Donnerstag, Mai 26, 2022

Konzert zur Passionszeit regt zum Mitleiden an

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Wer­ne. Zur Ein­stim­mung auf die Pas­si­ons­zeit hat­te die Stif­tung Musi­ca Sacra West­fa­li­ca am Palm­sonn­tag zu einem Kon­zert für zwei Frau­en­stim­men und Streich­or­ches­ter in die St. Chris­to­pho­rus-Kir­che eingeladen. 

Vor mehr als 70 Zuhö­rern schlu­gen die Sän­ge­rin­nen Dag­mar Borow­ski-Wen­sing und Ursu­la Kirch­hoff einen Span­nungs­bo­gen von der Ver­kün­di­gung zum Lei­den Mari­as unter dem Kreuz. Beglei­tet wur­den sie vom Rhei­ni­schen Ora­to­ri­en-Orches­ter, die musi­ka­li­sche Lei­tung über­nahm Kan­tor Dr. Hans-Joa­chim Wen­sing an der Orgel. Das Orches­ter schuf ein Bin­de­glied zwi­schen den Vokal­stü­cken mit Bruck­ners „Geist­li­chen Chö­ren in einer Aus­ga­be für Streichquintett“.

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Freu­de über die Geburt des Got­tes­soh­nes prä­gen die Musik des „Ave Maria“ von Anto­nio Dia­bel­li (1781–1858). Schön­läu­fig umspiel­ten der klar strah­len­de Sopran von Dag­mar Borow­ski-Wen­sing und der warm-inni­ge Alt von Ursu­la Kirch­hoff ein­an­der. Eine ganz ande­re Atmo­sphä­re beschwor dage­gen das „Sta­bat Mater“ von Gio­van­ni Per­go­le­si (1710–1736) herauf.

Inspi­riert von einem mit­tel­al­ter­li­chen Hym­nus spie­gelt die­se Kom­po­si­ti­on die Gefüh­le Mari­as ange­sichts des Lei­dens ihres Soh­nes. Borow­ski-Wen­sing und Kirch­hof bespiel­ten die gesam­te emo­tio­na­le Band­brei­te mit der für Barock­mu­sik gebo­te­nen Beweg­lich­keit – von strö­men­dem Gleich­klang über abge­hack­te Moto­rik, lei­den­schaft­li­chem Auf­be­geh­ren und dra­ma­ti­scher Dis­so­nanz zu schmerz­er­füll­ter Lang­sam­keit. Per­go­le­si woll­te bewusst erschüt­tern, um die Zuhö­rer zum Mit­lei­den anzu­re­gen. Eine Inten­ti­on von bri­san­ter Aktua­li­tät, wie Pfarr­de­chant Jür­gen Schä­fer zu Beginn des Kon­zerts betont hat­te: „Den­ken wir nur an das Leid, das über die Ukrai­ne her­ein­ge­bro­chen ist.“

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