Der 27. Januar ist der offizielle Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Werne erinnern Stolpersteine an die Verbrechen der Nazis. Foto: Stadt Werne
Der 27. Januar ist der offizielle Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Werne erinnern Stolpersteine an die Verbrechen der Nazis. Foto: Stadt Werne
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Werne. Am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) wird sich an die der Opfer des Nationalsozialmus erinnert. Gestern vor 76 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Auch in Werne wurde in Stille dieser Tag begangen.

Auch in Werne hat der Künstler Gunter Demnig inzwischen 47 Stolpersteine verlegt, damit die Opfer nicht vergessen werden. Die Steine wurden – wie schon beim Gedenken an die Reichspogromnacht – mit Kerzen beleuchtet.

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Ein Stein ist Helene ‚Lena‘ Herz gewidmet, die am 23. Februar 1896 in Werne geboren wurde. In ihrem Elternhaus an der Bonenstraße führte sie den von ihrem Vater Philipp aufgebauten Handel mit Manufakturwaren, bis das NS-Regime ihre Existenz zerstörte. Am 23. Januar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

„Wer so geliebt im Leben war, wird auch im Tode nicht vergessen“, lautet die Inschrift des Grabsteins der Familie Herz auf dem Jüdischen Friedhof in Werne.

Der 27. Januar wurde nicht ohne Grund als Gedenktag gewählt: Vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, haben Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Sie fanden noch etwa 7.000 Überlebende vor. Insgesamt starben allein in Auschwitz etwa 1,1 Millionen Jude Barbara und Josef Börste legten zum Gedenken einen Kranz nieder.

Auch Barbara und Josef Börste vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen legten am 27. Januar 2021 einen Kranz nieder. Es bleibe unerlässlich, das Verbrechen der Ermordung von 6 Millionen Menschen nicht zu vergessen, so die beiden Politiker.

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