steht, schwunghaften Handel mit Drogen betrieben zu haben. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Rauschgiftfahnder neben einer fünfstelligen Bargeldsumme auch fast zwei Liter Amphetaminöl und weitere Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund sind gegen die beiden Beschuldigten im Laufe dieser Woche Untersuchungshaftbefehle erlassen worden. Die Selmer sind bereits Justizvollzugsanstalten zugeführt worden.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.

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