Der Kunstrasenanlage im Lindert ist voll ausgelastet. Foto: Kreativshooting/Thomas Schütte
Der Kunstrasenplatz im Lindert ist voll ausgelastet. Der Wermer SC wünscht sich den Umzug der TV-Hockeyspieler in den Dahl. Foto: Kreativshooting/Thomas Schütte
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Werne. Es ist Licht am Pandemiehorizont. Die Inzidenzzahlen sinken kontinuierlich, die Zeichen stehen auf Rückkehr zur Normalität. „Gerade die Einschränkungen in Pandemiezeiten haben aber gezeigt, wie wir als Verein in unseren Möglichkeiten begrenzt sind“, betont Oliver Grewe, Vorsitzender des Werner SC 2000. In den vergangenen Monaten musste auch der zweitgrößte Verein in der Lippestadt seine Sportangebote drastisch einschränken.

„Doch wir sind in dieser Zeit nicht untätig gewesen“, sagt Grewe, „die Corona-Pandemie hat nochmals deutlich gemacht, dass es an geeigneten Trainingsplätzen fehlt, um nach Corona-Vorgaben Sport zu treiben.“ Der WSC-Vorstand hat Möglichkeiten erörtert, wie sich die Rahmenbedingungen für Sporttreibende im Verein auch nach Corona verbessern lassen.

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„Was Trainings- und Übungszeiten angehen, stoßen wir schon lange an unsere Grenzen“, weiß der WSC-Chef nur zu gut. Eine Erweiterung der Sportanlage im Lindert könnte spürbare Entlastung bringen. Auf dem nördlich gelegenen, bislang landwirtschaftlich genutzten Areal ließen sich beispielsweise eine Freilufthalle, ein Kunstrasenplatz und ein Gebäude mit Mehrzweckräumen errichten, nennt der Vorsitzende nur eine Möglichkeit. „Was aber im Lindert genau entstehen kann, ist völlig offen“, so der Vorsitzende. Die grundsätzliche Zustimmung der Grundstückseigentümer zur Nutzung durch den Sportverein hat er bereits abgefragt.

Ein vereinsinterner Arbeitskreis soll nun Ideen sammeln und den Bedarf ermitteln. Vertreter aus allen Abteilungen des WSC können dazu ihre Vorstellungen einbringen. Auf dieser Grundlage können anschließend die Sportstättenerweiterung dimensioniert und konkrete Pläne ausgearbeitet werden, schlägt Grewe vor. „Klar ist, dass ein solches Projekt nur in enger Abstimmung mit der Stadt Werne umgesetzt werden kann.“ Was die Finanzierung angehe, seien verschiedene Modelle denkbar, vom Sponsoring bis zur Eigenfinanzierung mit Fördergeldern. Unterstützung könnte die Stadt bei Genehmigungsverfahren und Förderanträgen leisten. 

Die Tischtennisspieler sowie die Freizeit- und Breitensportler erhielten in Mehrzweckräumen die passend zugeschnittenen Übungsmöglichkeiten. „Für viele Kurse im Freizeit- und Breitensport sind riesige Sporthallen nicht nötig. Für kleinere Gruppen wie zum Beispiel Yoga, Rückengymnastik, Pilates oder Kraftsport reichen Multifunktionsräume“, gibt WSC-Vorstandsmitglied Beate Schmidt zu bedenken.

„Die Pandemie hat gezeigt, wie sehr eine Freilufthalle in Werne fehlt. Gerade bei bestimmten Corona-Einschränkungen wäre hier Sport möglich“, so Grewe. Auch für den Schulsport ergäben sich neue Möglichkeiten.

Dankbar für weitere Platzkapazitäten wäre auch Ralf Cramer, Leiter der Fußballjugend. Denn es ist eng geworden im Lindert für die zahlreichen Nachwuchsteams. Um einen kompletten Trainingsbetrieb zu ermöglichen, muss er oft genug Doppelbelegungen der Spielfläche in Kauf nehmen. Wichtig sei vor allem ein neuer Kunst­rasenplatz. Der sollte allerdings mit Multifunktionsflor ausgestattet sein, um auch den Hockeyspielern Trainingszeiten zu ermöglichen.

Eine Erweiterung der Sportanlage ließe den Verein enger zusammenrücken. Mehr denn je würde der Lindert zur Begegnungsstätte für alle WSC-Mitglieder, die sich hier auch zur „dritten Halbzeit“ gerne treffen.

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