Die ausrangierten Betten und Lampen werden in einem Hotel in der polnischen Partnerstadt Walcz weiter genutzt. Foto: Volkmer
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Werne. Derzeit wird im Hotel am Kloster fleißig an der Erneuerung aller Hotelzimmer gearbeitet. Im März sollen die umfangreichen Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sein. Im zweiten Teil der WERNEplus-Reportage sprechen die Brüder Hendrik und Steffen Kroes über die Gründe für die jetzige Renovierung und über das erste Jahr unter Corona-Einschränkungen.   

„Ein Hotelzimmer ist immer auf die Zeit von rund 20 bis 25 Jahren gerechnet, somit liegen wir mit 22 Jahren mitten im Plan. An und für sich sollte pro Jahr eine Etage erneuert werden – nun nutzen wir die ungewollt besonders ruhige Phase am Anfang des Jahres, um alles in einem Rutsch zu erledigen“, so Hendrik Kroes. Bereits während des ersten Lockdowns hatten die Brüder sich auf die Suche nach Firmen gemacht, die sich um die Umgestaltung der Zimmer kümmern.

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Schon vor dem Ende des vergangenen Jahres haben dann Mitarbeiter aus allen Bereichen – vom Koch bis zum Azubi – geholfen, das Interieur aus den Zimmern zu demontieren. Die ausrangierten Betten und Lampen werden übrigens – vermittelt über das DRK – in einem Hotel in der polnischen Partnerstadt Walcz weiter genutzt. „Die haben sich sehr über diese Spende gefreut und die erste Lieferung ist auch bereits vor Weihnachten dort angekommen“, berichtet Steffen Kroes.

Auch in den Obergeschossen, in denen die Einrichtung aus dem Jahr 1999 stammt, erfolgen Neugestaltungen der Zimmer. Foto: Volkmer

Die Brüder sind zuversichtlich, dass in drei Wochen die beiden ersten Etagen fertig sind und in insgesamt rund zehn Wochen alle Maßnahmen umgesetzt sind. Die größte Schwierigkeit sei die Koordination der Modernisierung mit dem Hotelbetrieb, denn dieser läuft parallel weiter. Tagungen unter Corona-Bedingungen können weiterhin gebucht werden, zudem stehen stets mindestens 21 Zimmer für Gäste zur Verfügung.

Nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr sei der Start ab dem 20. April schleppend verlaufen, berichten die Brüder, die keinen der 32 Mitarbeiter entlassen mussten, rückblickend. „Im Mai wurde es mehr, der Juni war ganz anständig und der Juli fast schon wieder normal. Der August lief trotz der Ferienzeit gut, obwohl einige große Gruppen aus dem Bereich der Radtouristik abgesagt haben“, blickt Steffen Kroes zurück. Insgesamt stellten Geschäftsreisende mit über 80 Prozent klar die Mehrheit unter den Hotelgästen.

Bessere Zahlen verzeichnete das Hotel während der warmen Monate im eigenen Restaurant und dem dazugehörigen Außenbereich. „Es sind zwar die großen Hochzeiten und Gesellschaften ausgefallen, dafür haben dann aber recht viele Menschen ungerade Geburtstage im engeren Kreis von 15 Personen auf unserer Gartenterrasse gefeiert“, so Steffen Kroes. Wegen der guten Nachfrage stehen daher auch im Hotelinnenhof Veränderungen an. Ein Sonnensegel mit Beleuchtung, Musik und Wärmestrahler sollen für eine Verlängerung der Freiluftsaison 2021 sorgen und künftig einen Großteil der Gäste vor Regen und Sonne schützen.

Brüder betreiben 4-Sterne-Hotel seit 2006

Seit 2006 betreiben die Brüder Hendrik und Steffen Kroes das Hotel am Kloster. Das Verhältnis zu den Verpächtern Thomas Richter und Christoph Kuhnen von der Immobiliengesellschaft Richter & Kuhnen aus Lünen bezeichnet das Duo als partnerschaftlich. „Wir stehen regelmäßig in Kontakt und planen immer längerfristig die notwendigen Investitionen und Veränderungen im Hotel“, unterstreicht Steffen Kroes.

Die Brüder sind überzeugt, dass es keinen günstigeren Zeitpunkt als jetzt gibt, um die Maßnahme durchzuführen: „Die Zimmer sind unser Kerngeschäft. Unsere Gäste erwarten einen immer komfortableren Standard – sowohl der Geschäftsreisende als auch die wachsende Gruppe der Radtouristen. Insofern sind wir zuversichtlich, dass wir zum perfekten Zeitpunkt in das Hotel investieren und damit langfristig das anerkannt hochwertige Niveau unserer Hotellerie sicherstellen.“

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