Donnerstag, Februar 15, 2024

Absagen sorgen im Impfzentrum für freie Termine

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Kreis Unna. Vor einer guten Woche ist in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen die Priorisierung bei der Terminvereinbarung gefallen. Doch der große Ansturm auf die Impfzentren ist zumeist ausgeblieben. Statt dessen ist zu hören, dass immer mehr Impftermine – besonders für Zweitimpfungen – nicht wahrgenommen werden und Absagen oder die sogenannten No-Shows zunehmen.

SPD-Politiker Karl Lauterbach hatte jüngst Bußgelder für Menschen, die Impftermine nicht wahrnehmen, befürwortet. Die Bundesregierung hat den Forderungen vorerst eine Absage erteilt. Im Impfzentrum des Kreises Unna liegt die Quote, der Personen, die einen Impftermin haben und diesen, ohne sich abzumelden, ausfallen lassen, laut Pressesprecher Max Rolke zwischen fünf und zehn Prozent. Ganz neu sei diese Entwicklung nicht. „Das ging los, als auch die Hausärzte angefangen haben, zu impfen. Seit dem schwanken die Zahlen zwischen fünf und zehn Prozent“, so Rolke.

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Um wie viele Personen es sich im Schnitt pro Woche handelt, kann weder der Kreis noch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe sagen. „Leider liegen uns hierzu für die Region Westfalen-Lippe keine Zahlen vor. In den Kreisen und kreisfreien Städten gibt es zudem neben dem KVWL-Buchungsportal häufig noch regionale Anmeldesysteme, sodass eine verlässliche Einschätzung unsererseits über die Anzahl nicht wahrgenommener Impftermine nicht möglich ist“, teilt KVWL-Sprecherin Vanessa Pudlo auf Anfrage mit.  

Grund zur Besorgnis geben die aktuellen No-Show-Zahlen in Unna noch nicht. „Wir beobachten tatsächlich nicht, dass diese Zahlen sprunghaft in die Höhe steigen und die Leute einfach nicht mehr auftauchen“, erklärt Rolke. Überdies gibt es noch eine Quote von Menschen, die ihren Termin offiziell – beispielsweise über das Portal der 116 117 – absagen. Hier liege der Wert derzeit bei zehn Prozent. „Zusammen mit der No-Show-Quote tauchen dann bis zu 20 Prozent nicht auf. Aber wenn die Menschen vorher den Termin absagen, ist das immerhin schon die halbe Miete, weil dieser Termin dann für andere Menschen verfügbar wird“, so Rolke.

Impfung ohne lange Wartezeit möglich

Das nachlassende Interesse, die Spritze im Impfzentrum zu erhalten, bringt für alle, die sich bisher noch nicht um einen Termin gekümmert haben, Vorteile mit. Am Montagnachmittag gab es noch freie Terminen in der laufenden Woche. „Es ist nicht mehr so wie in der Anfangszeit, dass man keine Termine buchen kann und Impfstoff knapp ist. Im Moment ist es eher so, dass ein kurzfristiger Termin möglich ist“, erklärt der Pressesprecher.

Vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Delta-Variante sei es sehr sinnvoll, den zweiten Impftermin nicht einfach ausfallen zu lassen, empfiehlt Rolke. Zum Wochenstart lag die Zahl der im Kreis gemeldeten Fälle dieser Variante bei 15. Die Zahlen seien derzeit zwar niedrig, dies bedeute aber nicht, dass dies so bleiben müsse. „Keiner weiß, wie die Situation im Herbst sein wird, wenn die Leute wieder mehr Zeit drinnen verbringen. Daher ist es gut, vollständig geimpft zu sein und daher sollte man jetzt die Termine nutzen, die frei sind“, empfiehlt der Sprecher.

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