Dirk Bökenkamp ist Doktor der Naturwissenschaften und seit Oktober neuer Vorsitzender der TV Werne Wasserfreunde. Foto: Privat
Dirk Bökenkamp ist Doktor der Naturwissenschaften und seit Oktober neuer Vorsitzender der TV Werne Wasserfreunde. Foto: Privat
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Werne. Im vergangenen Herbst übernahm Dr. Dirk Bökenkamp den Vorsitz der TV Werne 03 Wasserfreunde. Die Corona-Pandemie, einhergehend mit der Schließung des Solebads, stellt den 54-jährigen Biochemiker und sein Vorstandsteam vor große Herausforderungen. WERNEplus hat sich mit dem begeisterten Schwimmer und Funktionär unterhalten.

Ihren Sportlern, Schwimmern, Wasserballern und Triathleten, fehlt seit Wochen die Sportstätte. Sie sind zum Stillhalten verdammt. Wie stellt sich die Situation dar?

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Die Lage ist natürlich schwierig. Ich muss oft Fragen beantworten, wann das Bad wieder aufmacht. Aber das weiß ich auch nicht. Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass bei den Infektionszahlen das Risiko sehr groß ist, die Sportstätten zu öffnen.

„Neue Mitglieder zu gewinnen, ist schwieriger, wenn Sport nicht erlaubt ist“

Dirk Bökenkamp, Vorsitzender der TV-Wasserfreunde

Ihre Mitglieder können ihren Sportarten nicht nachgehen. Haben Sie eine Austrittswelle registriert?

Nein, wir hatten bedauerlicherweise Austritte zum Ende des Jahres, die aber nicht erkennbar mit Corona zusammenhängen. Das waren normale Vorgänge. Aber vielen Menschen fehlt auch Geld, so dass sie die Beiträge in so einer Ausnahmesituation auch einsparen. Schwieriger ist es aber aktuell, neue Mitglieder dazu zu gewinnen, wenn kein Sport erlaubt ist. Wenn das Solebad wieder aufmacht, werden wir in diesem Punkt aktiv.

Wie zog es Sie persönlich nach Werne und schließlich zu den TV Werne Wasserfreunden?

Ich bin in Dortmund aufgewachsen, war zwischenzeitlich auch im Ausland. Der Liebe wegen bin ich 1998 nach Werne gezogen. Meine 15 Jahre alte Tochter Paige ist Schwimmerin, da habe ich sie bei Wettkämpfen unterstützt und bin schnell Kampfrichter geworden. Selbst bin ich auch ein leidenschaftlicher Schwimmer.

Und wie sind Sie in der schwierigen Zeit zum Vorsitzenden gewählt worden?

Unsere langjährige Vorsitzende Kerstin Obrikat wollte aus beruflichen Gründen etwas kürzer treten und dann hat man mich gefragt. Ich persönlich bin der Meinung, ein Verein mit ehrenamtlichen Strukturen funktioniert nur, wenn man selbst auch Verantwortung übernimmt und nicht nur die anderen machen lässt. Aktuell ist es schwierig, weil ja nichts passiert. Jetzt laufen aber die Vorbereitungen für das Salinenschwimmfest im Juni. Ich hoffe, es darf stattfinden.

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